Spieleverfilmungen

(Special)

Spannung, Action und Unterhaltung - ohne diese drei Eigenschaften schafft es mittlerweile fast kein Film mehr zum großen Durchbruch. Aus diesem Grund bedient sich die Filmindustrie mit zunehmender Begeisterung an erfolgreichen Spieleklassikern.

Videospiele, die Zukunft der Unterhaltung?!

Nie zuvor boomte der Markt so sehr wie in diesen Tagen. Egal ob Computer, Xbox oder PlayStation, Strategie, Action oder Adventure: An macht, was neu ist! Schon Monate im Voraus wissen Interessierte über Neuerscheinungen der nächsten Monate Bescheid und können die Veröffentlichung zum größten Teil kaum noch erwarten.

Der Fortschritt in der Entwicklung von neuen Spielen nimmt immer größere Maßstäbe an. Jede Neuheit soll ihren Vorgänger oder genreähnliche Spiele ausstechen und somit zum neuen Verkaufsschlager aufsteigen. Doch die Industrie würde nicht ihrem Entwicklungsgang folgen, wenn nicht schon längst die nächsten Schritte dieses zukunftsorientierten Entwicklungsprozesses ausgearbeitet hätten.

Zunächst versuchte man Spiele auf der Basis von Kinoerfolgen zu entwickeln, doch der gewünschte Erfolg blieb zumeist aus. Hingegen wurde die Kinoverfilmung von erfolgreichen Videospielen ein Meilenstein für Film- und Videoindustrie im digitalen Zeitalter der letzten Jahre.

Final Fantasy - die Mutter aller Kinoadaptionen von Videospielen

Unumstritten gilt Final Fantasy als eines der besten Rollenspiele aller Zeiten und jeder der mittlerweile elf Teile ist es Wert gespielt zu werden. Die Wurzeln liegen im Dezember 1987, als die beiden japanische Firmen Squaresoft und Enix (später Square Enix) nach monatelanger Arbeit den ersten Teil des Kultspiels für das Nintendo Entertainment System herausbrachten. Mit der USA-Einführung des schon in Asien erfolgreichsten Rollenspiels aller Zeit schwappte der Trend auch in die westliche Welt über.

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Final Fantasy:

Binnen der nächsten zehn Jahre wurden weitere sieben Teile herausgebracht und jeder war weit oben in der Bestsellerliste. Das Erfolgskonzept welches dahinter steckt, ist die individuelle Handlung jedes einzelnen Spiels. Es folgten unter anderem Final Fantasy VII und VIII, die unter begeisterten Rollenspielern Kultstatus erreichten. Demnächst wird die Reihe durch Final Fantasy XII erweitert, ob es wieder ein solcher Erfolg wird?

Im Zuge der Jahrtausendwende machte sich dann die Filmindustrie den Erfolg des Spiels zu Nutzen und startete die erste Kinoadaption von einem Videospiel, "Final Fantasy: Die Mächte in dir".

Wer Final Fantasy gespielt hat, wird es sich sicherlich nicht nehmen lassen auch den dazugehörigen Kinofilm zu sehen. Dies schien zumindest der Hintergedanke der Produzenten zu sein. Eigentlich müsste dieses Konzept auch aufgehen, aber nach theoretischen Berechnungen unter Berufung von Marktanalysen folgt eben meist die ernüchternde Realität. Und diese sieht auch hier anders aus: Die Ausgaben für diesen technisch hoch aufwendigen Film waren mit 130 Mio. US-Dollar viel höher als die erspielten Einnahmen in Höhe von 80 Mio. US-Dollar.

Nie zuvor boomte der Markt so sehr wie in diesen Tagen

Zahlentechnisch gesehen blieb der Film also hinter den Erwartungen, jetzt jedoch den Gedanken aufkommen zu lassen, der Film sei ein großer Flop, ist faslsch. Die erhofften Ergebnisse waren vergleichsweise mit dem letztendlichen Erfolg wahrscheinlich einfach zu weit oben angesiedelt. Gründe dafür liegen selbst für einen Laien auf der Hand: In erster Linie war es mit Sicherheit die zu klein gewählte Zielgruppe der 12 bis 21-Jährigen, denn Science-Fiction- und Fantasy-Filme gehören bei Leibe nicht zu der Art von Filmen, die eine breite Masse ansprechen.

Spekuliert man weiter, so könnte man sagen, dass es für den Zuschauer absolut keinen Wiedererkennungswert gab, denn wie alle vorangegangenen Spiele war auch der Film komplett handlungsunabhängig. Außerdem könnte sich die reine Verwendung von computeranimierten Menschen unter Umständen zum Negativen ausgewirkt haben. Es war das erste Mal, dass menschliche Bewegungen auf virtuelle Charaktere übertragen worden sind - diese Innovation kam beim Publikum scheinbar schlechter an als die Macher es beabsichtigten.

Im Grunde genommen sollten sich die Geister darüber streiten, ob der Film gut oder schlecht ist; das ist subjektiv und für manche sogar zweitrangig. Der wichtigere Punkt ist in jedem Fall, dass "Final Fantasy: Die Mächte in dir" Vorreiter einer völlig neuen Bewegung war.

Mit "Final Fantasy VII: Advent Children" kommt nun ein zweiter Film heraus, der jedoch eine Fortsetzung zum siebenten Teil des Spiels darstellt. Vorerst wird er nur in Japan ausgestrahlt, auf DVD wird er dann jedoch auch bei uns erhältlich sein. Werden die gemachten Fehler nach vier Jahren erneut auftauchen oder haben sich die Produzenten belehren lassen?

Hollywoods Antwort: Lara Croft bekommt Leben eingehaucht

Lara Croft ist die bekannteste und gleichzeitig attraktivste Spielheldin, Hauptfigur von bereits fünf Teilen "Tomb Raider" und in ihrer Art vergleichbar mit einem Indiana Jones. Ihre Geburtsstunde war 1996, als das von Core Design entwickelte Action-Adventure auf den Markt gebracht wurde. Die sorgfältige Auswahl der Komponenten von Action (Kämpfen und Waffen) und Adventure (Geschick und Rätsel) bewirkten eine perfekte Konstellation, die sich schnell in den Verkaufszahlen widerspiegeln sollte.

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Tomb Raider:

Bereits 2001 erkannte auch Hollywood die positive Entwicklung dieses Spiels und startete die Dreharbeiten zur gleichnamigen Kinoverfilmung. Bei dieser Umsetzung versuchte man an die Gewohnheiten der fünf bereits erschienenen Teile anzuknöpfen, was auch in mehreren Punkten gelang: So blieb eine gesunden Mischung zwischen Kampf und Geschick erhalten und mit Angelina Jolie wurde praktisch das menschliche Ebenbild Croft's gefunden. Zwei Jahre später folgte mit "Lara Croft: Tomb Raider - Die Wiege des Lebens" die zweite Verfilmung der Videospiel-Reihe.

Zwar konnte diese nicht mehr in gleicher Manier an den ersten Erfolg erknöpfen, dennoch ergibt sich bei Kritiken der Grundtenor eines passablen Spielfilms. Der gesteckte Maßstab an einem Nachfolger ist eben oft schwer umzusetzen, entweder der Film findet die erwünschte Zustimmung oder er wird als Flop verschrien. Wer also beiden Filmen von der Handlung nicht viel abverlangen konnte, dem blieb ihm immer noch eine sehr attraktive Schauspielerin, die in beiden Teilen durch ihr Aussehen glänzen konnte.

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