Test Madden NFL 06

von Frank Hinken (01. Oktober 2005)

Alle Jahre wieder wird die Palette der Sportspiele von Electronic Arts auf den neuesten Stand gebracht. Da darf Madden NFL natürlich nicht fehlen. Und selten wurden so tiefgreifende Änderungen an einem Spiel vorgenommen wie in diesem Jahr. Ob sich diese Änderungen in der Praxis bewähren lest ihr in unserem Review.

Der Quarterback beim Wurf eines PassesDer Quarterback beim Wurf eines Passes

Der Quarterback sieht alles?

Die größte Veränderung am ganzen Spiel ist auch gleichzeitig zum größten Manko des Spiels geworden. Die Rede ist von der sogenannten "Quarterback Vision Control". Eine Funktion, die es dem Spieler ermöglicht, das Sichtfeld des Quarterbacks zu lenken. Je nach Ausbildung und Fähigkeit des Spielers ist dieser Sichtkegel verschieden groß. Je besser die Ausbildung, desto größer ist das Sichtfeld und damit auch die Möglichkeit, Variationen im laufenden Spielzug vorzunehmen. Was im ersten Augenblick positiv klingt, ist in der Praxis eine totale Katastrophe. Die Steuerung des Blickes ist mit der Tastatur kaum möglich, da es zu lange dauert, die vielen verschiedenen Tasten zu finden und zu bedienen. Auch die Steuerung mit einem Gamepad entpuppt sich als ziemlich unpräzise und zeitraubende Angelegenheit. Also bleibt einem nicht viel mehr übrig, als den vorgesehenen Spielzug auszuführen. Die Abänderung eines laufenden Spielzuges ist leider nur etwas für absolute Freaks.

Die 99 wird gleich umgerissenDie 99 wird gleich umgerissen

Auf zum Angriff!

Die allgemeinen, ungeschriebenen Gesetze, um ein Spiel erfolgreich zu beenden, sind bei Madden NFL 2006 völlig ungültig. Die Offense Line des Spiels kommt mit den Standardspielzügen der gegnerischen Abwehrreihen ganz gut klar. Die Zeit reicht allerdings nur dafür aus, den planmäßigen Spielzug zu beenden, das heißt, den im Spielbuch orange-farbenen Passempfänger anzuspielen. Wer zwischen den Receivern variieren will, muss sehr viel üben. Dies geht am besten in den Minicamps, wo verschiedene Spielsituationen in Trainingscamps beliebig oft wiederholt werden können. Laufspiele sind zwar schwieriger zu etablieren, allerdings sind die Erfolgschancen dafür ungleich höher. Die Raumgewinne bei Passspielen sind zwar wesentlich größer, allerdings auch erheblich riskanter. Die Wahrscheinlichkeit einer Interception, also das Abfangen des Passes vom gegnerischen Spieler, ist bei diesem Spiel unglaublich hoch. Beim reellen American Football sieht es da ein wenig anders aus. Interceptions gibt es dort wesentlich weniger.

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