Test The Bard´s Tale

von Daniel Frick (30. Juni 2005)

Es dürfte ungefähr 16 Jahre her sein, als ich mir mein erstes Computerspiel vom damals eisern gesparten Taschengeld kaufte: "The Bard's Tale III" für C64. Stolz war ich und in den folgenden Wochen ganz in einer anderen Welt versunken, und das obwohl ein Rollenspiel damals eigentlich ein Textabenteuer mit ein paar CGA-Bildchen war. Nun ist dieser Tage eine ambitionierte Hommage an DEN Rollenspielklassiker erschienen. Ob der Barde auch im neuen Jahrtausend überzeugen kann, wollen wir in unserem ausführlichen Test herausfinden.

Der erste größere ZwischengegnerDer erste größere Zwischengegner

Ein Actionrollenspiel, das aus dem Rahmen fällt

Eins muss ich gleich vorausschicken: "The Bard's Tale" hat mit dem Rollenspiel-Urgestein außer dem Titel und dem Protagonisten nichts mehr gemeinsam. Eine Hommage ist das Spiel trotzdem, wenn auch nicht auf die vielleicht erwartete Art und Weise. Denn anstatt die übliche Rollenspielklischees abzuspulen, nimmt das Spiel dieselbigen gewaltig auf die Schippe. Liebhaber schrägen und zynischen Humors werden mit dem Spiel sicher auf ihre Kosten kommen. Zu Beginn befindet sich unser Barde, wie es der Zufall einmal will, in einer Taverne und wollte eigentlich nichts lieber, als ein paar Biere zu trinken und sich die Auslagen der Wirtin anzusehen. Doch aus Wein, Weib und Gesang wird nichts: Der Barde landet mitten in einem heißen Abenteuer, bei der er eine gefangene Prinzessin befreien soll. Für unseren Barden allerdings ist bloßer Heldenmut keine Motivation: Erst als er die wunderschöne Prinzessin persönlich in Augenschein genommen hat und ihm unermessliche Reichtümer in Aussicht gestellt werden, bequemt sich unser nicht ganz so edler Recke, die wehrlose Jungfrau zu befreien, ständig begleitet von bissigen Kommentaren. Durch die Tatsache, dass man nie sicher davor ist, welches Klischee jetzt zerpflückt wird, ist die Geschichte im Detail recht unvorhersehbar, was sicherlich ein Bonus ist.

Action mit UnterstützungAction mit Unterstützung

Gameplay: Solide Standardkost und einige praktische Details

Das Gameplay bietet keine großen Besonderheiten. "The Bard's Tale" ist ein solides Action-Rollenspiel im Stil von "Dungeon Siege" oder vergleichbaren Titeln. Dabei geht es in erster Linie darum, reihenweise Gegner zu meucheln. Diese treten zwar in keine besonders fülligen Abwechslung, dafür aber in großen Mengen auf. Angezeigt werden diese auf einer Karte, die auch immer den Weg zum nächsten Missionsziel weist. Wahlweise greift unser Barde dabei auf eine von mehreren Nah- oder Fernkampfwaffen zurück. Der Clou dabei ist: Ein Inventar gibt es nicht, die vorherigen Waffen und Rüstungen werden immer direkt durch eine neue ersetzt und genau wie gefundene Gegenstände direkt in bare Münze umgewandelt. Eigenwillig sicherlich, und es bietet auch keine besonders ausgeklügelte Waffenauswahl. Aber die braucht es bei "The Bard's Tale" auch gar nicht und man spart sich den Weg zum Händler um den Unmengen von Dolchen und ähnlichem Krimskrams zu verkaufen.

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