Test Sudden Strike 3 - Arms of Victory

von Jan Höllger (17. Dezember 2007)

Das Echtzeitstrategiegenre hatte in diesem Jahr einige echte Kracher zu bieten, besonders erfreulich war dabei aber, dass lediglich das Addon von "Company of Heroes" den viel zu häufig in letzter Zeit benutzen 2. Weltkrieg als Szenario bot. Doch mit "Sudden Strike 3: Arms for Victory" kommt nun ein weiteres RTS-Spiel heraus, in dem ihr zum x-ten Mal den D-Day nachspielen dürft oder den Alliierten zum Sieg verhelft. Innovativ ist das Spiel von Fireglow somit zwar nicht, aber vielleicht macht es trotzdem Spaß?

Die Missionsbesprechungen sind äußerst fade ausgefallen.Die Missionsbesprechungen sind äußerst fade ausgefallen.

Volle Kontrolle auf Kosten des Spaßes?

Die "Sudden Strike"-Reihe hatte ihren Höhepunkt Anfang des Jahrtausends, als sich die beiden ersten Teile trotz schon damals veralteter Grafik erstaunlich gut verkauften, besonders in Deutschland. Viele Fans fand das RTS-Game vor allem dank seines hohen Realismusfaktors. Wo andere Spiele vieles automatisieren, müsst ihr euch in "Sudden Strike" selbst um das Betanken von Panzern oder den Munitionsnachschub für Geschütze kümmern. Selbst bei feindlichen Angriffen wisst ihr nicht im vorhinein, wie ihr diese heil übersteht, mal werden eure Panzer komplett zerstört, ein anderes Mal werden lediglich die Ketten abgeschossen und ihr könnt eure Fahrzeuge reparieren lassen. So interessant der hohe Realismus in "Sudden Strike 3" auch auf dem Papier ist, seid ihr nicht gerade ein echter RTS-Profis, werdet ihr mit dem Spiel kaum Spaß haben. Denn die vielen manuellen Manöver, die von euch verlangt werden, arten in lästiges Mikromanagement aus. Ständig müsst ihr kleine Buttons oder Hotkeys drücken, um eure Armee in Schuss zu halten, und in aller Regel kämpft ihr zeitgleich an mehreren Fronten.

Nur mit aktivierten Icons lassen sich die Fußsoldaten unterscheiden.Nur mit aktivierten Icons lassen sich die Fußsoldaten unterscheiden.

Wo steht der Feind?

Dazu kommt der vollkommen überzogene Schwierigkeitsgrad. Schon die Vorgänger waren in dieser Hinsicht berüchtigt, eine langsam ansteigende Lernkurve konnten wir aber auch bei Teil 3 nicht entdecken. Gleich die ersten Missionen der fünf umfangreichen Kampagnen ziehen alle Register. Kenner der Vorgänger werden sich zwar sofort heimisch fühlen, doch Neueinsteiger werden über kurz oder lang entnervt aufgeben. Dabei hat "Sudden Strike 3" ja durchaus seine Vorzüge. Die Schlachtfelder sind mitunter riesig und euch erwarten taktische Kämpfe auf hohem Niveau. Vor allem der Aufklärung müsst ihr viel Zeit widmen, der Nebel des Krieges ist nämlich unbarmherzig. Viele Angriffe befehligt ihr daher aus dem Gedächtnis auf dunkle Kartenbereiche.

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