Test

Earth 2150: Lost Souls

Obwohl "Earth 2150" schon satte zwei Jahre alt ist, gehört es immer noch zu den besten Echtzeit Strategiespielen die es gibt. Selbst die Grafik kann noch manchem aktuellen Titel das Wasser reichen. Nun wird die Geschichte des Spiels in dem selbstlaufenden Add-on "Earth 2150: Lost Souls" fortgesetzt. Natürlich haben wir das Spiel getestet, um euch sagen zu können, ob es eine würdige Fortsetzung des Hauptprogramms geworden ist. Von Gerd Schüle

1. Feb 2002

Die zweite Chance

Eine gut befestigte Basis

"Earth 2150: Lost Souls" setzt die Story von Earth 2150 fort und knüpft deshalb direkt an das Hauptprogramm an. Dort wird die Geschichte des Untergangs der Erde erzählt. Eine Sonne stürtzt auf den Planeten zu und wird ihn vernichten. Die drei Fraktionen des Spiels kämpfen um den knappen und begehrten Platz in den Rettungsraumschiffen. Im Abspann von "Earth 2150" sieht man dann, wie diese Raumschiffe abheben und viele Menschen aller drei Kriegsparteien zurücklassen. Diese wollen sich aber nicht ihrem Schicksal beugen, sondern sie suchen nach einem Weg, um dem Tod zu entrinnen. Tatsächlich eröffnet sich für einen Teil der Menschen eine zweite Chance, aber eben nicht für alle. Deshalb geht der unerbittliche Kampf um die begehrten Rettungsplätze weiter. Allerdings enthält das umfangreiche Add-on, das man auch ohne das Hauptprogramm spielen kann, keine neuen Spielelemente. Trotzdem bietet "Lost Souls" einige Extras, die in anderen Strategiespielen nicht zu finden sind.

Sehenswerte Explosionen

Da wären z. B. die Möglichkeiten der automatischen Versorgung der eigenen Truppen mit Nachschub, die Erforschung von neuen Einheiten und der Tunnelbau, der es ermöglicht, dem Feind unbemerkt in den Rücken zu fallen. Die meisten Missionen fangen mit dem Errichten einer Basis und dem Aufbau einer Armee an. Die 50 neuen und sehr abwechslungsreichen Missionen der drei Kampagnen bestehen aus Suchaufträgen, Kampfmissionen und Aufklärungseinsätzen. Allerdings gibt es keinerlei neue Einheiten und auch spielerisch wird im Vergleich zu "Earth 2150" und "Moon Project" nichts wirklich Neues geboten. Grafisch kann "Lost Souls" immer noch überzeugen, obwohl sich auch hier seit dem "Moon Project" nicht viel verändert hat. Trotzdem sieht das Spiel immer noch recht ordentlich aus. Auch der Sound und die Steuerung treten in die Fußstapfen seiner Vorgänger und können überzeugen. Vor allem die verschiedenen Akzente der Fraktionen und der Soundtrack kommen gut an und schaffen Atmosphäre.

Fazit

von Gerd Schüle

"Earth 2150: Lost Souls" ist eine gelungene Fortsetzung der Serie, in der die Stärken des Hauptprogramms wieder voll zum Tragen kommen. Auch in technischer Hinsicht kann man mit dem Programm mehr als zufrieden sein. Der Schwachpunkt des Spieles ist die einfache Tatsache, dass es nichts Neues bietet und eigentlich nur eine spielerische Verlängerung des Hauptprogramms ist. Allerdings ist das bei einem Add-on meistens der Fall, aber ein paar neue Einheiten und Ideen kann man trotzdem erwarten, hier leider vergeblich. Fans der Serie und alle, die das Spielprinzip der Serie schon immer mal kennenlernen wollten, sollten sich das Spiel auf jeden Fall zulegen. Anfänger rate ich eher ab, da der Schwierigkeitsgrad des Spiels recht happig ist.

spieletipps meint:
79

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