Spieleverfilmungen - Seite 3

(Special)

Die Zukunft von Spieleverfilmungen

Ein weiterer Hoffnungsschimmer zeichnet sich für die kommende Jahren am Kinohimmel ab. Mitte 2007 soll die Kinoversion vom Xbox-Shooter "Halo" kommen und für dessen Verfilmung ist kein geringerer als "Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson und seine Frau Fran Walsh zuständig. Das komplette Projekt wird von Microsoft, Universal Studios und 20th Century Fox gesteuert, somit wird wohl nichts dem Zufall überlassen bleiben.

Wie oben bereits angesprochen arbeitet Uwe Boll immer weiter an neuen Ideen für Kinoadaptionen und mit der Verfilmung soll noch lange nicht Schluss sein. Glaubt man den Medien so plant er bereits danach Leinwandversionen wie "Far Cry" oder auch "Hunter: The Reckoning" anzugehen. Es stellt sich jedoch die Frage, ob man nicht bei mäßigen Erfolgen seiner bisherigen Filme auf eine andere Schiene umsteigen sollte.

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Kino von Morgen - Spielehits von heute:

Verfilmungen der Spiele-Megahits

Doch es gibt drei weitere hochkarätige Namen die zweifelsohne wieder für einen großen Leinwanderfolg sorgen könnten: Mit einem geplanten Filmstart im ersten Quartal 2007 wird wohl "Splinter Cell" die erste Kinoadaption im neuen Jahr werden. Obwohl die Dreharbeiten bereits im Sommer 2005 angefangen haben, wurde sich bisher viel Zeit gelassen und mittlerweile wird vermutet, dass der Film später als geplant die Kinoleinwände erreichen wird. Auch wenn wir uns noch ein wenig gedulden müssen, freuen wir uns sicher alle auf den besten Agenten der NSA, Sam Fisher und seine tollkühnen Taten gegen diverse Mafiabosse, Drogenbarone oder Schmugglerketten.

Meinung

Mittlerweile scheint es, als sei förmlich ein Hype bei der Verfilmung von Spielen ausgebrochen. Obgleich es viele sehens-

werte und detailgetreue Umsetzungen gibt, werden noch zu oft erfolgreiche Spiele von einer schwachen Kinoverfilmung beschmutzt - allein um des Geldes Willen.

Bei aller Euphorie sollten sich die Produzenten überlegen an welchen Film man sich heran trauen kann und mit welchem Zeitaufwand dies geschehen sollte.

Bei Einhaltung dieser beiden Punkte, können wir uns als Zuschauer hoffentlich auf weitere tolle Kinoadaptionen in der Zukunft freuen.

Auf die beiden anderen Filme werden wir uns höchstwahrscheinlich noch ein Jahr länger gedulden müssen, die voraussichtlichen Filmstarts liegen alle 2008 - wenn sie denn überhaupt den Sprung ins Kino schaffen. Viele Kritiker bezweifeln sowohl bei "World of Warcraft" als auch bei "Metal Gear Solid" das es zu einer Kinoadaption kommen wird. In der Hoffnung das Kritik bei den Machern erhört wird und sie der Ehrgeiz packt dürfen wir uns als Zuschauer im gegebenen Fall definitiv auf zwei hochklassige Filme freuen.

Immerhin scheint Blizzard Entertainment mit breiter Brust in die Produktion zu starten: Geschäftsführer Paul Sams lies verlauten, dass es das Ziel sei "einen der besten Filme aller Zeiten" zu produzieren. Zumindest das Geldreservoir sollte wohl groß genug sein, immerhin setzten sich bisher alle Blizzard-Spiele an der Marktspitze fest - allein durch die monatlichen 15€ aller WoW-Süchtigen fließt kontinuierlich Geld in die Kassen des amerikanischen Spieleherstellers.

Inzwischen ähnelt die derzeitige Entwicklung eher einem Wettstreit zwischen Kinofilm- und Videospielproduktion. War es in den letzten Jahren eigentlich noch eine Seltenheit, dass Spiele verfilmt worden sind, so braucht man sich in diesen Tagen lediglich nach links und rechts zu drehen, um die neuen Namen von Kinofilmen aufzuschnappen.

Es hat allmählich den Anschein, dass heutzutage mehr Filme aus Spielen gemacht werden, als andersrum - wie es eigentlich auch noch vor ein paar Jahren der Fall war. Doch vorbei ist auch die Zeit in der allein die Ankündigung einer neuen Kinoadaption das Herz der Zielgruppe hat höher schlagen lassen. Sollte eine derartige Entwicklung weiter anhalten, kann es über kurz oder lang zu einer Übersättigung des Marktes führen. Der Grundgedanke eines Videospiels war es, sich alleine mit einer Handlung - verpackt in einem genrebedingten Spiel - auseinanderzusetzen.

Fazit

Projiziert man nun immer mehr Spiele auf die Leinwände dieser Welt, würde dadurch auch die Besonderheit und Individualität eines Spiels verloren gehen. Firmen probieren ohne Rücksicht auf Verluste - vor allem Gemeinsamkeiten - den Erfolg eines Videospiels auch auf einen Kinofilm umzumünzen.

Unbeachtet bleiben dabei meist die Tatsachen, zu welcher Zeit das Spiel seine größten Erfolge feierte, sowie das Interesse der Zuschauer an einem Film, der oft spielunbezogener gar nicht sein kann. Nicht allein der Titel verhilft dem Film zu seiner Klasse, der Zuschauer möchte unterhalten werden. Geld machen ist nicht alles, Hollywood!

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