Test Unreal Tournament 3

von Jan Höllger (16. Februar 2008)

Während PC-Zocker schon seit November "Unreal Tournament 3" spielen dürfen, erscheint nun endlich auch die lang erwartete PS3-Umsetzung des Spieles. Ob die Umsetzung gelungen ist und die Konsolenfassung sogar Vorzüge besitzt, klärt unser Test.

Das Skateboardfahren sieht cool aus, bringt aber recht wenig.Das Skateboardfahren sieht cool aus, bringt aber recht wenig.

Soloversuche

Inhaltlich sind PS3- und PC-Version von "Unreal Tournament 3" (kurz "UT3") nahezu identisch. Neben den wichtigen Mehrspielermodi könnt ihr euch auch ohne Internetanschluss relativ gut vergnügen, denn der Solomodus kommt mit einer storybasierten Kampagne daher, was bei der Serie erstmalig der Fall ist. Wirklich mithalten kann der Solomodus mit anderen Shootern aber nicht. Dafür bleibt die Story zu spannungsarm und bei den Missionen habt ihr stets das Gefühl, auf Mehrspielerkarten gegen clevere Bots anzutreten. Das mag für Trainingszwecke spaßig sein, wem es auf einen packend designten Storymodus ankommt, sollte sein Geld aber lieber in "Uncharted", "Resistance" oder "Call of Duty 4" investieren.

Angriff auf den feindlichen Kern - der Sieg ist nah.Angriff auf den feindlichen Kern - der Sieg ist nah.

Altes vom Alten

Ein großes Problem von "UT3" ist die Innovationsarmut. Kenner der Vorgänger fühlen sich zwar gleich beim ersten Frag an die gute alte Zeit erinnert und sind sofort mitten im Spiel drin, doch letztlich hätten ihm ein paar neue Waffen und weitere Spielmodi sicherlich gut getan. So schießt ihr euch durch oft schon bekannte Levels und benutzt fast dieselben Waffen wie beim ersten "UT". Das Balancing ist dafür aber hervorragend und die zwei Feuermodi pro Waffe bringen etwas Taktik in den flotten Spielablauf.

Die Zwischensequenzen sind schick, storytechnisch aber belanglos.Die Zwischensequenzen sind schick, storytechnisch aber belanglos.

Kernschmelze

Mit Warfare gibt es immerhin einen neuen Spielmodus, der sogar richtig gelungen ist. Zwei Teams müssen hierbei den Energiekern des jeweils anderen Teams zerstören, was aber nur funktioniert, wenn auf der Karte verteilte Energieknoten vom Team gehalten werden. Teamwork ist im Warfare-Modus also enorm wichtig, schließlich müssen wichtige Missionspunkte erobert und verteidigt werden. Um auf den großen und toll designten Maps schnell ans Ziel zu kommen, stehen eine Reihe von Fahrzeugen zur Wahl, darunter auch einige herrlich abgedrehte Aliengefährte. Die Steuerung der Wagen ist gewohnt arcadelastig und geht locker von der Hand. Viel Spaß macht es auch, mit einem Gleiter über die Level zu schweben. Steht mal gerade kein Fahrzeug zur Verfügung, könnt ihr euren Helden jederzeit auf eine Art Hover-Skateboard steigen lassen, schießen ist währenddessen aber nicht möglich.

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