20 Jahre Final Fantasy - Seite 5

(Special)

Es ist soweit: Final Fantasy XII!

Endlich, endlich: Am 23.02.2007 erscheint Final Fantasy XII auch in Europa. Grund genug, schon vorab einen Blick auf Squares jüngsten Streich zu werfen:

Die Story: Hohe Politik

Zwei Jahre nach dem gewaltsamen Tod des Königs von Dalmaska durch die Hand seines eigenen Leibwächters und dem Fall Dalmaskas steht die Welt Ivalice (auch schon Schauplatz der Final Fantasy Tactics-Reihe) am Rande eines Krieges der Supermächte Archades und Rozarria. Ihr schließt euch dem Widerstand an, der den Krieg verhindern und Dalmaska von der Fremdherrschaft befreien will. Außerdem muss das Geheimnis der mysteriösen Kristalle gelöst werden, in deren Besitz das technologisch hoch entwickelte Imperium kommen will.

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Futuristisch:

Fans von Lovestories dürften die Nase rümpfen - in Final Fantasy XII geht es fast ausschließlich um Politik! Die Story konzentriert sich primär auf die Pläne des archadischen Imperiums, die Welt zu unterwerfen, und die Versuche der Party, dagegen anzukämpfen. Die Beziehungen der Charaktere untereinander werden häufig nur angedeutet. Bei einigen Charakteren - darunter auch der Hauptcharakter - ist außerdem kaum eine Charakterentwicklung festzustellen.

Das Setting des Spiels und insbesondere die Judges (die imperialen Ordnungshüter) mit ihren Masken, die Vielzahl an Rassen sowie die Ränkespiele im archadischen Senat, erinnern dezent an die Star Wars-Reihe. Das futuristische Element wird durch die Vielzahl an Luftschiffen (die häufig Namen von Beschwörungen früherer Teile tragen) verstärkt.

Spielwelt und Grafik

Ivalice ist in bester FF-Tradition eine sehr vielfältige Welt: In ihr könnt ihr ausgedehnte Wüstengebiete und vereiste Gebirgszüge, verwunschene Wälder und schwebende Kontinente erkunden. Außerhalb der sicheren Städte sind sehr große Areale begehbar, die natürlich mit Monstern gefüllt sind. In der bunten Welt sind neben bekannten Rassen wie Menschen, Chocobos und Mogrys auch viele neue Rassen mit von der Partie (etwa die gefährlichen Sandmänner oder die Seeqs, ein Händlervolk).

Auch grafisch ist Final Fantasy XII, obwohl aufgrund der langen Entwicklungszeit nicht mehr topaktuell, sehr schön anzuschauen. Die Cutscenes sind wie immer sehr gelungen, die Städte und Landschaften sind immer unterschiedlich aufgebaut (in Wüsten gibt es häufig Sandstürme, in Wäldern Nebel) und bei manchen Gegnern aus der Geisterwelt, die tatsächlich nur halbmateriell aussehen, mag man kaum glauben, was aus der antiquierten PS2 grafisch noch herauszuholen ist.

Meinung

20 Jahre Final Fantasy liegen bereits hinter uns, 20 Jahre voller spannender Abenteuer und toller Erlebnisse. Und ich kann nur hoffen, dass 20 ähnliche gute Jahre noch vor uns liegen. Es ist nicht immer alles uneingeschränkt gut gewesen, aber wenigstens doch immer im besonderen FF-Stil.

Auf Teil 12 freue ich mich wieder sehr. Und so lange neue Spiele der Serie erscheinen werden, wird sich auch die PS3 mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit durchsetzen.

Die Charaktere

Zunächst spielt ihr mit Vaan, einem dalmaskischen Dieb, der Eltern und Bruder im Krieg gegen Archades verlor und gerne ein Luftpirat wäre. Bald schließt sich ihm seine Freundin Penelo an. Als Vaan ins Schloss des Königreichs eindringt, trifft er auf zwei Luftpiraten, denen er sich nur allzu gerne anschließt. Die beiden anderen Hauptcharaktere sollen an dieser Stelle nicht verraten werden (da dies den Verlauf der Story verraten würde).

Normalerweise nehmen drei Charaktere am Kampf teil, doch im Laufe des Spiels wird eure Party häufig Hilfe von einem vierten Mitglied erhalten - dies vereinfacht die Kämpfe natürlich ungemein, ist aber stellenweise auch notwendig, z.B. in Gefechten mit den ersten Judges oder wenn ihr Monster jagt.

Das Kampfsystem

Wieder einmal wurde das Kampfsystem komplett überarbeitet: Zwar gibt es noch einen sich aufladenden Balken (ist er voll, könnt ihr die nächste Aktion ausführen), doch ihr könnt euch nun im Gefecht vollkommen frei bewegen. Zufallskämpfe und der Kampfbildschirm gehören ebenfalls der Vergangenheit an - ihr könnt nun schon von weitem den Gegner sehen und (außer natürlich bei Bosskämpfen) entscheiden, ob ihr ausweichen oder kämpfen wollt. Denn einem angegriffenen Monster kommen oft andere zu Hilfe, so dass man sich schnell einer Übermacht gegenübersieht.

Um Waffen, Rüstungen, Zauber und vieles mehr überhaupt benutzen zu können, müssen diese erst gekauft bzw. gefunden und zusätzlich auf dem "Lizenzbrett" freigeschaltet werden. Die hierfür benötigten Punkte erhaltet ihr, wenn ihr Gegner besiegt habt. Bedauerlicherweise könnt ihr schon gegen Spielmitte das gesamte Brett aufgedeckt haben, da ihr schon nach einer Stunde Kampf locker 100 Punkte machen könnt.

Mist Knacks und Beschwörungen

Auf dem Lizenzbrett könnt ihr auch so genannte "Mist Knacks" und Beschwörungen aufdecken; Mist Knacks sind (vor allem zu Beginn des Spiels) starke Angriffe, von denen jeder Charakter drei erlernen kann, jedoch eure Magiepunkt-Leiste vollständig leeren - taktisches Vorgehen ist hier Trumpf. Mit zwei Mist Knacks habt ihr auch die doppelte Menge an MP (und zwei MP-Leisten), nach dem dritten sogar die dreifache Anzahl an MP.

Den Beschwörungen (hier Esper genannt) hat Square diesmal andere Namen gegeben: Statt Ifrit und Shiva beschwört ihr nun Belias und Mateus - viele dieser Namen sind allerdings schon aus anderen FF-Teilen bekannt. Um eine Beschwörung zu erhalten, müsst ihr diese erst in einem Kampf besiegen, dann könnt ihr den Esper auf dem Lizenzbrett freischalten. Eine Beschwörung kostet ebenfalls eine bis drei MP-Leisten. Leider sind die Esper gegen Spielende fast nutzlos, da sie dann schwächer als die Charaktere sind.

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Los geht's:

Gambits

Eine wichtige Neuerung im Kampf ist das Gambitsystem: Ihr könnt jedem eurer Charaktere bestimmte Befehle zuweisen, die dieser dann eigenständig ausführen wird. Die Gambits sind recht detailliert; beispielsweise könnt ihr einem Charakter befehlen, sich selbst oder jedes Partymitglied zu heilen, wenn dessen HP unter 40% fallen. Habt ihr allen Charakteren gute Gambits gegeben, braucht ihr im Kampf keine Taste mehr zu drücken, sondern könnt eurer Party beim Kämpfen zusehen.

Auf der Jagd!

Für Final Fantasy XII hat sich Square eine ganz besondere Sidequest einfallen lassen: Ihr könnt als Monsterjäger auf die Jagd nach ausgeschriebenen gefährlichen Bestien gehen, die die Bevölkerung Ivalices terrorisieren. Diese Monster können - sofern ihr nicht gerade überlevelt seid - eine große Herausforderung darstellen. Doch ihr erhaltet auch großzügige Belohnungen für zur Strecke gebrachte Monster, also lohnt es sich durchaus, das Risiko einzugehen.

Fazit

Final Fantasy XII hat mich von Beginn an überzeugt - die packende Geschichte, das Erkunden von Ivalice und die Gefechte bleiben dank der Echtzeitkämpfe, der interessanten Gambits und der verschiedenen taktischen Möglichkeiten immer spannend.

Da fallen auch kleine Schwächen wie etwa der blasse Hauptcharakter, Zauber, die manchmal zu lange dauern oder die teils zu langen Wege kaum ins Gewicht - taucht man erst einmal in die Welt von Final Fantasy XII ein, legt man den Controller so schnell nicht wieder aus der Hand.

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