Test Demon Stone

von Daniel Frick (18. März 2005)

Spätestens seit dem Klassiker "Diablo" sind Action-Rollenspiele nicht nur in alle Munde, sondern auch auf sehr vielen PCs zu finden. Dementsprechend groß ist die Nachfrage nach ansprechenden Produkten dieses Genres. "Demon Stone", im "Forgotten Realms" Universum angesiedelt, ist der jüngste Auswuchs des Bestrebens der Spielefirmen, diese Nachfrage zu befriedigen. "Demon Stone" macht nicht den Fehler, "Diablo" zu kopieren. Doch eines nach dem anderen.

Action pur...Action pur...

Story in den "Forgotten Realms"

Vom Magier Khelben in Dämonensteinen eingesperrt, waren die beiden Erzfeinde um die Herrschaft über die Welt, Ygorl und Cireka, für Jahrhunderte von der Bildfläche verschwunden. Nun durch einen Unglücksfall befreit, machen sich die beiden Oberbösewichte gleich wieder daran, ihre alten Ziele zu erreichen. Dass sie dabei die ohnehin schon schwer geschlagene Bevölkerung des Kontinents mit ihren mächtigen magischen Zweikämpfen und hunderter ihrer Schergen arg plagen, ist Grund für Euch, diesem üblen Treiben ein Ende zu bereiten. Es gilt, die Dämonensteine zu finden und die Unholde wieder in diese einzusperren, damit die Welt wieder Ruhe hat. Zugegeben, die Geschichte von der Rettung der Welt mittels einer Gruppe Helden ist nicht gerade eine Ausgeburt der Kreativität, aber schließlich geht es ja in einem Rollenspiel immer noch darum die Rolle eines Helden einzunehmen, der ja nun mal per Definition Heldentaten vollbringt. Was an der Geschichte von "Demon Stone" gut funktioniert, ist das sich perfekt ergänzende Wechselspiel aus (zahlreichen) Video-Zwischensequenzen und Spielabschnitten. Durch den stetigen Wechsel fühlt man sich wie in einem Film, in den man eingreifen kann. Dass dies eine hohe atmosphärische Dichte bewirkt, ist logisch und gleichzeitig sehr motivierend.

Am Boden liegend den Rest geben...Am Boden liegend den Rest geben...

Das Spiel - Features und Charaktere

Einen weiteren besonderen Reiz macht die spielerische Umsetzung dieser Idee aus: Die dreiköpfige Heldengruppe, die man steuert und aus einem Kämpfer, einem Magier und einer Schurkin besteht, ergänzen sich gut. Und während man in anderen Spielen üblicherweise alle verfügbaren Charaktere steuert, kann man in "Demon Stone" immer gerade den jeweiligen Fachmann mit seinen Sonderfähigkeiten anwählen. Die beiden anderen Charaktere werden dann jeweils von der KI gesteuert. Wenn es also ums Grobe geht, schlüpft man bevorzugter Weise in die Haut der Kriegers Rannek, ist Magie oder Fernkampf von Nöten, wirft man als Magier Illias Feuerbälle und ist Akrobatik von Nöten, ist die Schurkin Zhai die richtige Wahl. Jeder der Charaktere erlernt während der 10 Levels neue Fähigkeiten und erwirbt neue Ausrüstungsgegenstände, die hübsch anzusehen sind. Dabei werden die Kombo-Attacken, die die Charaktere lernen mit Fortschritt des Spiels immer ausgefallener und dadurch auch immer netter anzusehen. Hier kommt dann auch deutlich durch, dass "Demon Stone" eher ein "Prügel-Action-Spiel" mit Rollenspielelementen und -Umgebung ist, als eine "wirklich ernstzunehmendes" Rollenspiel.

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