Test Hellgate London - Seite 4

Dem schicken Inventar fehlt eine Sortieren-FunktionDem schicken Inventar fehlt eine Sortieren-Funktion

Design, Grafik und Sound

Das Szenario eines von Dämonen verwüsteten London, in dem Templer und andere Fraktionen gegen die Höllenbrut kämpfen, hat viel Potential. Doch das ruft Flagship leider zu keiner Zeit umfassend ab. Abgesehen von den U-Bahnstationen werden die dazwischenliegenden Levels bei jedem Betreten neu per Zufall generiert. Zu Beginn begeistert noch ein verwüsteter Times Square, doch schon recht bald mangelt es von wenigen Ausnahmen abgesehen an Abwechslung im Leveldesign. Graue, immer ähnlich aufgebaute Levels zehren an der Motivation. Die Grafikeffekte sowie die detailliert entworfenen Rüstungen und Waffen machen Lust auf mehr, die schwachen Gesichtstexturen trüben diese jedoch wieder ein. Zudem hatte unser Testsystem trotz Highendkomponenten jenseits der Hardwareanforderungen des Herstellers häufig deutlich störende Performanceprobleme. Man kann zwar nicht sagen, dass die Grafik von "Hellgate: London" schlecht ist, aber wenn im Vergleich die aktuelle Crysis-Demo ohne Einbußen läuft, dann stimmt hier leider eindeutig etwas beim Verhältnis Input-Output nicht. Musik und Sound sind größtenteils gelungen und geben wenig Grund zur Kritik. Warum die Programmierer den Questgebern allerdings keine komplette Sprachausgabe gegönnt haben, ist unverständlich und kostet unnötig weitere Atmosphäre-Punkte.

Die Questdialoge sind leider unvertontDie Questdialoge sind leider unvertont

Multiplayer

"Hellgate: London" wurde von Anfang an als Multiplayertitel konzeptioniert und angekündigt. Die Kombination aus einem kostenfreien und einem kostenpflichtigen Online-Vergnügen hatte schon weit vor Veröffentlichung die Gemüter in einschlägigen Foren erhitzt. Ohne zu bezahlen kann man die Singleplayerkampagne im Kooperationsmodus (PvE)online spielen, LAN wird nicht unterstützt. PvP-Duelle und Ranglisten sind nur für Abonnenten zum Preis von 9,99 € möglich. Zusätzliche Optionen sind außerdem u.a. deutlich mehr Charakterslots, zusätzlich Schwierigkeitsgrade oder ein größeres Zwischenlager in den Bahnhöfen. Zudem steht ihnen allein die Möglichkeit offen, Gilden zu gründen und an speziellen Events teilzunehmen. Für die Zukunft sind regelmäßige Erweiterungen bis hin zu exklusiven, zusätzlichen Charakterklassen für zahlende Abonnenten geplant. Über die Tatsache hinaus, dass das Mehrspielerspiel viel Potential hat (unter anderem sind die Aufgaben im Koop-Spiel klassenabhängig) und wenige Tage nach Release auch rund lief, wurde er von uns jedoch nicht ausgiebig geprüft.

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MichaMB
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