Nintendo Wii

(Special)

von Dominik Köppl (09. Dezember 2006)

Nintendo Wii? Soll das etwa der neue Name der japanischen Wunderkonsole aus dem Hause Nintendo sein? Das werden sich wohl einige Spieler gefragt haben, als der Name der neuen Konsole preisgegeben wurde.

Die Zukunft spricht Wii-sa

Das, was auf den ersten Blick ein vollkommen untypischer Name für eine Konsole zu sein scheint, verfolgt eine sehr gut durchdachte Strategie Nintendos, nämlich eine Konsole zu kreieren, die nicht nur langjährige erfahrene Hardcorezocker anspricht, sondern auch Menschen, die bisher nicht im geringsten etwas mit Videospielen am Hut hatten, oder Videospiele sogar abgeneigt gegenüber standen. Nintendo Wii soll also alle ansprechen; Kinder, Eltern und wie Nintendos Trailer auch zeigt, Großeltern. Wii soll sich an alte und neue Zielgruppen richten. Die Konsole soll ein gänzlich neues Gefühl aufkommen lassen, dass so genannte "Wii-Gefühl". "Wii" abgeleitet von dem englischen Wörtchen "we", also "wir".

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Wii Design:

Dass Nintendos Beitrag zu den Next-Generation Konsolen ein außergewöhnlicher sein wird, ließ sich relativ früh erahnen. Bei der damals noch als Nintendo Revolution betitelten Konsole wurde auf den Spielemessen ein wichtiges Detail stets verschwiegen: Der Controller. Kein Bild, kein Prototyp, kein Kommentar. (Nintendos offizielle Begründung später ließ verlauten, dass sie auf Nummer sicher gehen wollen, damit es nicht zu einem eventuellen Ideendiebstahl kommt.)

Wii are the Future: Von jung bis alt - von Anfänger bis Profi

Als im September 2005 Satoru Iwata, der Präsident von Nintendo, auf der Tokyo Game Show das Geheimnis um den neuen Controller lüftete, war das Erstaunen des Publikums groß. Ein in einem sehr stilvollen Weiß gehaltener Controller, der aussah wie eine Fernbedienung sollte die neueste Errungenschaft am Videospielehimmel sein.

Nach langem Versteckspielen war jedem klar, dass Nintendos neuer Controller außergewöhnlich, wenn nicht sogar ungewöhnlich, sein wird. Aber an eine derartige Neuentwicklung hatte wohl kaum einer gedacht. Das Aussehen rief bei vielen Spielern Unglauben und sogar Abneigung hervor, aber Nintendo wählte mit Bedacht dieses Design. Die simple Antwort auf das "warum" ist: Ein Controller, der aussieht wie eine Fernbedienung, soll auch Nicht-Spieler den Einstieg in die Videospielewelt ermöglichen und ihn vor allem erleichtern. Denn jeder ist vertraut mit dem Umgang einer Fernbedienung.

Nintendo will neue Zielgruppen erreichen und Leute zum Spielen bringen, die sich bisher von Videospielen begeistern ließen. Dies soll aber nicht bedeuten, dass das Videospiel auf dem Nintendo Wii simpel sein wird. Blutige Anfänger sowie erfahrenen Hardcorezocker werden mit dieser Spielekonsole gleichermaßen zufrieden gestellt.

Mit Wii sind wir in eine neue Dimension vorgestoßen.

Viele fragten sich, wie man mit einer Fernbedienung, die fast ohne Knöpfe und vor allem ohne Stick auskommt, anstelle eines Controller, denn überhaupt Videospiele spielen soll? Die Antwort ist gerade zu banal: durch Bewegungssensoren. Nintendos Controller ermöglicht es Bewegungen in ein Spiel einzubauen. Hält man also bei einem Spiel, wie Zelda, den Wii-Remote in der Hand und schwingt diesen, wie ein Schwert, werden die Bewegungen direkt in Spiel eingebunden und das Schwert des Helden im Videospiel bewegt sich, wie die eigene Hand.

Dieses Prinzip lässt sich beispielsweise auch auf ein Tennisspiel, Golfspiel oder auch auf einen Ego-Shooter übertragen. Hält man den Wii-Remote, wie eine Schusswaffe in der Hand und betätigt den B-Knopf auf der Unterseite, fungiert er als Light-Gun. Diese Entwicklung lässt sich nahezu auf alle Spielprinzipien übertragen, so kann man zum Beispiel durch Neigung nach rechts oder links auch ein Fahrzeug steuern. Das grandiose dabei ist, dass diese Technik richtig gut funktioniert! Und gerade diese neuartige Bedienungsmöglichkeit dürfte neben dem sehr günstigen Preis, Nintendos größter Vorteil sein auf dem umgekämpften Videospielemarkt.

Wo Sony und Microsoft ihre Prioritäten in Prozessorleitung und Grafik setzen, setzt Nintendo seine Prioritäten in ein neues Spielkonzept. Und genau dies macht eine Revolution am Videospielehimmel aus, denn mal ganz ehrlich, prächtige Grafiken sind ja schön und gut, aber ein Rennspiel bleibt ein Rennspiel, auch wenn sich die Grafik in den letzten fünf Jahren erheblich verbessert hat, das Spielgefühl bleibt das selbe, aber aktiv in ein Spiel einzugreifen, durch eigene Bewegungen etwas zu bestimmen, dass ist revolutionär!

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