Test Altered Beast

von Clemens Eisenberger (26. März 2005)

Im Moment ist Sega dabei, die wichtigsten ihrer alten Videospielhelden wiederzubeleben und auf die PS2 zu bringen. Auch die Story von "Altered Beast" ist nicht neu, doch ob diesmal die Konvertierung überzeugen kann, lest ihr in unserem Test.

Umringt von zig Monstern, die alle gleich hässlich aussehen - das sind 90% des Spieles.Umringt von zig Monstern, die alle gleich hässlich aussehen - das sind 90% des Spieles.

Ich sagte doch, ich habe einen Yeti gesehen!

Ihr fliegt mit einem Militärflugzeug über ein gebirgiges Gelände, bis es passiert. Eure gefährliche Fracht bricht aus und bringt das Flugzeug zum Absturz. Klar, so einen Crash auf 10.000 Metern überlebt ihr ohne auch nur einen Kratzer abbekommen zu haben, und schon in der Landezone findet ihr euer erstes "Beast". Hier findet ihr auch gleich den kompletten Inhalt des Spieles heraus: Ihr verhaut Monster, und dabei spritzt viel Blut. Wenn ihr euch in eines der Monster verwandelt (es gibt z.B. noch einen Bären, einen Yeti, etc.) seht ihr jeweils eine weitere, sehr blutige, Verwandlungsszene, die sich aber nach ein paar Verwandlungen wiederholen und somit schnell langweilig werden. Rätsel, oder sonstige anspruchsvolle Aufgaben gibt es so gut wie überhaupt nicht, ihr verbringt das ganze Spiel nur mit blutigen Kämpfen und blutigen Verwandlungsszenen. Dass dieser Spielablauf für ganze 5 Minuten motivierend sein kann ist da schon beinahe ein Wunder. Der größte Teil der (relativ kurzen) Spielzeit besteht aus purer Langeweile.

ZurZur

Wie siehst du denn aus?

Die Grafik von "Altered Beast" ist trist, eintönig und auf dem Stand von 1998 - sprich: Hässlich. Die Monster sind lieblos designt, pro Level begegnen euch zu wenig verschiedene Monsterarten, sodass auch hier die Tristesse Überhand nimmt. Lediglich in den Zwischensequenzen könnte man auf das Jahr 2002 tippen. Der Sound ist enttäuschend. Während des Kämpfens hört man ständig die selben Samples und Geräusche, die Hintergrundmusik ist nicht gerade das, was ich als "angenehm" bezeichnen würde. Lediglich die englischen Sprecher haben den Hauch von Qualität, sonst rettet aber auch diese Kategorie nichts mehr. Euer Held bewegt sich sehr steif, selbst die "dynamischen" Moves eurer Monster sehen nur peinlich aus. Der nächste Totalausfall ist die Steuerung. Euer Held reagiert viel zu langsam auf die eingegebenen Kommandos, wenn ihr den Analogstick loslasst läuft er meist noch ein paar Schritte. Bei den Monstern ist das noch schlimmer, wenn ihr euch schnell umdrehen wollt, um einem Gegner eure Krallen in den Rachen zu schieben, dann kann ich jetzt schon sagen: Vergesst es! Das funktionier nie. Ihr steht dann meist einen Meter neben dem Gegner und bekommt selbst eine in den Rücken - toll.

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