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Rainbow Six Vegas (Playstation 3)

Artikel veröffentlicht am 20.10.2007

Mit "Rainbow Six Vegas" bringt Publisher Ubisoft den mittlerweile fünften Teil der Romanumsetzung von Tom Clancy in die Läden. Erwartungsgemäß hält der Name Clancy, was er verspricht, eine spannende Story mit unerwarteten Wendungen, atemberaubenden Schusswechseln und taktischen Finessen. Wie der Titel bereits vermuten lässt spielt der neueste Teil der Reihe in der Glücksspielstadt Las Vegas, die Ziel eines terroristischen Anschlages wurde. Nun liegt es an euch den Terroristen das Handwerk zu legen, die Geiseln zu retten und euer Team sicher durch den Einsatz zu geleiten. Von Andreas Keller

Die Rainbows kommen!

Immer in Kontakt mit der Einsatzleitung

Ihr seid "Logan Keller", der neue Leader des Alpha und Bravo Teams, der nun frischen Wind in die Rainbow Reihe bringen soll. Während "Chavez Ding" nach jahrelangem Dienst und dem weniger erfolgreichen Vorgängertitel "Lockdown" in Rente geschickt wurde, übernehmt ihr nun die Leitung der Anti-Terroreinheit. Viel Erfolg! Euer Einsatz beginnt nicht wie anzunehmen direkt in Las Vegas sondern in Mexiko. Hier sollt ihr die gesuchte Terroristin Irena Morales ausfindig machen, die sich im Untergrund auf einen großen Schlag vorbereitet. Die erste Mission dient zum Teil als Tutorial. Hier bekommt ihr Schritt für Schritt die wichtigsten Funktionen beigebracht. Einer der wichtigsten Aspekte: Deckung suchen! Nur wer sich die Umgebung des Spiels zunutze macht, wird lange genug überleben.

Willkommen in Mexico

Ein kleines Dorf mit großer Wirkung

Zu Beginn streift man noch alleine durch die staubigen Straßen Mexikos, die mit kleinen Häusern, verwinkelten Seitengassen und mexikanischer Musik für ein tolles Ambiente sorgen. Euer erstes Ziel ist es, zur Landezone zu gelangen und sich mit euren Team-Mitgliedern zu treffen, um von dort aus weiter vorgehen zu können. Nachdem ihr euch erfolgreich bis zum vereinbarten Treffpunkt vorgearbeitet habt und die ersten Grundlagen in punkto Steuerung beherrscht, stoßt ihr zum Bravo Team dazu. Von nun an werdet ihr zusammen agieren. Eure Team-Kameraden lassen sich recht simpel steuern, indem ihr einfach auf eine Tür oder ein Fenster zielt, um diese mit der X-Taste dorthin zu befehligen. An der Tür angekommen erscheint ein Kommandofeld, mit welchem man dem Team mitteilen kann wie es in den Raum eindringen soll. So könnt ihr eure Gegner mit Blend- oder Rauchgranaten verwirren oder etwas rabiater mit einer Türladung eindringen.

Das OPA Prinzip - Observe, Plan, Assault

Landeanflug auf Las Vegas

Im neusten Teil des Taktik-Shooters werden euch neben einer neuen Anti-Terroreinheit auch neue Gerätschaften zur Verfügung gestellt, die euch im Kampf gegen das Böse einen Vorteil verschaffen sollen. Mit einer Glasfaserkamera könnt ihr eure Feinde sehen bevor ihr gesehen werdet. Mit Hilfe der so genannten "Snakecam" späht ihr unter Türen hindurch um sich ein Bild von der Lage hinter derselben zu machen. Diese Technik ermöglicht es euch, euren Team-Mitgliedern ein Ziel zuzuweisen, welches als erstes unschädlich gemacht werden soll. Beispielsweise den Terroristen, der am nähesten bei den Geiseln steht oder der den Zünder in der Hand hält. Nachdem man sich mit seinen neuen Kameraden blind versteht ist es an der Zeit Irena Morales aufzuspüren und sie an ihrem Vorhaben zu hindern. Habt ihr erst mal die hiesige Anführerin in den Minen unter dem Gleisgelände gestellt, scheint der Erfolg nahe. Doch die Freude währt nur kurz. Durch eine Explosion werdet ihr von euren Kameraden Kahn und Gabriel getrennt, die von den Söldnern mitgenommen werden, euch hingegen wird, da man euch für tot hält, lediglich die Ausrüstung weggenommen. Als ihr wieder zu euch kommt und euch aufmacht eure Kameraden zu suchen, erfahrt ihr, dass dafür keine Zeit ist. In Las Vegas ist die Hölle los und ihr werdet dort dringend benötigt.

Mehrspielermodi

Spielt mit bis zu 4 Freunden online im Storymodus

Während ihr im Einzelspielermodus versucht so taktisch und effizient wie möglich vorzugehen, kann es im Multiplayer schon mal zu handfesten Feuergefechten kommen. Im Offlinemodus habt ihr die Wahl, ob ihr mit euren Freunden den Storymodus oder eine Terroristenjagd per Splittscreen bestreitet. Bei der Terroristenjagd handelt es sich um eine Art "last man standing". Hierbei versucht ihr alle Terroristen zu eliminieren bevor sie euch zuvorkommen. Während bei Terroristenjagd kein erneuter Einstieg in die aktuelle Spielrunde möglich ist, könnt ihr im Storymodus jederzeit wiederbelebt werden. Zu Beginn eurer Online-Karriere erstellt ihr euch einen Charakter nach euren Vorstellungen. Für jedes Match, das ihr bestreitet, erhaltet ihr Punkte, abhängig davon wie gut oder schlecht ihr wart. Anhand dieser Punkte könnt ihr Ränge aufsteigen mit denen ihr dann neue Waffen, Rüstungen und Accessoires für euren nächsten Einsatz freischaltet. Neben den obengenannten Varianten steht euch hier noch (Team-) Deathmatch, Bergung (Capture the Flag) und Assault zur Verfügung.

Gameplay

Schadensanzeige bei feindlichen Treffern

Der zum Teil sehr anspruchsvolle Schwierigkeitsgrad kann den ein oder anderen ungeübten Spieler schon mal zur Verzweiflung bringen. Die KI der Gegner ist recht hoch, so das diese sich bei einem Angriff im Raum verteilen und versuchen euch in die Zange zu nehmen. Auch fliegt euch des öfteren mal eine Granate um die Ohren. Ein Schadensmodell wie bei anderen Shootern sucht man bei "Rainbow Six Vegas" aber vergebens. Jeder Treffer des Feindes beeinträchtigt euere Sehfähigkeit bis euch letztendlich schwarz vor Augen wird. Dann heißt es zurück zum letzten Checkpoint um sich erneut in den Kampf zu werfen. Ein freies Speichern ist nicht möglich, was das Vorrankommen an manchen Stellen etwas schwieriger gestaltet. Wird einer eurer Kollegen im Kampf tödlich verwundet, so könnt ihr ihn mit dem Einsatz einer Adrenalinspritze vor dem Tod bewahren. Die Steuerung eures Charakters gestaltet sich recht einfach mit den genretypischen Steuerungselementen (R1 feuern, L1 Deckung und mit der Quadrattaste nachladen). Auch eure Team-Kameraden lassen sich einfach durch die riesigen Level befehligen.

Optik und Akustik überzeugen

Las Vegas bei Nacht

Grafisch hat sich Ubisoft mit "Rainbow Six: Vegas" richtig viel Mühe gegeben. Während man in Mexiko die staubigen Straßen mit seinen detaillierten kleinen Häusern und Kirchen begutachtet, bekommt man mit dem Landeanflug auf Las Vegas bereits das krasse Gegenteil gezeigt. Ein Lichtermeer soweit das Auge reicht, riesige Glasbauten, leuchtende Wasserfontainen und in den Casinos sind glänzende vergoldete Türrahmen zu finden. Vor lauter Staunen sollte man darauf achten nicht das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren. Akustisch fährt man hier große Geschütze auf. Allein die Gespräche der Terroristen zu belauschen erfreut das Gamerherz schon. Während sich die Söldner in anderen Spielen des Genres andauernd wiederholen, ist hier für ständige Abwechslung gesorgt. Auch die eigenen Team-Kameraden beschweren sich, sollte man sich ihnen aus Versehen in den Weg gestellt haben. Pfeifende Ohren und ein dumpfes Gehör sind Nebenwirkungen von Blend- und Rauchgranaten, die in ihrer Nähe detoniert sind. Berstende Fensterscheiben und klirrende Spielautomaten geben ihr übriges zum passenden Ambiente.

Fazit

Andreas Keller von Andreas Keller

Mit dem fünften Teil der erfolgreichen Spieleserie hat Ubisoft "Rainbow Six" wieder zurück ins Rennen gerufen. Mit einem spannenden Storymodus und abwechslungsreichen Onlinemodi ist hier für jede Menge Spielspaß gesorgt. Wer Spiele mit taktisch geplantem Vorgehen mag, kommt an diesem Titel nicht vorbei. Mit Las Vegas hat man hier noch einen Schauplatz gefunden, der für viel Abwechslung und tolles Ambiente sorgt. Im großen und ganzen ein toller Titel mit klarer Kaufempfehlung.

spieletipps meint: Taktische und anspruchsvolle Terroristenhatz durch die Casinos von Las Vegas.
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