Test SRS - Street Racing Syndicate

von Daniel Frick (31. März 2005)

Noch vor kurzem erschien mit "RPM Tuning" Konkurrenz für die "Need for Speed Reihe". Dass das Thema "Virtuelle illegale Straßenrennen in der Tuning Szene" weiterhin ganz obenauf ist, beweist der jüngste Sprössling des aktuellen "In-Genres". "Street Racing Syndicate" heißt der Titel der Stunde, und er muss sich genau wie die Konkurrenz am Genreprimus "Need for Speed Underground 2" messen lassen. Ob "SRS" im Rennen mit der Konkurrenz einen akzeptablen Rang belegen kann, verrät euch unser Test.

Heftige Drängeleien sind keine SeltenheitHeftige Drängeleien sind keine Seltenheit

Etliche neue Ideen

Wie schön ist es doch, nachts bei illegalen Straßenrennen durch Innenstädte zu brausen und sich mit dem gewonnenen Geld die Traumflunder zusammen zu basteln. Und da nach Filmen wie "The Fast and the Furious" und jeder Menge Spiele dieses Genre nach wie vor omnipräsent ist, schickt die Entwicklerfirma "Eutechnyx" einen weiteren Boliden in beschriebenem Gewand an die Startlinie. Das Prinzip bei "Street Racing Syndicate" ist altbewährt, dennoch hat man etliche neue Features etabliert. So besteht die Aufgabe in einem der Rennmodi darin, in der Stadt herumstehende Models durch die eigenen Fahrkünste zu beeindrucken. Kann man die Aufgaben erfüllen, kann man sich in seiner Garage recht peinliche Tanzvideos der Damen ansehen. Immerhin, heiße Kurven und heißes Öl waren schon immer eine Mischung wie Pech und Schwefel. Warum also nicht? Neben der üblichen sonstigen Modi wie diverse Ligen und Einzelrennen, fallen bei "SRS" vor allem einige kleine Details auf, die das Spiel von der Konkurrenz abheben. Die Beulen im Auto etwa müssen mit barem Geld wieder repariert werden. Ein Hauch von Realismus, auch wenn das gelungene optische Schadensmodell keine Auswirkungen auf die Fahrphysik hat. Treibt man es zu bunt, dann hat man schneller als man "Bi-Turbolader" sagen kann, ein paar Herren mit Blaulicht an der Backe. Und wenn man in den Sonnenuntergang fährt, dann blendet das Licht gewaltig und macht es einem schwer, die Fahrbahn beulenfrei zu meistern.

Verschiedene Ansichten sind möglichVerschiedene Ansichten sind möglich

Elementare Bereiche noch ausbaufähig

Leider sind die Ideen, wenn auch durchaus abwechslungsreich und zum Teil amüsant und innovativ, nicht ausschlaggebend genug für einen sehr guten Gesamteindruck. Hier sind die Kernbereiche Steuerung, Bedienung, Schwierigkeitsgrad und Atmosphäre deutlich mehr zu gewichten. Die Steuerung des Spiels wirkt unausgegoren. Vor allem die Tatsachen, dass sich getunte Boliden unverhältnismäßig schwer steuern lassen und dass die Steuerung grundsätzlich wenig fließend ist, bringen hier Minuspunkte. Kurvendriften wie bei "Need for Speed Underground 2" gibt es nicht. Dagegen ist die Menüführung vorbildlich. Alle Spielfeatures sind übersichtlich und einfach einzustellen, die auch aus Konkurrenzspielen bekannte Weltkarte ist einfach und übersichtlich. Besonderes Bonbon: Zum gewählten Event kann man entweder in Echtzeit durch die Stadt fahren oder aber direkt hin springen. Sehr praktisch für chronische Geschwindigkeitsjunkies! Der Schwierigkeitsgrad steigt zwar mit dem Spielverlauf an, wenn man sich jedoch nicht gerade bei diesem Spiel seine Sporen verdient, sind die Herausforderungen durchaus zu meistern. Die Atmosphäre wird durch nette Ideen wie die Freundinnen, die Polizei oder auch die Möglichkeit, zusätzlich zu den Renneinsätzen mit einem Fahrer zu wetten, verstärkt. Leider geht dann bei der optischen Umsetzung der Ideen einiges davon wieder verloren. Auch wenn man über die Grafik nicht meckern kann, so wirkt die Gesamtatmosphäre nicht rund genug und nicht in sich stimmig. Vor allem beim Streckendesign ist dies auf Dauer bemerkbar und auch die deutlich kleinere Stadt als in "Need for Speed Underground 2" trägt hierzu bei.

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