Jahresrückblick

(Special)

von Markus Rosenfelder (02. September 2006)

Das erste, mitunter schwierige, Jahr der PSP ist schon vorbei, doch hat Sony schon zu viele Fehler gemacht? Nach rassistischen aufgefassten Werbeplakaten und den hoffnungslos geflopptem UMD-Format sah das Jahr nicht immer rosig für die PSP aus. Erst recht nicht, als Nintendo seinen DS Lite veröffentlichte.

Es ist immer schwierig, sich in einem bereits besetzten Gebiet zu etablieren, auch Sony hatte es mit seinem Einstieg in den Handheld-Bereich nicht leicht. Nintendo hat hier schon seit Jahrzehnten die absolute Marktherrschaft, die bisher niemand zu Fall bringen konnte. Doch als Sony seine PSP veröffentlichte, ging sie weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmel. In der ersten Woche wurden fast alle 75.000 der in Deutschland erhältlichen PSPs an über die Ladentresen gereicht.

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10 Millionen Geräte ausgeliefert

Selbst der anfangs hohe Kaufpreis von 249,95 Euro für das Value Pack konnte die Käufer nicht abschrecken. Zum Start waren in Deutschland schon 19, teils erstklassige Spiele erhältlich. Als schließlich GTA Liberty City Stories veröffentlicht wurde, gab es kein Halten mehr. Dank GTA verkaufte sich die PSP sogar noch besser als zuvor. 10 Monate nach der Veröffentlichung in Japan wurden laut Sony weltweit 10 Millionen Geräte ausgeliefert, schneller als jede andere PlayStation. Und die Verkäufe steigen bis heute weiter an.

Die Schattenseite eines Multimedia-Handhelds

GTA kurbelte die Verkäufe ordentlich an

Doch auch andere Gründe sorgten für den guten Verkauf. Kurz nach der Veröffentlichung wurden Sicherheitslücken im Betriebssystem gefunden und so wurde die PSP schnell geknackt. Illegale Raubkopien und Emulatoren standen schnell im Internet zur Verfügung. Sony versuchte mit Updates die Sicherheitslücken zu schließen, doch immer wieder hatten sich kleine Fehler eingeschlichen. Aktuell sind heutzutage alle so genannten Firmwares bis hin zur Version 2.6 gehackt.

Als der erste Modchip für Sonys Handheld veröffentlicht wurde, hatten die Raubkopierer und Homebrew-Nutzer endgültig gewonnen. Durch den Chip ist es möglich, ein eigenes Betriebssystem neben dem Normalen auf der PSP zu benutzen. Dadurch gibt es keine Möglichkeit mehr seitens Sony, durch neue Sicherheitsmechanismen die Hacker zu stoppen.

Sony und Rassismus

Mit einer sehr aggressiven Werbekampagne bekam Sony ebenfalls sehr viel Aufmerksamkeit, wenn auch nicht wie gewünscht. Die Einführung der weißen PSP publizierte Sony mit zwei kämpfenden Frauen auf großen Plakaten, wobei eine Frau weißer Hautfarbe einer dunkelhäutigen Frau aggressiv ins Gesicht greift. Nach einigen kläglichen Erklärungsversuchen zog Sony die Werbung zurück und entschuldigte sich dafür.

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Werbeplakate:

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