Test Nitrobike

von Mark Heywinkel (15. Februar 2008)

Nervös spielen die Fahrer mit dem Gas, jede Sekunde zählt eine Ewigkeit - dann endlich ertönt das Startsignal und ein Rudel schmaler Motorbikes jagt los. Dreck wirbelt auf. Die Wiimote vibriert energisch: Mit "Nitro Bike" ist auf dem Wii endlich wieder das Rennfieber ausgebrochen. Doch für wie lange?

Sobald das Rennen begonnen hat, wird gnadenlos der Turbo eingesetztSobald das Rennen begonnen hat, wird gnadenlos der Turbo eingesetzt

Wenig Brumm-Brumm

Virtuelle Hobbyrennfahrer sind seit Erscheinen des Wiis nicht wirklich auf ihre Kosten gekommen: Mit einer Handvoll Games, u.a. Need for Speed Carbon oder Excite Truck, fiel die Rennspielauswahl für Nintendos Flaggschiff eher mager aus. Ubisoft unternahm bereits Ende 2006 den Versuch, mit "GT Series Pro" dem vernachlässigten Genre ein bisschen Leben einzuhauchen. Doch leider vermochte der Arcade-Racer im Cell-Shading-Look aufgrund mieser Steuerung und schlechter KI nicht zu überzeugen. Nun legt Ubisoft mithilfe des Entwicklerteams von Left Field Productions und einem neuen "Nitro Bike"-Teil nach und versucht alte Fehler wettzumachen: mit turboschnellen Motocrossrennen und coolem Online-Mehrspielermodus. Doch so viel Aufregung "Nitro Bike" verspricht - dem Rennfahrfan kann auch dieses Spiel keinen andauernden Spaß bieten.

Explosionen sind bei "Nitro Bike" keine SeltenheitExplosionen sind bei "Nitro Bike" keine Seltenheit

Satte Sounds und schnelle Schnitte

Begrüßt werdet ihr von "Nitro Bike" mit herzhaftem Gitarrensound und schnell geschnittenen Spielszenen. Da wird Spannung aufgebaut - und jäh durch einen dieser blauen Ladebildschirme zerstört, die in "Nitro Bike" leider allzu häufig auftauchen und dem Arcade-Game die Schnelligkeit rauben. Am unteren Bildschirmrand werden während des Ladevorgangs Tipps eingeblendet: Erläuterungen, wie "Kämpfe dich durch neun Gegner" sind zwar gut gemeint, wirken aber häufig sehr gestelzt; so, als habe jemand eine sehr schwammige Übersetzungsarbeit geleistet. Endlich im Hauptmenü angekommen, setzt die fetzige Musik wieder ein und euch stehen ein Karriere-, Schaukampf- und Mehrspielermodus zur Verfügung. In den Extras lassen sich zudem Making-Off-Bildergalerien und Filmsequenzen einsehen. Da ist das Interesse wieder da - und man will gleich loslegen.

Geglückte Stunts sorgen für noch mehr NitroGeglückte Stunts sorgen für noch mehr Nitro

Einmal um die Welt

Im Karrieremodus von "Nitro Bike" könnt ihr euch zu Beginn zwischen drei verschiedenen Motocrossrädern und vier Fahrern entscheiden. Nach jedem absolvierten Cup schaltet ihr neue Fahrer (insgesamt sechs) oder weitere Bikes (insgesamt neun zusätzliche) frei. Mit diesen müsst ihr euch in zehn Rennveranstaltungen unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen behaupten. Die Rennszenarien gestalten sich dabei denkbar abwechslungsreich: Ob tiefer Schnee, heißer Wüstensand, dichter Dschungel oder enge Straßenschluchten - am Ende werdet ihr auf 20 Strecken Medaillen errungen haben und euch fühlen, als wärt ihr einmal um die Welt gereist. Und wenn euch das nicht reicht, lädt der Multiplayer zu erneuten Trips ein: Hier dürft ihr auf den Strecken noch einmal gegen vier Freunde vor Ort oder online gegen sechs Gegner weltweit antreten.

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