Command & Conquer 3 - Seite 2

(Special)

So wird gespielt

Zu Beginn entscheidet sich der Spieler für eine Seite: will er mit der GDI die Welt retten oder mit Nod versuchen diese zu unterwerfen? Da für die moderne Kriegsführung Tiberium unerlässlich ist, versucht der Spieler möglichst früh, dieses mittels eines Sammlers abzubauen. Gesammeltes Tiberium wird in Geld umgewandelt und mit diesem kann der Spieler mit dem Bau seiner Basis beginnen. Dabei stehen Kraftwerke, Kasernen, Waffenfabriken, Verteidigungsanlagen, Silos, Flugplätze und vieles mehr zur Verfügung. Hier stellen sich bereits erste taktische Fragen: soll die Basis möglichst nahe am Tiberiumfeld gebaut werden, damit dieses schneller abgebaut werden kann? Oder soll die Basis lieber etwas weiter weg in eine einfacher zu verteidigende Zone verlegt werden?

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Soll zuerst eine solide Verteidigung aufgebaut werden oder soll der Gegner lieber möglichst früh mit Angriffen gestört werden? Steuerung und Aufbau sind unkompliziert und schnell begriffen, die strategische Tiefe entfaltet sich jedoch erst mit der Zeit. Denn im späteren Spielverlauf erhalten beide Seiten neue Einheiten, welche an der Front nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip funktionieren: ein Fusssoldat mit Panzerfaust schlägt den Panzer, der Panzer schlägt den MG-Jeep, der MG-Jeep schlägt den Fusssoldaten mit der Panzerfaust.

2047 - der 3. Tiberiumkonflikt

Nun sind 20 Jahre seit dem letzten Add-On "Firestorm" vergangen und ein Comeback von Kane steht kurz bevor. Tiberium hat in der Zwischenzeit die gesamte Erde überzogen und nachhaltig verändert. Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr, denn die Erde wurde - je nach Verseuchungsgrad durch Tiberium - in drei verschiedene Zonen eingeteilt: rote Zonen machen 30 % der Erdoberfläche aus. Diese Zonen sind unbewohnbar und gleichen der Oberfläche eines fremden Planeten. Gelbe Zonen sind teilweise bewohnbar und machen rund 50 % der Erdoberfläche aus. In diesen Gebieten lebt ein Grossteil der durch die Kriege geplagten Bevölkerung. Gelbe Zonen gelten auch als Rückzugsgebiet der Bruderschaft. Die übrigen 20 % sind die letzte Zuflucht der zivilisierten Menschheit und werden als blaue Zonen bezeichnet. Diese Zonen sind weitgehend frei von Tiberium und werden von der GDI kontrolliert.

"Tiberium Wars" orientiert sich stark am ersten Teil der Reihe, was sich nicht nur im Bereich der Einheiten- und Gebäudeverwaltung zeigt. So gibt es beispielsweise ein Wiedersehen mit dem MBF (mobiles Baufahrzeug) und den Ingenieuren, welche gegnerische Gebäude übernehmen können. Besonders hervorzuheben ist der Avatar-Mech auf Seiten von Nod. Er kann Waffensystem von anderen Einheiten demontieren und selbst benutzen. Die GDI verfügt mit dem Mammut-Panzer über eine der stärksten Einheiten überhaupt. Der schwerfällige Koloss kann sich bis zu einem gewissen Grad selbst reparieren und sowohl Boden- als auch Luftziele angreifen. Das vertikale Seitenmenü verspricht auch abseits vom Geschehen optimale Kontrolle der eigenen Produktion.

Meinung von Lukas Grajkowski

Ich erinnere mich an meine erste Begegnung mit C&C als wäre es gestern. Kaum habe ich das Spiel bei einem Kollegen gesehen, diente es mir als inoffizieller Vorwand, um von den Eltern einen PC zu ergattern. Seitdem hat mich nie wieder ein Strategie-Spiel dermaßen in seinen Bann gezogen.

Eine Stärke der Serie bestand immer darin, dass sie aktuelle Themen aufgriff und diesen sogar hin und wieder zuvor kam. So zum Beispiel der Terror gegenüber der Zivilbevölkerung oder die Manipulation der Medien.

Nach einem etwas enttäuschenden zweiten Teil sind meine Erwartungen an nun ungewöhnlich hoch und die Vorfreude riesig.

Alt und neu

Viel Bewährtes wurde beibehalten. So gibt es für jede Fraktion eigene Kampagnen. Kommandanten der GDI können wieder auf die Computerstimme EVA vertrauen. Sie informiert den Spieler über Fertigstellung von Einheiten, Angriffe auf die eigene Basis sowie Abschüsse von besonders verheerenden Waffen wie beispielsweise der Atombombe.

Neu lassen sich Truppenverbände koordinierter durch das Schlachtfeld bewegen. Die Aggressivität ist so einstellbar, dass der Spieler selbst über das Verhalten der Truppe entscheiden kann: Sollen sie möglichst schnell zu einem gewissen Punkt vorrücken und alle Gegner auf dem Weg dorthin ignorieren oder doch lieber das Gebiet vollständig säubern. Einheiten können sich ebenfalls neu auch auf dem Rückzug verteidigen, im Gegensatz zu früher.

Entscheidungen innerhalb einer Mission haben weiterhin Auswirkungen auf die späteren Missionen. Diese werden wie bis anhin durch die für "C&C" berühmten Video-Sequenzen eingeläutet: via Bildschirm erhält der Spieler seine Anweisungen direkt vom Vorgesetzten. In "Tiberium Wars" spielen einige bekannte Schauspieler wie Josh Holloway (Sawyer aus Lost) mit.

Wer sonst noch mitmischt

Erstmals in der Geschichte von "C&C" gesellt sich eine dritte Partei zum andauernden Konflikt. Nach Durchspielen der Kampagnen mit GDI und Nod, kann der Spieler biomechanische und insektenähnliche Aliens steuern, genannt die Scrin. Die Scrin können sich unbeschadet über Tiberium bewegen, was ein versteckter Hinweis darauf sein könnte, dass das Tiberium tatsächlich aus dem Kosmos stammen könnte. Im Gegensatz zu GDI und Nod haben Scrin keine Limite zur Lagerung von Tiberium. Sie müssen daher keine Silos bauen und können sich vollständig auf die militärischen Aktivitäten konzentrieren. Bei den Einheiten der Scrin darf sich der Spieler über originelle und exotische Exemplare freuen. Besonders viel versprechend ist der Annihilator Tripod. Er kann mit seinen tentakelähnlichen Kanonen drei verschiedene Ziele auf einmal angreifen. Die Scrin verfügen zudem über ein extrem langsames Mutterschiff, das schwarze Löcher erzeugen kann. Eine tödliche Waffe, wenn der Spieler es schafft, sie in die Nähe einer feindlichen Basis zu platzieren. Da die Scrin technologisch weit vorgeschritten sind, ist es ihnen auch möglich Zeit und Raum so zu biegen, dass sie Truppen aus dem Orbit auf die Erde beordern können.

Online können sich bis zu 8 Spieler gleichzeitig messen. Bei dem neuen Observer-Modus ist es sogar möglich, die Duelle anderer Spieler am Bildschirm live mit zu verfolgen. Wählt man den Computer als Gegner, kann man das taktische Verhalten im Voraus definieren: zwischen passiver Basisverteidigung und aggressivem Tank-Rush ist alles möglich.

Fazit

Apostel von Command & Conquer haben sich schon lange auf ein Wiedersehen gefreut. Doch das Warten ist bald vorbei und seither ist viel passiert. Die damaligen Spieler drücken nicht mehr die Schulbank sondern verdienen Geld. Die ehemaligen Entwickler hingegen haben sich von einer Garage-Firma bis zu den Räumlichkeiten von Electronic Arts hochgearbeitet. Daher sollte eine Steigerung nicht nur im grafischen sondern auch im spielerischen Bereich spürbar sein.

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