Test Patrizier II

von Gerd Schüle (28. Dezember 2000)

In der neuen Wirtschaftssimulation "Patrizier II" von Ascaron wird man als Spieler in die Zeit des Mittelalters versetzt. Im Kampf gegen die listigen Konkurrenten und verschlagenen Piraten geht es darum, ein reicher und angesehener Mann zu werden. Wer wie wir wissen will, wie gut und spaßig diese frisch aufgelegte Handelssimulation um Geld und Macht geworden ist, der sollte unseren Test lesen.

So sieht eine Stadt in Patrizier II ausSo sieht eine Stadt in Patrizier II aus

Ich wär´ so gerne Millionär - Das Spiel

Der Untertitel von "Patrizier II" - "Geld und Macht" - beschreibt sehr zutreffend das Ziel des Spieles. Der Spieler fängt ganz klein als unerfahrener Krämer an und soll zum Patrizier aufsteigen. Nur wer es schafft, reich zu werden und gleichzeitig das Vertrauen und Ansehen der Bürger seiner virtuellen Heimatstadt zu erobern, hat eine Chance, das erstrebenswerte Ziel dieser komplexen Wirtschaftssimulation zu erreichen. Egal, ob man die Kampagne mit fünf umfangreichen Missionen oder das Endlosspiel wählt, der Weg nach oben ist steinig und hart, wie im echten Leben. Als gut situierter Mittelstandsbürger fängt man recht bescheiden an, mit einer relativ geringen Summe Bares, einem Kontor in seiner Heimatstadt und einer Kogge, dem kleinsten Schiff, das im Spiel zur Verfügung steht. Um dann möglichst rasch viel Geld verdienen zu können, beginnt man einen ausgedehnten Handel.

Die HandelstabelleDie Handelstabelle

Ohne Moos nix los - wie man Geld verdient

Dazu ist man dann ständig auf der Suche nach günstigen Einkaufsmöglichkeiten, um dann die erhandelte Ware mit seinem Schiff dorthin zu transportieren, wo man sie möglichst teuer an den Mann bringen kann. Da das ganze Spiel aber in Echtzeit berechnet wird, schwanken die Preise ständig, dank einer sehr guten Berücksichtigung von Angebot und Nachfrage. Zusätzlich wird das Ganze noch erschwert durch die vorhandene Konkurrenz und gelegentlichen Piratenüberfällen. Wer will, kann die dadurch entstehenden Seeschlachten selbst steuern. Deshalb kann man sich nicht darauf verlassen, dass man nur eine günstige Handelsroute aufspüren braucht, die man dann nur noch abklappern muss. Wer sich nicht nur auf den Handel beschränken will, der kann sich auch eigene Produktionsstätten aufbauen, vorausgesetzt natürlich, man hat das dazu nötige Kleingeld erwirtschaftet. Um so weiter man es gebracht hat, desto mehr Möglichkeiten hat man, sich aktiv am Aufbau seiner gewählten Heimatstadt zu beteiligen.

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