Test Grabbed by the Ghoulies

von Florian Funk (21. Januar 2004)

Lange war es still um die britische Meisterschmiede Rare geworden, die mit so brillianten Titeln wie "Donkey Kong", "Perfect Dark" oder "Banjo Kazooie" in der Vergangenheit für Aufsehen sorgten. Nach einem letzten Gastspiel auf dem Gamecube mit "Starfox" präsentieren die Rare Leute nun ihr erstes Xbox Spiel. Mal sehen, was sie daraus gemacht haben.

Cooper haut zuCooper haut zu

Der Einstieg

Bereits die Menüs des Titelbilds lassen es erahnen. "Grabbed by the Ghoulies" ist kein Spiel wie jedes andere. Statt statische Menüs lieblos mit den Features zu belegen wandelten die Rare Jungs das Menü (wie auch den größten Teil des Spiels) in eine Art Buch um. So wird bei der Auswahl des Namens und des Spielstandes beispielsweise weitergeblättert. Auch die Erzählung der Story setzt auf dieses System. So fliegt die Kamera von der einen Szene zur nächsten, wie in einem Comic der vor einem liegt. Die Texte werden allerdings auf extra Seiten eingeblendet, wie in einem Stummfilm. Aber kommen wir zur Story. Durch einen aufziehenden Sturm verlaufen sich Cooper und seine Freundin Amber zu einem alten Anwesen namens Ghoulheaven. Der Hausbesitzer ist über diesen Besuch aber gar nicht so erfreut und verzaubert und entführt Amber. Eure Aufgabe ist es logischerweise, sie zu befreien und zu entzaubern.

FlaschenwerfenFlaschenwerfen

Grafik und Sound

Grafisch ist "Grabbed by the Ghoulies" ein echt großer Wurf. Die schon erwähnte Präsentation in Buchform wurde durch witzige Mimik und detailierte Texturen sehr schön in Szene gesetzt. Und auch die Animationen stehen dem in nichts nach. Butterweiche Bewegungen von Freund und Feind sorgen für Schmunzeln und für ein sehr angenehmes Klima. Generell sind alle Locations sehr spukig gehalten, wie es auch zu dem verwunschenen Anwesen passt. Die Musik steht dem in nichts nach. Wer schon einmal "Banjo Kazooie" auf dem Nintendo64 gespielt hat und sich an das Mad Monster Mansion Level erinnert, kann sich vom Soundtrack und von der Präsentation ein ungefähres Bild machen. Auch sehr lobenswert sind die Schattenwürfe und Spiegelungen. Nicht zu vergessen die etlichen Utensilien in den Räumlichkeiten, die fast alle zerstörbar sind. Der Ausdruck 'Kleinholz machen' konnte nie passender sein! Schade nur, dass Rare wieder einmal auf Sprachausgabe verzichtet haben, jedoch ist dieser Umstand angesichts der witzigen Atmosphäre auch nicht wirklich tragisch.

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