Test Unreal Tournament 3

von Daniel Frick (12. November 2007)

In den 60er Jahren war es die Frage "Stones oder Beatles?", die die Jugend entzweite. In unserem multimedialen Jahrzehnt der Computerspiele spalteten sich die Fans in zwei zeitgemäßere Lager: "Unreal" oder "Quake"? Für viele war Epics "Unreal" Reihe nicht zuletzt wegen der fordernden Bot-KI die bessere Wahl. Nach dreieinhalb Jahren steht nun endlich "Unreal Tournament 3" beim Spielehändler eures Vertrauens. Wir waren schon vor Release in München beim deutschen Publisher Midway und haben uns die fertige Version der neuesten Generation von Epics Multiplayer-Titel für euch angesehen.

Hässlich aber schlagkräftig: SkaarjHässlich aber schlagkräftig: Skaarj

Eine Singleplayer-Kampagne mit einer echten Geschichte?

Noch immer herrscht im Unreal-Universum Krieg zwischen den reptilienartigen Skaarj und den Menschen, die in verschiedensten Fraktionen gegen die außerirdischen Schuppenträgern aufbegehren. Als grobschlächtiger Soldat "Reaper" der menschlichen Söldnerpartei der Axon zieht man in der Singleplayerkampagne gegen die Necris, einer Organisation auf Seiten der Skaarj, um den gemeinen Überfall auf eine menschliche Minenkolonie zu rächen. Damit haben wir nicht nur erneut ein exotisches Szenario für eine der revolutionärsten Shooter-Serien, sondern auch gleich einen Aufhänger für die atemberaubend schicken Introvideos, die uns in eben diese Geschichte einführen. Die Kampagne kann mit bis zu 3 weiteren Spielern kooperativ gespielt werden und spinnt diese Story weiter, die uns dann zu verschiedenen Schauplätzen führt. In einer Art, die irgendwie zum Schmunzeln bringt, werden auch bekannte Spielmodi wie "Capture the Flag" in die Geschichte eingebunden. Die "Flaggen" sind dann zwar erzählerisch aufgepeppt, doch darüber hinaus bleibt alles beim Alten. In der Kampagne wechseln sich sechs Spielmodi ab, wobei der neue Modus "Kriegsführung" überwiegt.

Im Modus "Kriegsführung" muß man Energieknoten zerstörenIm Modus "Kriegsführung" muß man Energieknoten zerstören

Irgendwie dann doch Multiplayer

"Kriegsführung" ist bei genauerer Betrachtung allerdings keine gänzlich neue Innovation, sondern eine Variante des aus "UT2004" bekannten "Onslaught-Modus", bei dem gegnerische Energiekerne mittels besonderer Kugeln mit Energieknotenpunkten verbunden werden und anschließend zerstört werden müssen, davor sind Etappenziele wie das herunterlassen einer Brücke zu erreichen. Die "Warfare"-Maps sind allerdings ca. 3 Mal so groß, dementsprechend spielen die Fahrzeuge eine große Rolle. Im Spiel fungieren gewohnt clevere Bots mit eigenen Identitäten für die "Illusion" eines Singleplayerspiels, aber irgendwie ist es ja dann doch Multiplayer. Auf diese Weise versuchte man laut Epic, der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die Hälfte der Spieler des Vorgängers nie online spielten. Es gibt nur Gewinner: Wer nicht online spielt, spielt alleine oder kooperativ im LAN gegen die Necris, die Onliner nähern sich so in einer Art "Training" den Maps und dem neuen Spielmodus an. Daneben stehen 5 weitere bekannte Mods auf der Speisekarte: Deathmatch und Team-Deathmatch, Capture the Flag und Fahrzeug Capture the Flag sowie der Duell-Modus. Die Tatsache, dass ein "ganz neuer" Spielmodus fehlt, ist ein fast vernachlässigbares Manko: "Unreal Tournament 3" punktet bei anderen Aspekten umso mehr.

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