Test Far Cry

von Tim Ranft (06. Mai 2004)

Ferne Schreie nach tollen Spielen werden manchmal erhört. "FarCry", das lang ersehnte Highlight des Ego-Shooter-Genres, ist endlich in deutschen Regalen erhältlich. Ob es technisch tatsächlich so bahnbrechend und inhaltlich so fesselnd ist, wie es die Gerüchteküche seit langem verspricht, wird jetzt in unserem ausführlichen Testbericht offenbart.

Sonnenaufgang für den SpitzenshooterSonnenaufgang für den Spitzenshooter

FarCry - höllisch paradiesisch

Ein Mann, ein Inselarchipel, eine Mission. Jack Carver, ehemaliger Elite-Kämpfer und nun Kapitän eines Ausflugsbootes im Südpazifik ist auf der Suche nach seelischem Frieden. Eines Tages wird er dennoch als Spielball des Schicksals erneut in den Kampf geschickt. Um die Welt vor den Experimenten eines verrückten Wissenschaftlers zu retten, nimmt er es mit dessen gewaltigen Söldnerarmee auf und heizt ihnen mittels Schusswaffen, Jeeps, Patrouillenbooten und Hang-Gleitern mächtig ein. Bei diesem Unterfangen unterstützen ihn der mysteriöse Boyle, Jacks Kontaktmann auf den Inseln, sowie dessen hübsche Kollegin und Jacks ursprüngliche Auftraggeberin Valerie Constantine. Als Retter in der Not im Akkord entwickelt Jack im Verlauf der Story eine Schwäche für die Dame und gerät dabei von einer verfahrenen Situation in die nächste. Als er dabei persönliche Bekanntschaft mit den Resultaten der Experimente macht, wird ihm klar, dass die paradiesische Idylle in Wirklichkeit der Vorhof zur Hölle auf Erden ist.

Wie gemaltWie gemalt

Ein Augenschmaus

Die Grafik in "FarCry" lässt sich mit einem schlichten Wort beschreiben: atemberaubend! Wer einen High-End-Rechner sein Eigen nennt, wird mit einer Pixelpracht verwöhnt, wie man es von Echtzeitberechnungen bisher nicht kannte. Bei Standardrechnern ab 1 Ghz stellt die "CryEngine", nach herunter regeln der Details, immer noch eine durchaus spielbare und dennoch unglaublich vegetationsreiche Spielumgebung auf die Beine, die völlig genügt, um dem Spieler immer wieder einen Schauer der Ehrfurcht über den Rücken zu jagen. Malerische Strände, dichte Dschungel, steile Klippen und Vulkane - das ist die Welt von "FarCry". Unterirdisch, in beklemmenden Bunkern, vergessenen Tempeln und geheimen Laboren, sorgt das Spiel ebenfalls mit modernster Technik, z.B. durch Polybumping und Dynamic-Lighteffects, für den Eindruck höchster Professionalität bis ins Detail. Auch das türkisgrüne Wasser, dessen sanfte Wellen als Gischt im Sand verlaufen, laden selbst eingefleischte Landratten unwiderstehlich zum Baden ein.

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