Test Athens 2004

von Gerd Schüle (21. August 2004)

Eigentlich bekommt jedes größere Ereignis heutzutage sein eigenes Videospiel. So auch die Olympiade. Doch bisherige Spielumsetzungen waren leider doch immer ziemlich enttäuschend. Nun hat Sony mit "Athens 2004" ein neues Spiel zu den diesjährigen Olympischen Spielen in Athen herausgebracht. Wir haben für euch getestet ob dieses Spiel dem großen sportlichen Ereignis endlich würdig ist.

Volle Konzentration am StartVolle Konzentration am Start

Um die ganze Welt

Das Olympische Feuer hat seine Reise um die ganze Welt, über alle fünf Kontinente, bereits beendet. Tausende Fackelläufer haben ihren Dienst getan. Das Feuer befindet sich wieder in Athen, dem diesjährigen Austragungsort der Olympischen Spiele. Dort wurden unter Zeitdruck, gerade noch rechtzeitig, die vielen Stadien, für die unterschiedlichen Disziplinen, fertig gebaut. Auch für die Sicherheit der Spiele wurden Millionen ausgegeben. Die Militärpolizei führte unzählige Übungen aus, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Selbst die Nato wird bei der Absicherung der Spiele helfen. Alle Athleten trainieren seit Jahren um bei diesem Großereignis in Topform zu sein und Bestleistungen erbringen zu können. Ganz Griechenland fiebert mit den Athleten. Mit all diesen Problemen hatte Eurocom, die von Sony beauftragt wurden, ein Spiel zu den diesjährigen Olympischen Spielen zu entwickeln, nicht zu kämpfen. Rechtzeitig bevor das Feuer in Athen entzündet wurde und die Wettkämpfe in den vielen Disziplinen beginnen, stellte Eurocom "Athens 2004" fertig und brachte es auf den Markt.

Beim Hochsprung kommt es auf das richtige Timing anBeim Hochsprung kommt es auf das richtige Timing an

Umfangreich

Endlich brauchen wir uns nicht mehr darüber aufzuregen, dass das Spiel viel zu wenige Disziplinen mitbringt. Denn "Athens 2004" enthält im Gegensatz zu den verpatzten Vorgängern ganze 25 Disziplinen. Diese sind in acht Bereiche unterteilt: Laufdisziplinen, Wurf, Sprung, Schwimmen, Turnen, Reiten, Gewichtheben, Bogenschießen und Schießen. Dabei wurde die jeweilige Steuerung wunderbar umgesetzt. Braucht der Athlet viel Kraft, ist wildes Tastenhämmern Pflicht. In anderen Disziplinen ist vor allem Geschicklichkeit und das richtige Timing gefragt. Bei schnellen Sprints über 100m, 200m, 400m oder 110m Hürden, in denen vor allem Kraft eine wichtige Rolle spielt, musst du abwechselnd deine Kreuz- und Kreistaste malträtieren. In allen vier Schwimmdisziplinen Brust, Rücken, Freistil und Schmetterling gilt genau das selbe Prinzip, nur dass du ab und an mit der L1 Taste Luft holen solltest. Ganz anders läuft das beispielsweise beim Bodenturnen der Frauen ab. Am Rand des Bildschirms laufen Pfeile hoch, die du im richtigen Moment mit deinem Steuerkreuz drücken musst damit das Mädchen eine ordentliche Kür hinlegt. Dies erfordert vor allem Rhythmusgefühl und das richtige Timing, eben der Disziplin entsprechend.

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