Hellgate: London

(Special)

von Daniel Frick (07. Juli 2007)

Glaubt man diversen "Most Wanted Listen" und Internetforen, ist "Hellgate: London" mit Abstand das meisterwartete Rollenspiel des Jahres. Und die Entwickler von Bill Ropers "Flagship Studios" zielen mit ihrem bisher einzigartigen Multiplayer-System selbstbewusst auch auf die Kundschaft der Konkurrenz. Hat "Hellgate: London" gar das Potenzial, "World of Warcraft" in den Schatten zu stellen?

Am Anfang war "Ultima Online"

Als erstes modernes Rollenspiel kann zu Recht "Ultima Online" bezeichnet werden, das 1997 erschien und hinter dem die Ultima-Legende Richard "Lord British" Garriott steht. Mit dem im gleichen Jahr erschienenen "Diablo" aber vor allem dem Nachfolger "Diablo II" kam der Szene-Durchbruch auf breiter Ebene. Es war nun erstmals möglich über das von Blizzard entwickelte "Battlenet" größere Gruppen Spieler zu vernetzen. Die Mischung von ausgefeilten Charakterklassen, unzähligen Items und dem bis dahin einmaligen Multiplayermodus ist auch heute noch für viele Fans und Fachjournalisten im Genre das Maß aller Dinge. 2005 veröffentlichten die Veteranen von Blizzard dann "World of Warcraft". Der Rest ist eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht: Mehr als 8 Millionen Abonnenten weltweit, vom Schüler bis zum Rentner spielen heute das mehrfach ausgezeichnete bunte Multiplayer-Rollenspiel.

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Evolution der Online-Rollenspiele

Warum "Hellgate: London" harte Konkurrenz für "WoW" wird

Als der ehemalige Chef von Blizzard, Bill Roper, 2003 mit einem Teil seiner ehemaligen Mannschaft die Flagship Studios gründete und in der Folge "Hellgate: London" ankündigte, wurde die Spielewelt neugierig. Es steht außer Frage, dass das Team von "Diablo"; "Warcraft" und "Starcraft" ein enormes Know-How mitbringen und wissen, womit sie den Nerv der Spieler treffen können. Spätestens seit Roper "Hellgate: London" als eine Mischung aus Shooter und Rollenspiel, als "Diablo" meets "Halflife" beschrieb, ist die Community richtig heiß. Warum das Spiel nicht nur das Potential zu einem absoluten Hit hat, sondern "World of Warcraft" auch das Fürchten lehren könnte, hat 10 Gründe:

1. Der Diablo-Effekt

WoW muss bangen: Ein echtes Schwergewicht ist im Anmarsch

"Diablo 2" hat noch immer eine aktive Community. Das Interesse alter "Diablo" Fans an dem "inoffiziellen Nachfolger" ist nicht zu unterschätzen. Allein die Tatsache, dass von vielen Computerspielern das besondere "Diablo-Feeling" noch immer als unübertroffen gilt und die Entwickler die "Verwandtschaft" immer wieder betonen, dürfte für großes Kaufinteresse in der Diablo-Community sorgen. Einem neugegründeten Entwicklerstudio würde wahrscheinlich nie ein solcher Vertrauensvorschuss gewährt. Doch das Entwicklerteam besteht nicht nur aus Profis die ihr Handwerk verstehen, sondern bewährten Veteranen.

2. Der beliebte Genremix

Echte Hybriden aus Ego-Shootern und Rollenspielen sind noch eher selten, doch dass sie in der Community sehr gut ankommen beweisen Titel wie "Gothic", "Oblivion" oder "Deus Ex" Alle 3 sind bei Community und Fachpresse enorm gut angekommen. Wenn es den Entwicklern tatsächlich gelingen sollte, das Charaktersystem und den "Sammeltrieb" von "Diablo" mit der Action und Atmosphäre eines "Gruselshooters" glaubwürdig und spielerisch einfach zu verbinden, ist der kommerzielle Erfolg von "Hellgate: London" fast schon eine kalkulierbare Größe.

3. Horrorelemente in Abgrenzung zu "WoW"

Das Szenario, dass die Entwickler gewählt haben, scheint sich ebenfalls an beliebten und erfolgreichen Titeln orientiert zu haben. Roper selbst nennt den Vergleich zu "Halflife". Sieht man sich die Bilder an, fallen einem Spielegrößen wie "F.E.A.R.", "Doom 3" oder "Unreal" ein. Interessanterweise alles Shooter, die im weitesten Sinne eine Zombie-Dämonen-Horror-Hintergrundgeschichte bieten. Damit steht "Hellgate: London" zumindest von der Optik her im krassen Gegensatz zum knallbunten, fast comicartigen "World of Warcraft".

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Screenshots "Hellgate: London":

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