Test Stolen

von Daniel Frick (27. April 2005)

Meisterdiebe sind und waren schon immer Gegenstand geradezu mystischer Verehrung, weil sie mit ihrer Schlitzohrigkeit Sympathie und romantisch-abenteuerliche Gefühle wecken. Vom berühmtesten Vertreter ihrer Zunft, Robin Hood, über zahllose Langfinger in Hollywoodfilmen und Computerspiele bis zu cleveren Dieben in den Abendnachrichten, Meisterdiebe sind populär. Nach Garrett in der "Thief-Reihe" schickt uns nun "blue52 Games" als die hübsche Russin Anya Romanov in ein hypermodernes Schleich-Abenteuer. Wir haben uns mit dunklen Kleidern getarnt mitten ins ein diebisches Abenteuer gestürzt!

Auf leisen Sohlen hinterherAuf leisen Sohlen hinterher

Eine diebische Elster...

In der fiktiven Metropole "Forge City" ist alles wie eh und je: Korrupte Politiker regieren und halten ihre Versprechen nicht, die sie vor ihren Wahlen vollmundig abgelegt haben. Deshalb ist die Kriminalität so hoch wie noch nie. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat die hübsche Russin Anya Romanov. Die Meisterdiebin hat Interesse an allem was wertvoll ist und schon oft war sie in der Vergangenheit mit Kühnheit und der richtigen Ausrüstung erfolgreich auf Beutezug und mit ihrem schnellen Motorrad über alle Berge, bevor die Polizei wusste, was geschah. Aktuell hat der Bürgermeister im Wettrennen um seine Wiederwahl eine japanische Antiquitätensammlung in die Stadt geholt. Anyas Ziel: Der gigantische Rubin in einer uralten Samurai-Statue. Und so beginnt Anya über den Dächern von Forge City ihr Abenteuer. Dass sich dabei im Hintergrund eine gefährliche Verschwörung zusammenbraut, kann sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen. Doch schon bald wird auch sie deren Auswirkungen am eigenen Leib erfahren.

Hacken ist oft das A und OHacken ist oft das A und O

Die Mutter aller Schleich-Spiele!

Man sollte denken, eine Diebin nimmt es mit der Moral nicht so genau. Doch im Spiel überrascht uns die hübsche Russin: Zwar ist sie eine Meisterin der asiatischen Kampfkünste, doch genau diese verbieten es ihr, jemanden zu töten. In der Praxis hat diese Eigenschaft eine hohe Bedeutung, gibt sie dem Spiel doch letztlich den eigentümlichen Charakter in Abgrenzung zu anderen Stealth-Titeln: Hier ist Schleichen ABSOLUT oberstes Gebot. Konfrontationen, die sich in vergleichbaren Spielen bei aufgeflogener Tarnung dann letztlich doch mit der Knarre lösen lassen, gilt es in Stolen absolut aus dem Weg zu gehen. So gesehen macht der Titel dem Namen "Schleich-Action" mehr Ehre als allen andere Konkurrenten zusammen. Auch wenn ein Gegner bewusstlos geschlagen werden kann, so gibt das einem nur eine Minimale Verschnaufpause. Zu dem Preis, dass der Erwachende Wächter dann um Hilfe ruft. Und dann ist die Kacke richtig am Dampfen, denn die Chance, dann noch unentdeckt zu bleiben, ist dann praktisch bei Null. Denn die KI der Gegner ist nicht von Pappe und steigt im Laufe des Spiels noch an. Logisch, dass Donut-Kauende Museumswächter eine andere Herausforderung sind als Spezialeinheiten, mit denen es Anya später zu tun bekommt.

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