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World of WarCraft: The Burning Crusade (PC)

Artikel veröffentlicht am 11.01.2007

Über 6,5 Millionen Spieler weltweit, mehrere Auszeichnungen zum Spiel des Jahres, starke soziale Auswirkungen - World of WarCraft ist ein Phänomen, dass die Massen ebenso fasziniert wie spaltet. Knapp über zwei Jahre nach Release erscheint am 16. Januar 2007 das erste Erweiterunspaket mit dem Titel "The Burning Crusade", das wir uns genauer angeschaut haben. Von Oliver Hartmann

Rasse statt Klasse

Das Addon richtet sich primär an zwei verschiede Zielgruppen. Da wären die Vielspieler, die einen oder mehrere Charaktere auf dem bisherigen Höchstlevel 60 haben und sich inzwischen durch die immer gleichen Schlachtzug-Instanzen quälen und natürlich die, die immer noch nicht vom Virus gepackt wurden. Beide Gruppen werden mit dem Addon auf ihre Kosten kommen. Das Level-Maximum wird mit dem Addon auf Stufe 70 angehoben, das bedeutet für Level-60-Spieler endlich wieder eine Erhöhung des Erfahrungsbalkens sowie mehr als 100 neue Quests.

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Hinter dem Dunklen Portal warten in den sieben neuen Zonen zahlreiche Abenteuer. Die Startgebiete der beiden neuen Rassen haben es wirklich in sich. Malerisch schön waren sie offenbar eine Spielwiese für die Designer.

Mit den Blutelfen auf Seiten der Horde und den Draenei auf Seiten der Allianz werden zwei neue Rassen eingeführt. Neue Klassen sind dagegen nicht zu finden. Blizzard entschied sich aber dafür, alle Klassen für beide Fraktionen im Spiel frei zu geben. So können sich die Draenei als Schamane versuchen, die es bisher nur auf Seiten der Horde gab. Umgekehrt dürfen Horde-Blutelfen die bisherige reine Allianz-Klasse Paladin spielen. Wir sind gespannt darauf, wie sich dies auf die Spielbalance auswirken wird, vielleicht wird dadurch der gegenseitige Neid mit dem verbundenen Gejammer weniger häufig auftreten.

Von Blutelfen und Draeneis

Die neuen Blutelfen haben sich nach einem Konflikt von den einstigen Verbündeten der Allianz abgespalten und sich der Horde angeschlossen. Gemeinsam hoffen sie, ihre Geschwister in der Scherbenwelt zu erreichen. Die Blutelfen sind ein stolzes Volk und sehr geschickt im Umgang mit Magie. Als Rassen-Boni können die Blutelfen ihren Gegnern Mana entziehen oder sie mit Stille am Zaubern hindern. Sie verfügen über erhöhte Resistenzen gegen Magie und sind besonders geschickt im Beruf der Verzauberungskunst. Neben den magischen Klassen können Blutelfen sich noch als Schurke, Jäger und Paladin versuchen.

Am meisten erwartet wird jedoch der neue Kontinent mit dem klangvollen Namen Scherbenwelt.

Die mysteriösen Draenei sind vor langer Zeit auf den Azurmythosinseln notgelandet. Eine besondere Beziehung haben die Draenei zu den merkwürdigen Energiewesen der Naaru. Sie verfügen mit dem "Seegen der Naaru" über einen sehr guten Heilzauber, der ihnen als Rassenbonus zur Verfügung steht und mit jedem Level besser wird. Außerdem haben sie erhöhte Schattenresistenzen und selbst sowie jedes Mitglied der Gruppe eine verbesserte Trefferchance von ein Prozent. Besonders geschickt sind sie im neuen Beruf des Juwelenschleifens. Neben den üblichen Klassen können die Draenei Allianz-exklusiv die Klasse des Schamanen ergreifen.

Neue Welten und Abenteuer

Beide Rassen haben völlig eigenständige Startgebiete bis sie Level 20 erreicht haben. Danach zieht es auch die Abenteurer der Draenei und Blutelfen in die bereits aus dem Hauptprogramm bekannten Welten. Beide Startzonen sind wunderschön designt. Die Blutelfen leben in einer kunterbunten, warmen Welt. Auf Seiten der Draenei sieht alles sehr fremd und kühl aus. Die neuen Quests in den Startzonen sind besonders bei den Draenei sehr abwechslungsreich und originell. So muss man z.B. gleich in niedrigen Leveln für eine Quest ein Reittier besteigen, was normal erst mit Level 40 möglich ist.

Am meisten erwartet wird jedoch der neue Kontinent mit dem klangvollen Namen Scherbenwelt. Hinter dem Dunklen Portal liegt dieser Kontinent mit sieben verschiedenen Zonen. Diese Zonen sind sehr schön gesignt und sind insgesamt sehr abwechslungsreich. Vorher sollte man jedoch das magische Level 60 erreicht haben, denn die Gegner in der Scherbenwelt haben es in sich und teilen kräftig aus und stecken ebenso viel ein.

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Die neuen Gebiete könnten abwechslungsreicher kaum sein. Von kargen und trostlosen Abschnitten bis zu malerisch schönen Ebenen wird alles geboten. Eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Hauptprogramm.

Gleich hinter dem Dunklen Portal tobt ein erbitterter Krieg zwischen der Brennenden Legion und den gigantischen Dämonen auf der Höllenfeuerhalbinsel. Die Optik ist hier eher karg und trostlos. Danach geht es aber in die Zangarmarschen, einem großen Sumpfgebiet mit teils sehr skurrilen Gegnern. Mit Level 64 ist man dann bereit für die wunderschönen, saftig-grünen Ebenen von Nagrand.

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Es ist unglaublich, was Blizzard sich an neuen Monstern hat einfallen lassen. Teilweise sind diese Bildschirmfüllend und erheblich schwieriger zu erledigen. Aber jenseits der Level 60 sollte man das Spiel auch kennen.

Etwa im gleichen Levelbereich liegen die düsteren Wälder von Terrokar. Das Schattenmondtal empfiehlt sich ab Level 67 und beheimatet Illidans schwarzen Tempel. Völlig abgedreht wird es dann im Schergrat und dem Nethersturm. Die Designer müssen einen großen Spaß bei der Umsetzung gehabt haben.

Meinung

Der 16. Januar wird ein Freudentag. Ich brenne darauf, die neuen Gebiete zu erkunden und einen kleinen Blutelfen neu anzufangen.

Blizzard sorgt dafür, dass es wieder jede Menge Spielspaß gibt und schnürte dafür ein mehr als attraktives Paket.

Für das nächste Addon wünschen wir uns die eine oder andere neue Klasse und die unglaubliche Erfolgsstory wird noch lange anhalten.

Oliver Hartmann, 11.01.2007

Futter für Profis: Neue Instanzen

Das schöne an den neuen Quests ist, dass es dafür neben Erfahrungspunkten und Gold auch richtig gute Gegenstände gibt. Spieler, die sich ihr wertvolles Equipment durch unzählige Schlachtzüge in den Geschmolzenen Kern zusammen gesammelt haben, werden lange Gesichter machen. Aber auch beim Addon wird es die richtig dicken Belohnungen wieder in den neuen Instanzen geben, von denen es einige gibt. Die einfachste dürfte die Höllenfeuerzitadelle sein. Sie ist auf fünf Spieler ausgelegtem niedrigen 60er Bereich. Es warten drei vollständige Flügel auf die Abenteuer-Gruppe.

Die Höhlen der Zeit gehören zu den interessantesten Instanzen im ganzen Spiel. Das besondere an der Instanz ist, dass sie euch in der Geschichte von Azeroth zurück befördert. So erlebt ihr die Flucht Thralls aus der Burg Durnholde und seinen Aufstieg zum mächtigen Orc-Anführer.

In den Zangarmarschen liegt das Coilfang Reservoir mit seinen vier Flügeln, in denen es zahlreiche Boss-Monster gibt, ebenfalls für den niedrigen 60er Bereich. Dazu kommen weitere Instanzen, auch in den alten Gebieten wie Karazhan, die zwischen Duskwood und den Sümpfen des Elends.

Weitere Neuheiten

Ebenfalls für viel Aufsehen sorgen die neuen Flugreittiere, ohne die der Nethersturm gar nicht erreichbar ist. Als neuer Beruf gibt es das Juwelenschleifen. Diese Juwelen sind für die neuen, gesockelte Rüstungsteile nötig, um diese besonders aufzuwerten. Sämtliche Talentbäume wurden überarbeitet und fassen nun 41 Talentpunkte. Zum Start des Addons wird eine gratis Neuverteilung der Talente möglich sein. Außerdem hat Blizzard eine neue Gruppensuche eingebaut, mit der es leichter sein wird, andere Spieler zu finden, um mit ihnen Instanzen unsicher zu machen.

Fazit

Blizzard hat seine Hausaufgaben gemacht, der immense Erfolg gibt ihnen Recht. Mit dem Addon Burning Crusade wird die Erfolgsgeschichte weitergehen. Es gibt so viele neues zu entdecken, dass selbst inaktive Spieler wieder ihren Account reaktivieren werden. Für den Start am 16. Januar 2007 sollte man sich auf Warteschlangen auf den Servern und vermutlich auch Latenzprobleme einstellen.


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