Test Battle Isle: Der Andosia Konflikt

von Gerd Schüle (30. Januar 2001)

Die "Battle Isle"-Serie, die unter Strategiefans einen hervorragenden Ruf innehat, geht mit dem neuen Spiel "Battle Isle: Der Andosia Konflikt" in die fünfte Runde. Mit einer einzigartigen Mischung aus Runden- und Echtzeitstrategie will Blue Byte ein ganz neues Spielkonzept entwerfen, das sie selbst Konfliktsimulation nennen. Unser Test soll zeigen ob ihnen das gelungen ist.

Einheiten in der NahansichtEinheiten in der Nahansicht

Unliebsames Wiedersehen - Die Story

Vorweg zuerst einmal eine wichtig Information. Der gesamte Test wurde mit einer gepatchten Version durchgeführt, da selbst die Verkaufsversion zu regelmäßigen Abstürzen führte. Nachdem ich den Patch mit der Versionsnummer 1.54 aufgespielt hatte, tauchten danach keinerlei Probleme mehr auf. Inzwischen gibt es sogar noch zwei neuere Patches, und es ist auf jeden Fall ratsam, diese sofort zu installieren. Obwohl der 1997 erschienene Titel "Incubation: Battle Isle Phase 4" eine Sonderstellung in der Serie einnimmt, knüpft die Story von "Der Andosia Konflikt" direkt an das Spiel an. Es sind inzwischen rund 30 Jahre vergangen, seit der Held aus "Incubation", Sergeant Bratt, zusammen mit seiner Geliebten, dem Captain Rachel Rutherford, den Planeten Scayora von den Aliens gerettet hat. Plötzlich tauchen wie aus dem Nichts die verrückten Anhänger der Sekte "Kinder von Haris" auf, um die Welt von Chromos für sich zu erobern, indem sie die in ihren Augen korrupte Regierung beseitigen.

In der Mitte sieht man einen EnergiemastenIn der Mitte sieht man einen Energiemasten

Grund genug für den inzwischen zum General aufgestiegenen Bratt diesen religiösen Spinnern auf dem Schlachtfeld Einhalt zu gebieten. Allerdings ist die Überraschung groß, als er entdeckt, dass die Anführerin der Sekte die Mutter seiner Kinder ist, seine ehemalige Geliebte Rachel Rutherford, die sich mit der Andosia-Droge ewige Jugend und ein gottähnliches Charisma erkauft hat. Als Spieler übernimmt man, entweder die Rolle von General Bratt, um auf Seiten der Regierung die Inseln von Chromos von der schrecklichen Plage der Sekte zu befreien. Oder man schlüpft in die Fußstapfen der Sektenanführerin Rachel Rutherford, um die korrupte Regierung der Welt von Chromos zu beseitigen und das Volk von ihrer Knechtschaft zu befreien. Die sehr interessante Story wird anhand von Zwischensequenzen im Comicformat weitererzählt.

Eine BasisEine Basis

Taktischer Tiefgang - Das Spielprinzip

Mit "Battle Isle: Der Andosia Konflikt" verabschiedet sich die Reihe entgültig von der einst trist aussehende Hexfeldschieberei. Das bewährte, aber inzwischen leicht angestaubte Spielprinzip der Rundenstrategie wurde mit in Echtzeit ablaufenden Aufbauelementen aufgepeppt. Während auf der einen Insel Gefechte in altgewohnter Rundenweise ablaufen, baut man auf seiner Basisinsel sein Hauptquartier kontinuierlich aus. Dazu wurde der Spielablauf in zwei Phasen aufgeteilt. In der einen Phase befindet man sich an der Front, um den Gegner zu bekämpfen. Dazu muss man zuerst einmal die Gegend erkunden, um den Feind ausfindig zu machen. Hat man ihn dann aufgespürt, muss man ihn nur noch besiegen. Dazu stehen einem eine ansehnliche Anzahl von Einheiten zur Verfügung, mit denen man den Feind attackiert. Für jede Aktion braucht man eine gewisse Anzahl von Aktionspunkten, die pro Runde und Einheit nur begrenzt vorhanden sind. Deshalb sollte man sich ganz genau überlegen, was getan werden muss.

Ein ProduktionsgebäudeEin Produktionsgebäude

Werden z. B. alle Punkte dazu verbraten, um sich vorwärts zu bewegen, kann man natürlich nicht mehr schießen, wenn man auf eine feindliche Einheit trifft. Transparente Kreise stehen einem dabei hilfreich zur Seite. Sie zeigen an, wie weit man eine Einheit maximal bewegen kann und verschiedene Schattierungen machen deutlich wo man wie oft noch schießen kann. Der Nachschub muss ebenfalls rundenweise von der Basisinsel zum Einsatzort transportiert werden. Eine unbarmherzig laufende Uhr zeigt einem an, dass man pro Runde nur höchstens 8 Minuten Zeit hat, um seine Aktionen durchzuführen. Danach ist der Gegner am Zug. Währendessen widmet man sich auf der Wirtschaftsinsel dem Aufbau seiner Basis. Dabei sollte man wegen begrenzt vorhandener Ressourcen ganz gezielt sein Hauptquartier aufbauen und die Forschung vorantreiben. All dies verleiht dem Spiel einen ungeheuren taktischen Tiefgang mit vielen verschiedenen Möglichkeiten, sein Ziel zu erreichen.

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