Test STCC 2

von Gerd Schüle (26. April 2001)

Die schwedische Tourenwagen-Meisterschaft ist höchstwahrscheinlich hierzulande den wenigsten bekannt. Wenn es nach EA-Sports geht, soll das nun möglichst geändert werden, durch das neue Spiel "STCC 2". Der Vorgänger von diesem Programm soll immerhin das beste Spiel in Skandinavien gewesen sein. Grund genug, das Spiel ausführlich zu testen. Wer den Test liest, erfährt ob das Spiel was taugt.

Detailliert dargestellte FahrzeugeDetailliert dargestellte Fahrzeuge

Der Schnellste gewinnt

In "STCC 2" dreht sich alles um die Rennserie Swedish Touring Car Championship, die zwar jenseits der Nordländer fast niemand kennt, aber dafür in Skandinavien um so beliebter ist. Dank einer Lizenz enthält das Spiel alle Strecken, Teams und Fahrer dieser Rennserie. Wer sich nicht gleich an die Meisterschaft heranwagen will, absolviert eben zuerst einmal ein Einzelrennen oder übt sein fahrerisches Können im "Time Attack Modus". Erfreulich ist, dass die realitätsnahe Fahrphysik einen guten Eindruck hinterlässt und man seinen Rennwagen deshalb schon nach kurzer Zeit gut in den Griff bekommt. Weniger gut gelungen ist dagegen das durchaus umfangreiche Wagensetup, dessen Auswirkungen auf das Fahrverhalten des Autos äußerst gering sind. Ein weiterer Schwachpunkt des Spiels ist die wirklich dürftige Gegner-KI. Für eine gehörige Portion Frust sorgen die zum Glück abschaltbaren Rennkommissare, die so gut wie jeden Auffahrunfall mit einer Disqualifikation bestrafen.

Die CockpitansichtDie Cockpitansicht

Solide Technik mit kleinen Mängeln

Die grafische Umsetzung des Rennspektakels ist zwar kein absolutes Highlight, kann sich aber durchaus sehen lassen. Dank einer 3D-Grafik werden alle Fahrzeuge sehenswert und realistisch nachgebildet und ins Spiel eingefügt. Nur das mehr als dürftige Schadensmodell der Autos trübt hier den guten Gesamteindruck. Die Rennstrecken sind abwechslungsreich und gekonnt in Szene gesetzt. Richtig gut hat mir das tourenwagen-typische Motorengeräusch gefallen, das hervorragend eingefangen und sehr gut im Spiel umgesetzt wurde. Lobenswert ist auch die Tatsache, dass jedes Fahrzeug sein eigenes, individuelles Motorengeräusch spendiert bekommen hat und sich deshalb nicht alle Rennwagen gleich anhören. Auch bei der Steuerung des Spiels haben die Entwickler ordentliche Arbeit geleistet. Die Rennwagen reagieren recht gut und angemessen präzise auf erteilte Steuerbefehle, egal ob sie von der Tastatur, einem Joystick oder einem Lenkrad kommen. Innerhalb der spartanischen Menüs bewegt man sich mit der Maus.

Meinung von Gerd Schüle

Obwohl "STCC 2" nicht die Klasse eines "Toca 2" erreicht, ist es trotzdem ein gutes Spiel. Mir hat die Umsetzung des schwedischen Rennspektakels einfach Spaß gemacht. Die Mängel, wie das schlechte Schadensmodell und die ungenutzten Möglichkeiten des Wagensetups trüben einerseits zwar den Gesamteindruck und führen zu einem Punktabzug, schmälern aber andererseits nicht unbedingt den Spielspaß. Vor allem die leichte Zugänglichkeit und die gelungene Fahrphysik machen das Spiel durchaus empfehlenswert. Deshalb können Fans des Genres, die sowieso mehr als ein Rennspiel haben wollen, bedenkenlos zugreifen.

70

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