Test Fight Club

von Gerd Schüle (24. Dezember 2004)

Ohne Zweifel ist David Finchers Meisterwerk "Fight Club" zu einem der größten Kultfilme der letzten Jahren geworden. Nun erscheint fünf Jahre danach ein Spiel zu diesem Film. Ob das Prügelspiel "Fight Club" der großen Filmvorlage gerecht wird, erfahrt ihr in unserem Test

Fight Club Kämpfer kennen keine GnadeFight Club Kämpfer kennen keine Gnade

Regelbruch

"Die erste Regel des Fight Club lautet: Verliere kein Wort über den Fight Club." Selbstverständlich haben wir diese Regel für euch gebrochen, denn schließlich wollen wir euch einen guten Test zu diesem Prügelspiel abliefern. Auch wenn ich persönlich nicht ganz so zurecht komme mit David Finchers Film, eines kann ich ihm nicht absprechen, es ist wirklich ein kleines Meisterwerk. Das Besondere daran ist die Art und Weise wie Fincher das surreale, stets etwas dreckig wirkende Setting entfaltet. Außerdem versteht er es auf meisterhafte Weise fast glaubhaft darzustellen wie Menschen von ihrem tristen Dasein angewiderte sind, sich in miefigen Kellern treffen, um sich dort der Freude hinzugeben sich gegenseitig die Gesichter und Knochen einzuschlagen. Eigentlich lebt der ganze Film von diesen zwei perfekt inszenierten Punkten. Und eines kann man dem Spiel "Fight Club" auf jeden Fall bescheinigen, es fängt zu mindestens diese zwei Punkte gekonnt ein, und versucht so, den Flair des Filmes einzufangen. Wenigstens im Bezug auf die Ausstrahlung und Atmosphäre ist das dem Spiel auch gelungen.

Ein scheinbar ungleicher KampfEin scheinbar ungleicher Kampf

Lebensmüde

Auch wenn sich der Storymodus des Spiels an den Grundgedanken des Films hält, ist die Inszenierung und der Ablauf der Geschichte nicht gerade allzu spannend. Du schlüpfst in die Rolle eines lebensmüden Mannes der gerade im Begriff war Selbstmord zu begehen. Zuerst bestimmst du welchen Kampfstil er beherrscht. Die Auswahl ist dabei nicht allzu groß. Entweder er ist ein Ringer, Schläger oder er beherrscht die asiatische Kampfkunst. Sobald du deine Wahl getroffen hast begibst du dich auf die Suche nach dem Fight Club und nach Tyler Durden. Der soll irgend etwas erfunden haben, das dir neuen Lebensmut und neue Lebenskraft spenden kann. Aber jeden den du nach Tyler Durden fragst, fordert dich erst einmal zum Kampf heraus. Innerhalb dieses Storymodus begegnest du vielen Charakteren aus dem Film. Allerdings ist die Inszenierung mehr als bescheiden. Die sogenannten Zwischensequenzen bestehen lediglich aus aneinandergereihten Standbildern. Dabei entsteht weder die Atmosphäre des Films noch ist das Ganze sonderlich spannend. Es ist eigentlich nicht mehr als eine lieblose Verknüpfung der verschiedenen Kämpfe, die du alle gewinnen musst, um weiterzukommen.

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