20 Jahre Final Fantasy

(Special)

Seit 20 Jahren erfreut die Final Fantasy-Serie nun schon die Herzen der RPG-Fans - weltweit allerdings erst seit 10 Jahren. Wir beleuchten den Weg der Serie vom ersten 8-Bit Ausflug auf dem NES bis hin zu dem in Europa in Kürze erscheinenden Final Fantasy 12.

Die Vorgeschichte

Wir schreiben das Jahr 1987: Der Softwarehersteller Squaresoft steht nach einigen mittelmäßigen Spielen finanziell unter Druck. Man will nun ein Rollenspiel (diese zählen seit jeher zu den beliebtesten Spielegattungen in Japan), ähnlich der populären Dragon Quest-Reihe des Konkurrenten Enix, entwickeln. Ironischerweise schlossen sich beide Unternehmen später (2003) zu Square/Enix zusammen.

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Der Beginn:

Dieses Spiel, das in Anlehnung an den prekären Zustand der Firma Final Fantasy ("final", da es die letzte Möglichkeit war, Squaresoft vor der Pleite zu bewahren, und "Fantasy" aufgrund der typischen Fantasywelt) benannt wird, soll über das Schicksal von Squaresoft entscheiden. Obwohl Final Fantasy fast zeitgleich mit Dragon Quest 3 erscheint, wird es auf Anhieb von der Fangemeinde begeistert aufgenommen.

Der Beginn einer Saga

Die Hintergrundgeschichte von Final Fantasy war scheinbar simpel gestrickt: Um die Welt zu retten, müssen vier anonyme Helden so genannte Elementarkristalle wiederherstellen und eine Prinzessin befreien. Seinerzeit war es üblich, Spielfiguren in RPGs weder eigene Namen noch eine Persönlichkeit zu geben. Der Spieler wählte seine Helden aus sechs Charakterklassen: Krieger, Dieb, Ninja, Weiß-, Schwarz- und Rotmagier. Im Verlauf des Spiels entwickelten sich die Klassen weiter; der Krieger etwa wurde zum Ritter, der Magier zum Zauberer. Ungewöhnlich war allerdings das Konzept von Zeitreisen und der Werdegang des Antagonisten.

Dieses Spiel soll über das Schicksal von Squaresoft entscheiden

Bei den zufallsbestimmten Kämpfen lieferte Square schon auf Anhieb die Vorlage für die meisten rundenbasierten Rollenspiele: Die Party des Spielers auf der rechten stand den Gegnern auf der linken Seite des Bildschirms gegenüber. Die einzigen Befehle waren "Angriff", "Magie" und "Objekt" - wenn auch weiterentwickelt, sind diese Grundbefehle auch heute noch ein Markenzeichen der Serie. Auch das "Aufleveln" der Zauber wurde gerne übernommen (und zwar nicht nur bei weiteren FF-Teilen). Gegen Spielende konnte der Spieler schon im ersten Teil die Welt via Luftschiff bereisen. Die Musik wurde von Nobuo Uematsu komponiert - viele der Stücke findet man (meist ein wenig verändert) in allen anderen FF-Teilen wieder.

Final Fantasy erschien 1987 in Japan für das Famicon (so hieß das NES in Japan) und 1990 in den USA (ebenfalls für das NES), wo es sich sogar noch besser verkaufte als in Japan. In Europa erschien das Spiel erst im Jahr 2003 als Final Fantasy Origins zusammen mit Final Fantasy II.

Der zweite Streich

Bereits ein Jahr später erschien Final Fantasy II in Japan (in Europa und Nordamerika sollte die Spielergemeinschaft erst im Rahmen von Final Fantasy Origins in den Genuss dieses Spiels kommen). Die Story dreht sich um vier Waisenkinder, die sich der Rebellion gegen ein Imperium anschließen, um die Welt zu retten. Natürlich hat Square wieder einige unerwartete Wendungen in die Geschichte eingebaut. Auch besitzen die Charaktere diesmal eine eigene Persönlichkeit.

Squaresoft führte ein völlig neues Levelsystem ein: Je öfter der Spieler eine bestimmte Fähigkeit einsetzt, desto effektiver wird diese. Kaum Anklang fand die Idee, dass schon erlernte Abilities verloren gehen (z.B. wenn man vom Schwertkampf zur Magie wechselte). Erstmals tauchte ein Luftschiffkapitän namens Cid auf (dieser Name findet sich seitdem in jedem FF-Teil) und auch die possierlichen Chocobos (meist gelbe, vogelartige Reittiere) feierten ihr Debüt.

Zwiebelkrieger und Beschwörungen

Final Fantasy III war 1990 der letzte Teil, der für das NES erschien - und zwar bis heute ausschließlich in Japan. Zu Beginn des Spiels erfahren vier Kinder, dass sie als "Zwiebelkrieger" die Welt retten sollen, die von einer Sintflut bedroht ist. Sie müssen dazu "nur" die vier Elementarkristalle wieder zum Leuchten bringen. Das kennt ihr schon? Richtig. Nicht nur die Geschichte erinnert an den ersten Teil, der Spieler steuert auch wieder namenlose Helden ohne Persönlichkeit.

Square führte hier das Jobsystem ein; zu Beginn ist ein Spieler an eine Charakterklasse gebunden (Beispiele sind Dragooner, Paladin oder Magier) - diese Charakterklassen sind im Spielverlauf jedoch auswechselbar, so dass man seine Charaktere nach eigenen Vorstellungen entwickeln kann. Zum ersten Mal konnte man im Kampf mächtige Verbündete (hier Dämonen) beschwören - seitdem ein unverkennbares Markenzeichen der FF-Serie. Auch viele Namen dieser Beschwörungen wie Ifrit, Shiva oder Odin findet man heute noch in jedem Teil.

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Simple Grafik:

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