Test True Crime 2 - New York City - Seite 2

Verschieden Kampfstile können erlernt werdenVerschieden Kampfstile können erlernt werden

Zu wenig eigene Ideen

Bei der Fortbewegung durch die sehr realistisch gestaltete und frei begehbare Spielwelt scheint das Vorbild "GTA" deutlich durch. Die verschiedensten Fahrzeuge stehen zur Auswahl, vom Motorrad bis zum Schulbus. Deren Fahrverhalten ist allerdings nicht bei weitem so gut ausbalanciert wie beim Genreprimus und auch die schiere Auswahl reicht nicht an das Vorbild heran. Wie bei "San Andreas" hat man auch die Möglichkeit, Waffen- und Bekleidungsläden zu konsultieren, seine Beulen im Kotflügel in der Werkstatt richten zu lassen oder mit Taxi oder Metro von A nach B zu fahren. Hat man gerade mal kein Fahrzeug zur Hand, kann man eines mittels seiner Dienstmarke beschlagnahmen. In diesem Punkt kann das Spiel durchaus überzeugen, auch wenn es abgesehen von den Zugeständnissen an den Rollentausch zum Cop (Blaulicht im Streifenwagen, Beschlagnahmen von Autos etc.) nicht für viele Innovationen gereicht hat.

Das lebensechte NY ist wirklich gelungen...Das lebensechte NY ist wirklich gelungen...

Grafik, Sound und Bedienung

Was die technische Umsetzung des Konzepts angeht, hat man über weite Strecken solide Arbeit abgeliefert. Absolut vorbildlich ist die akustische Umsetzung. Bekannte Sprecher wie Christopher Walken leihen den Charakteren bei den auf deutsch untertitelten Dialogen ihre Stimme. Ebenfalls überzeugen kann die Musik, eine Mischung aus ca. 80 Rock und Hip Hop-Titeln, die die Stimmung gut unterstreicht. Bei der grafischen Umsetzung überzeugt vor allem die bis auf den exakten Verlauf der Straßen, der U-Bahn-Linien und Sehenswürdigkeiten (Times Square etc.) originalgetreu nachgebildete Stadt. Sie wirkt im Vergleich zu "San Andreas" zwar düsterer, schmutziger, aber das ist durchaus positiv gemeint. Auch die begehbaren Häuser gefallen, schwächer sieht es schon bei Auflösung, Texturen und Grafikeffekten aus. Hier muss man eher mit Durchschnitt vorlieb nehmen. Das größte Manko, dass dazu auch noch spielerisch schwer ins Gewicht fällt ist die gewöhnungsbedürftige Bedienung. Die Steuerung ist übersensibel und wirkt noch viel zu konsolenlastig für eine gute PC-Umsetzung, aber zum Teil auch schlicht unpräzise. Auch bei den Menüs gibt es Ärger: Für Änderungen in den Optionen muß man das Spiel beenden, das Menü zum Speichern sucht man eine ganze Weile. Nicht gerade sehr komfortabel, hinterlassen diese Eindrücke doch einen bitteren Nachgeschmack.

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