Spieleverfilmungen - Seite 2

(Special)

Resident Evil - Der Horror kommt ins Kino!

Der erste Teil von Resident Evil erschien bereits 1996 und avancierte für viele schnell zum Inbegriff des Horror-Genres. Nachdem sich Constantin-Film schon frühzeitig die Rechte für eine Adaption dieses Action geladenen Spiel sicherte, müssten sie eigentlich der Initiator dieser neuen Gattung von Kinofilmen sein - sind es aber nicht!

Man beauftragte zunächst George Romero, der durch seine bekannten Zombiefilme (zum Beispiel: "Dawn of the Dead", 1978) bereits die Spiele beeinflusste und man erhoffte sich dadurch eine originalgetreue Verfilmung des Spieleklassikers. Romeros Drehbuchentwurf wurde dennoch 1999 aufgrund "kreativer Differenzen" abgelehnt und Paul Anderson als Nachfolger nominiert, der mit diesem Film seinen bisher größten Erfolg verzeichnete - unter anderem war er Drehbuchautor von "Mortal Kombat" und "Alien vs. Predator".

Horror in Serie

Während Romero noch auf eine Eins-zu-eins Umsetzung baute, kreierte Anderson für seine Adaption eine Vorgeschichte zur Horrorserie. 2002 war es dann endlich soweit, der lang ersehnte Horrorfilm lief in den Kinos an und kletterte rasch in den Kinocharts empor. Auch aus deutscher Sicht konnte man sich freuen, Heike Makatsch gab mit ihrer Rolle als Dr. Lisa Addison an der Seite von Schauspielstar Milla Jovovich ihr Hollywood-Debut.

Braucht eine Kinoadaption also attraktive Schauspielerinnen um zu überzeugen oder ist es Zufall wenn eine spannende Handlung mit gefälligen Damen gespickt ist?

Erst kürzlich, im Jahr 2003 scheiterte Boll ebenfalls mit seiner Verfilmung von "House of the Dead" und trotz ausbleibender Erfolge bleibt der selbsternannte Filmguru unermüdlich. Schon jetzt haben die Dreharbeiten zu seinem neusten Film "Dungeon Siege" begonnen und selbst für die Zeit danach ist mit weiteren Schlagzeilen von ihm zu rechnen...

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Das Horror-Kabinett des Dr. Uwe Boll:

Zwei Jahre später folgte mit "Resident Evil: Apocalypse" eine Fortsetzung des ersten Teils, wiederum von Anderson inszeniert. Wie auch sein Vorgänger präsentiert sich "Apocalypse" ebenso gehalt- beziehungsweise nennen wir es eher gewaltvoll. Diese Schiene scheint dem Zuschauer jedoch sichtlich zu gefallen. Obgleich beide Filme nicht für schwache Nerven geeignet sind, blieb die Besucherzahl allein des ersten Teils in den USA, Kanada und Europa nur knapp unter der Zwölf-Millionen-Grenze!

Die "Torschlusspanik" des Uwe Bolls

Der deutsche Filmregisseur, beziehungsweise viel mehr seine eigene Firma "Boll-KG" (d.R. Kommanditgesellschaft, bezeichnet den Zusammenschluss von zwei oder mehr Personen sowie juristischen Vertretern zu einer Personengesellschaft, um als gemeinsame Firma ein Gewerbe zu betreiben), bezeichnet sich selbst als Weltmarktführender auf dem Gebiet der Videospiel-Verfilmung.

Kritiker werfen ihm hingegen vor er habe kein Talent und würde die Zeit an überteuerten Projekten verschwenden, womit sie scheinbar recht behalten sollten: Seine neuste Kinoversion "Alone in the Dark" kam erst vor wenigen Monaten in unsere Kinos und floppte trotz Produktionskosten von knapp 30 Millionen Dollar und namhafter Besetzung wie Christian Slater.

Brauchen wir mehr Action auf unseren Leinwänden?

Die erwünschte Topplatzierung in den Kinocharts blieb meist aus

Hollywood sagt ja und Ende Oktober 2005 kam mit "Doom" die nächste actionreiche Verfilmung eines 3D-Shooters auf die Kinoleinwand. Schon seit den frühen Neunzigern erfreut sich das Spiel einer großen Anhängerschaft an Begeisterten. Seinen schnellen Aufstieg zu einem der angesagtesten Ego-Shooter hat das Spiel sicher der - für damalige Verhältnisse - grandiosen 3D-Grafik und der perfekten Verbesserungen der Spielbedienung im Vergleich zu seinem Vorgänger "Return to Castle Wolfenstein" zu verdanken.

Nachdem der Filmstart zunächst von August auf Oktober verschoben wurde, erfreute sich das Publikum am erschienen Trailer. Dieser räumte damals endgültig die Befürchtungen aus dem Weg, Film und Spiel hätten keine Analogie. Mit Karl Urban (Prinz Eomer in der Herr der Ringe-Triologie) und The Rock (The Scorpion King und ehemaliger Wrestler) wurden außerdem zwei gestandene Schauspieler engagiert und natürlich darf auch hier die weibliche Unterstützung nicht fehlen: Rosamund Pike, das Bond-Girl aus "James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag".

Trotz dieses Aufwands fand der Film nicht den gewünschten Anklang und verschwand leider schneller in der Versenkung als er zuvor aufgetreten war. Für "Doom-Fans" war diese Verfilmung natürlich ein ganz klares Muss, die breite Masse konnte entgegen der Erwartungen nicht überzeugt werden. Die Voraussetzungen für einen Erfolg waren eigentlich gegeben, scheiterte es an der Umsetzung?

Die neuste Produktion: Silent Hill

Mitte April diesen Jahres war es endlich soweit, nach fast genau einem Jahr Produktionszeit lief die lang erwartete, gleichnamige Verfilmung des Psycho-Horror Spiels "Silent Hill" an. Die Handlung wurde in Anlehnung an den ersten Teil der Spielereiehe erstellt, unterscheidet sich jedoch in einem Punkt gravierend: zum Leiden der Fans macht sich nicht Vater Harry Manson auf die Suche der verlorenen Tochter gemacht, sondern Mutter Rose.

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Spielerische Horrorfilme:

Trotzdem wurde sich bemüht möglichst viele Effekte aus dem Spiel zu übernehmen, was in diesem Fall zur Freude der Fans erstaunlich gut geklappt hat. Die Regisseuren und Drehbuchautoren schafften es, die markanten Kamerafahrten im Film umzusetzen und auch an bekannten Figuren wie beispielsweise Cybil Bennett und Dhalia (beide ebenfalls aus Silent Hill 1) wurde nicht gespart. Das ganze wird durch die musikalische Untermalung noch abgerundet, viele Stücke wurden aus dem Spiel übernommen und lassen so eine perfekte Identifikation mit der Kinoadaption zu.

Glaubt man dem Feedback der Zuschauer so finden die meisten "Silent Hill" als mit Abstand beste Spieleverfilmung aller Zeiten. Eine aus dem Spiel fesselnde Handlung wäre perfekt umgesetzt worden und auch Effekte und Sound ließen in keinster Weise einen Negativpunkt an diesem Film aufkommen. Trotzdem hielten sich die Besucherzahlen relativ in Grenzen, die erwünschte Topplatzierung in den Kinocharts blieb meist aus. Vielleicht lag es aber auch an den aktuellen Konkurrenten wie Sakrileg oder X-Men, die sicherlich vom Namen her mehr Besucher anlockten und auch massentauglicher sind.

Alles in Allem können die Produzenten jedoch mit ihrem Werk zufrieden sein und wer weiß, vielleicht ereilt uns bei Zeiten eine weitere Verfilmung eines der anderen Teile aus der "Silent Hill" Reihe.

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