Test True Crime 2 - New York City

von Daniel Frick (12. Mai 2006)

Vor knapp 2 Jahren sorgte der Actiontitel "True Crime L.A." dafür, das GTA-Thema zu variieren: Spielerisch angelehnt an das große Vorbild wechselte man die Seiten und sorgte auf den Straßen von L.A. für Gerechtigkeit. Nun ist ein halbes Jahr nach Veröffentlichung des Nachfolgers auf den Konsolen auch die PC Version von "True Crime New York City" erschienen. Zwischenzeitlich ist aber der Kracher "GTA San Andreas" erschienen, an dem sich auch der New Yorker Cop Marcus Reed messen lassen muß...

Heiße Karren...Heiße Karren...

Vom Gangster zum Cop

Die Handlung des Spiels versetzt einen in die Rolle des Afroamerikaners Marcus Reed nach New York. In den Slums aufgewachsen und mit einem kriminellen Vater hat er es nicht leicht, ein anständiges Leben zu führen. Sein alter Bekannter Teddy, ein Cop, deckt ihm den Rücken und schafft es, ihn nach einem Rachefeldzug gegen seine verräterische Gang von der schiefen Bahn zu holen. 5 Jahre später ist aus Marcus ein talentierter Cop geworden, der sich nach Abschluss seiner Ausbildung die ersten Sporen verdienen soll. Dieser ist übrigens wie die Einleitung der Geschichte als Tutorial gestaltet, das alle wichtigen spielerischen Möglichkeiten vorstellt und erklärt. Bei einem Routineeinsatz wird Teddy dann schließlich getötet. Obwohl Marcus nun entgegen der Planung nicht in die Einheit gegen organisiertes Verbrechen aufgenommen wird, sondern einfach auf den Strassen für etwas mehr Sicherheit sorgen soll, ist klar, dass genau die Aufklärung dieses Mordes das Ziel der Rahmenhandlung ist.

Heiße Knarren...Heiße Knarren...

Wenig Abwechslungsreichtum

Doch abseits der Rahmenhandlung kann man die originalgetreu nachempfundene Stadt New York mit der "Aufklärung" von Verbrechen durchstreifen. Sobald man sich auf den Straßen bewegt, werden einem über Funk die verschiedensten Verbrechen mitgeteilt, die es aufzuklären gilt. Was mit Geiselnahmen, Vandalismus und Diebstählen zuerst recht abwechslungsreich klingt, stellt sich nach einer Weile als immer wiederkehrendes Muster des Ablaufes heraus. Gegner verfolgen, überwältigen, verhaften. Fertig. Zwar variiert das Thema immer etwas, aber der eigentliche Ablauf ist immer gleich. Was dazu führt, dass das freie Spiel nach einer Weile recht öde zu werden beginnt. Daran können leider auch etliche eigentlich interessante Features letztlich nicht viel ändern. So kann man beispielsweise in Kampfsportschulen 5 verschiedene Kampfstile erlernen, die die Kämpfe abwechslungsreicher und effektiver machen sollen. Beim Versprechen, dass sich das Spielerverhalten auf den Ablauf des Spiels auswirkt, kommt "True Crime" zwiespältig daher: Auf der einen Seite werden bestimmte Gegenden tatsächlich gefährlich, wenn man die Polizeiarbeit in ihnen zu sehr vernachlässigt. Doch ob man sich nun als fleißiger, gerechter oder aber als gewalttätiger und korrupter Cop gebärdet, hat auf den Spielablauf und die Interaktion mit der Umwelt keine großen Auswirkungen.

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