Test RTL Skispringen 2006

von Florian Funk (24. Dezember 2005)

Nachdem sich Sven Hannawald letztlich aus dem Skisprung zurückgezogen hat und ein Martin Schmitt schon seit längerem mehr hinterher- als davonspringt hat der Skisprung zwar etwas an Popularität in Deutschland eingebüßt, was RTL jedoch nicht an einem jährlichen Update der beliebten Skisprung Serie hindert. Praktisch zeitgleich zum Wintersport Allrounder "Ski Alpin 2006" erscheint nun der passende Skisprung-Pendant der die RTL hauseigene Wintersportreihe nun vorerst komplettiert, immerhin steht ja schon Anfang 2006 die Winter-Olympiade an. Ob sich der Kauf lohnt, erfahrt ihr in unserem Test.

Hinweis: Screens stammen vom PC!Hinweis: Screens stammen vom PC!

Skisaison eröffnet

In den letzten Jahren war der Skisprung in Deutschland dank Springern wie Martin Schmitt und Sven Hannawald beinahe so beliebt wie Formel 1 oder Fußball. Doch mit dem verschwinden der populären Gesichter zog sich auch Medienriese RTL immer weiter aus dem Skisprung zurück und überlässt das Feld inzwischen größtenteils den öffentlich Rechtlichen. Dies hindert RTL Entertaiment jedoch nicht daran auch für die Skisprung-Saison 2005/2006 ein passendes Lizenzspiel anzubieten. Die Regeln des Sports sind klar: "Skispringen 2006" bedient sich dem originalgetreuen Regelwerk und bietet ein überaus realistisches Spielgefühl, das Anfänger ebenso anspricht wie Profis. Die Lernkurve ist wie schon bei "RTL Ski Alpin 2006" sehr gutmütig abgestimmt. "Ski Alpin 2006" ist hierbei jedoch ein gutes Stichwort, denn beide Spiele gleichen sich rein im schematischen Aufbau wie ein Ei dem anderen. Dies gilt für die verschiedenen Modi, den Menüaufbau wie auch die Grafikengine.

So sieht ein sauberer Flug ausSo sieht ein sauberer Flug aus

Springer-Chemie

Auch wenn das auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint, doch das Springen selber ist bei weitem nicht so simpel wie es vielleicht den Anschein hat. Insgesamt besteht jeder Sprung aus vier Phasen: Dem Anlauf, dem Absprung, dem Flug und der Landung. Euren Springer kontrolliert ihr hier größtenteils mit dem Analogstick und der X-Taste. Besonders wichtig ist beispielsweise die Spurkorrektur oder auch die Sprung-Ausrichtung die je nach Windstärke und Windrichtung natürlich sehr derbe Unterschiede verursachen kann. Auch die Stärke des Absprunges, die Anlaufgeschwindigkeit und schlussendlich die Landung spielen hier eine sehr tragende Rolle. Wer zu vorsichtig agiert, verschenkt bei der Landung und vielleicht auch schon im Flug selber wichtige Meter. Andererseits kann zu spätes Ansetzen zur Landung auch zu einem Sturz oder auch zu sehr unschönen Haltungsfehlern führen, die dann natürlich massig Punkte in der Endabrechnung kosten. Ihr seht, trotz des eigentlichen simplen Prinzips bietet "Skispringen 2006" genug Potenzial um auch Perfektionisten anzusprechen, zumal sich das Gameplay mit wachsender Erfahrung und besserer Ausrüstung jeweils gravierend verändern kann.

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