Test NHL 2002

von Gerd Schüle (05. Dezember 2001)

Wer mit zum Teil atemberaubender Geschwindigkeit über glatte Eisflächen jagt, um einen winzigen Puck mit dem Schläger in ein kleines Tor zu hämmern, der spielt Eishockey, wohl die schnellste Mannschaftssportart die es gibt. Der Sportspiel-Experte EA-Sports bringt mit "NHL 2002" auch dieses Jahr wieder ein neues PC-Spiel zu dieser rasanten Sportart heraus. In unserem Test erfahrt ihr, ob es ernsthaft Neuerungen gibt oder ob "NHL 2002" wieder einmal nur ein Vollpreis-Update geworden ist.

AbgewehrtAbgewehrt

Immer das gleiche Vorbild!

Während es bei Action- und Strategiespielen ohne weiteres möglich ist, sich immer wieder neue Hintergrund-Szenarien auszudenken, haben es Sportspiel-Entwickler in diesem Punkt sehr schwer. Sie müssen immer wieder auf das gleiche Vorbild zurückgreifen. Deshalb dreht sich auch in "NHL 2002" alles wieder um den in der USA sehr beliebten Eishockeysport, genauer gesagt um die National Hockey Liga. Deshalb wird es keinen verwundern, dass in "NHL 2002" wieder dieselben Spielmodi zur Verfügung stehen wie im Vorgänger. Ebenfalls nichts geändert hat sich zum Glück an den vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten des Programms, durch die es einerseits Anfängern ermöglicht wird, mit dem Spiel zurechtzukommen und andererseits den Profis genügend Herausforderungen geboten werden. Wem der höchste Schwierigkeitsgrad aber trotzdem noch zu leicht ist, der kann Dank der guten Multiplayermöglichkeiten andere NHL-Spieler zu einem Match herausfordern.

Die Herzschlag-KameraDie Herzschlag-Kamera

Spielerisch waren bis jetzt alle "NHL"-Ausgaben über alle Zweifel erhaben und dies gilt auch für die neuste Version. Die auffälligste Änderung gegenüber "NHL 2001" ist das zurücksetzen der Crosscheck-Dichte auf ein realistischeres Maß. Das Verhalten der Torhüter wirkt zwar nach wie vor recht glaubwürdig, trotzdem sind sie nun wesentlich einfacher zu bezwingen. Selbst durch Distanzschüsse kann man nun relativ häufig ein Tor erzielen. Allerdings kommen dadurch meistens recht unrealistisch hohe Endergebnisse zustande. Etwas ganz besonderes hat sich EA-Sports für Alleingänge der Stürmer auf das gegnerische Tor, den sogenannten "Breakaways" einfallen lassen. Die Kamera zoomt dann direkt hinter deinen Spieler und zusätzlich reduziert sich Geräuschkulisse auf einen pochenden Herzschlag. Keine Frage, das erhöht die Spannung, sieht klasse aus und hört sich zudem fantastisch an, kurz gesagt, atmosphärisch ist das einfach exzellent.

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