Test Rising Kingdoms

von Daniel Frick (15. Juli 2005)

Echtzeitstrategie Spiele sind heute zunehmender Konkurrenz aus dem Action- und Rollenspielbereich unterworfen. Wenn ein Spiel aus diesem Bereich punkten will, muss es schon einiges zu bieten haben. Neben aktueller genreinternen Konkurrenz wie "Earth 2160" oder "Imperial Glory" dürfte es "Rising Kingdoms" der Ungarn von Black Bean daher eher schwer haben. Wie das Echtzeitstrategiespiel im Fantasy-Szenario abgeschnitten hat, erfahrt ihr in unserem Test.

2 rote Drachen greifen an...2 rote Drachen greifen an...

Wenig Innovation, viel Standardkost

Bevor man in die verschiedenen Kampagnen einsteigt, empfiehlt es sich, die Einführungs-Kampagne zu diesem Spiel anzugehen. Schritt für Schritt wird hier die Steuerung und die vielseitigen Spielelemente vorgestellt. Auch wenn man schon erfahrener Strategiespieler ist, man bekommt ein Gefühl für "Rising Kingdoms" und kann sich mit der Spielmechanik vertraut machen. Die Kampagnen sind Reihen verbundener Missionen, die durch die Legende der Fantasy-Welt Equiada führen. "Rising Kingdoms" bietet drei Kampagne der verschiedenen Rassen : je eine der Menschen, Waldwesen und Sinistri, den bösen Feuerwesen. Angeführt werden die einzelnen Rassen von so genannten Veteranen. Diese verfügen über die unterschiedlichsten Zauber, Stärken und Fähigkeiten. Außerdem können die Veteranen Artefakte sammeln, die ihre Fähigkeiten noch weiter verbessern und werden dadurch immer stärker. In den einzelnen Missionen kann man dann noch Verbündete, wie Knochenbrecher, Trolle, Elfen u.a. dazu gewinnen. Im Spielablauf geht es dann im Wesentlichen darum, die eigene Kolonie auszubauen, ein starkes Heer zu erschaffen und mit taktischem Kalkül ins Feld zu ziehen.

Eine Stadt der Menschen...Eine Stadt der Menschen...

Feinheiten des Spiels ohne nennenswerte Besonderheiten

Ein wichtiger Faktor sind die so genannten Ruhmespunkte, die man erhält, wenn man Kämpfe bzw. Levels gewonnen hat. Mit diesen kann man sowohl seine Veteranen verbessern, und, was noch wichtiger ist, weil es eine Besonderheit darstellt, Gebäude bauen. Das bedeutet, dass die Möglichkeiten zum Ausbau der Siedlung direkt mit dem Kämpfen verknüpft sind. Eine interessante Idee! Darüber hinaus ist "Rising Kingdoms" allerdings ziemlich banale Strategie-Einheitskost. Dies merkt man z. B. an der Auswahl der Gebäude und Einheiten, die nur die bekannten Nah- und Fernkampf-Einheiten mit den spezifischen Fähigkeiten beinhalten. Lediglich die Veteranen bringen etwas Farbe ins Einerlei, was aber heutzutage kein herausragendes Merkmal mehr darstellt. Die Geschichte bietet leider keine Höhepunkte und durch die Tatsache, dass es nicht einmal Zwischensequenzen gibt, wirkt das ganze noch nicht einmal optisch interessant in Szene gesetzt. Auch der taktische Anspruch hat nicht sehr viel zu bieten: Jemand, der regelmäßig Echtzeitstrategie spielt, wird sich kaum herausgefordert fühlen. Für Einsteiger ist das Ganze durch das eher gemächliche Tempo schon eher zu empfehlen.

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