Test Ghost Squad - Seite 2

Mit einem Scharfschützengewehr könnt ihr die Gegner aus dem Hinterhalt aufmischenMit einem Scharfschützengewehr könnt ihr die Gegner aus dem Hinterhalt aufmischen

Multiplayerspaß trotz Eintönigkeit

Neben dem Arcademodus gibt es noch den Trainings- sowie Partymodus. Im Trainigsmodus könnt ihr, wie der Name schon sagt, eure Fertigkeiten im Umgang mit der virtuellen Waffe verbessern. Ein recht eintöniges Unterfangen, da ihr dort nur auf Zielscheiben schießen dürft. Diese Spielart bietet also kaum Anreiz zum zocken. Anders der Partymodus. Denn dort kann man wahlweise auch als Ninja beziehungsweise Beachboy herumlaufen und anstatt mit scharfer Munition zu ballern mit Wurfsternen um sich schmeißen oder mit einer Wasserpistole Bikinibabes nass spritzen. Doch die beiden zusätzlichen Partymodi müsst ihr, wie auch die meisten Knarren, erst einmal freischalten. Dennoch sind die Aufträge immer völlig gleich, was zu einer starken Monotonie führt. Die stärke von "Ghost Squad" liegt aber wohl im Multiplayer, denn bis zu vier Spieler gleichzeitig können Hand anlegen. Allerdings geht bei einer Partie zu viert die Übersichtlichkeit schnell verloren.

Oft steht ihr einer ganzen Horde Terroristen entgegen, die ihr fertig machen müsstOft steht ihr einer ganzen Horde Terroristen entgegen, die ihr fertig machen müsst

Grafik- und Soundwunder? Fehlanzeige!

Die Grafik des Games wurde nahezu 1:1 vom Spielhallen-Klassiker übernommen. Mit dem Sound verhält es sich ähnlich wie mit der optischen Darstellung. Er ist dem Original sehr ähnlich und bietet kaum Abwechslung. Die Sprachausgabe überzeugt auch nicht. In der deutschen Version sucht ihr eine Synchronisation in der einheimischen Sprache sogar völlig vergebens. Zum besseren Verständnis erscheint bei allen Dialogen ein Fenster mit Untertiteln. Grafik und Sound sind somit alles andere, als eine Offenbarung. Das schöne ist aber, dass sich das keinesfalls auf die Atmosphäre auswirkt und perfekt zum Spielhöllen-Flair passt. Wer aufgrund einer fehlenden Jugendfreigabe auf ein blutiges Gemetzel hofft, wird enttäuscht. Es fließt weder Blut, noch fliegen Gliedmaßen. Leichen verschwinden unmittelbar nachdem sie zu Boden fallen.

Meinung von Richard Olbrecht

Es fällt mir schwer ein passendes Fazit für "Ghost Squad" zu finden. Einerseits bietet das Spiel eine nahezu perfekt umgesetzte Steuerung und ein wunderbares Gesamtbild. Andererseits ist der Umfang des Spiels mit gerade einmal drei Mission sehr, um nicht zu sagen viel zu knapp. Auch freischaltbare Gimmicks wie Waffen, Outfits und zwei Partymodi konnten mich kaum länger als ein paar Stunden an die Konsole fesseln, da ich das Gefühl habe, bereits alles gesehen zu haben. Einzig der große Spaßfaktor im Multiplayer reizt mich noch dazu das Game ab und an ins Laufwerk zu legen. Angesichts des Preises von rund 50,- € bietet das Spiel in meinen Augen ein eher schlechtes Preis/Leistungs Verhältnis.

73

meint: Trashiger Lightgun-Shooter mit B-Movie-Story. Wer drauf steht, wird richtig viel Spaß haben. Vor allem, wenn man mit einem Freund auf Ballertour geht.

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