Test

187 Ride or Die

Suchst du Rennen mit Niveau? Suchst du Rennen ohne Gewalt? Dann bist du hier garantiert falsch! Straßenrennen werden immer beliebter. Das merken nicht nur Leute, die eine Wohnung an einer der Hauptverkehrsstraßen haben, sondern auch PS2-Zocker. Der neueste Titel der diese Entwicklung verdeutlicht nennt sich "187 - Ride or Die" und kommt aus den Entwicklerstudios von Ubisoft. Was das Spiel taugt, lest ihr in unserem Test. Von Clemens Eisenberger

15. Sep 2005

Einmal voll tanken bitte

An diese Ansicht werden sich eure Gegner füher oder später gewöhnt haben...

Als Obergangster hat man es nicht leicht. Immer wollen einem gegnerische Banden das Lebenslicht auslöschen; man lebt gefährlich. Deswegen hat sich Dupree (verkörpert von Guerilla Black) auch einen Mann für das Grobe gesucht; euch. Ihr sollt für ihn die Schergen des Gegners Cortez in insgesamt 60 Missionen windelweich fahren und müsst dazu einige verschiedene Rennkategorien meistern. Geht es in einigen Missionen um ganz normale Rennen, müsst ihr in einer weiteren Kategorie so viele Gegner wie möglich töten oder vor der Polizei flüchten, Leute beschützen oder ein Todes-Rennen meistern. Die Anzahl der verschiedenen Missionen und Autos ist sehr groß; langweilig wird euch nicht so schnell. In eurer Karre sitzen immer 2 Leute: Eine Fahrerin und ein Mann fürs Grobe an der Wumme. Ihr müsst dabei gleichzeitig beide steuern und nach kurzer Eingewöhnungszeit funktioniert das auch sehr gut. Das einzig Negative an der Präsentation ist der sehr umständlich gehaltene Missions-Auswahlbildschirm, wo die aktuelle Mission glücklicherweise gleich aufscheint, sonst würde man diese vermutlich nicht finden.

Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte

Gleichzeitig fahren und ballern funktioniert nicht immer - diese beiden Rivalen setzen Prioritäten.

Die Grafische Präsentation von "187" ist sehr gut gelungen. Die Kanten und Objekte werden recht scharf dargestellt und die Texturen sind von matschig auch sehr weit entfernt. Schwere Grafikfehler wie Flimmern fallen beim Spielen nicht auf, wobei die Darstellung im 50 Hertz-Modus um einiges langsamer und auch grafisch schlechter wird. Zwischen einigen Missionen sieht man kleine Renderfilmchen, die ebenfalls sehr gut aussehen. Für einen Budget-Titel hätte ich keine so gute Grafik erwartet. Auch der Sound kann überzeugen. Die Motoren- und Waffen-Geräusche klingen zwar recht seltsam, dafür kommt die Musik sehr klar an unsere Ohren und die Sprachausgabe ist auch deutlich. Allerdings wäre vermutlich jeder ohne die deutsche Übersetzung aufgeschmissen, da euch eure Missions-Intros in tiefstem Ghetto-Slang präsentiert werden, der stellenweise schon gar nicht mehr englisch klingt... Auch die Animationen wirken cool, die Slow-Motion-Ansichten nach Auto-crahes sind sehr stylisch umgesetzt, und Attacken auf die Autos wirken sich auch merklich auf deren Aussehen aus, das Schadensmodell weiß also ebenfalls zu gefallen. Unrealistisch ist nur, dass sich die verschiedenen Crashes nicht auf die Funktionalität des Autos auswirken.

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