Hellgate: London - Seite 2

(Special)

4. Der Schwerpunkt auf der Action

Auf "World of Warcraft" trifft wohl das Prädikat "leicht zu lernen, schwer zu meistern" zu. Vor allem in den höheren Levels, wo die taktische Koordination von Raids einen enormen Raum einnimmt, ist man als "Casual Player" nicht mehr richtig konkurrenzfähig. Einem Shooterfan mit geübter Hand-Auge-Koordination und geringem Interesse an taktischen Finessen dürfte also ein actionorientierter Titel fast mehr entgegen kommen. Man spricht also eine andere Zielgruppe an und die ist bei Actionspielen bekanntlich groß.

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Die offensiven Charakterklassen:

5. Eine potenzielle Zielgruppe, die es mit der WoW-Community aufnehmen kann

Apropos Zielgruppe. Hier scheint Flagship ganz bewusst darauf zu zielen, ein besonders breites Publikum anzusprechen. Es dürften sich bei "Hellgate: London" rein von den Spielelementen sogar mehr Leute angesprochen fühlen. Für jeden ist was dabei: Für den, der Rollenspiele ganz grundsätzlich mag, für den Diablo-Nostalgiker, für den Actionliebhaber, für den Casual- und für den Hardcore-Gamer, den Anfänger und den Profi, für Freunde von Gruselatmosphäre und für Hobby-Endzeitpropheten.

6. Man muss nicht zwingend Gebühren bezahlen

Aber nicht nur von den Inhalten, auch von der Form her zielt "Hellgate: London" auf eine breite Masse. Jeder, der nur für sich allein in eine apokalyptische Endzeitrollenspielwelt eintaucht, dürfte durch den soliden Single-Player-Modus angesprochen sein. Wer gelegentlich online spielt oder sich den Mehrspielermodus einmal ansehen will, kann dies ebenfalls ohne finanzielle Verpflichtung tun. Wen das Onlinespiel überzeugt hat oder wer von vorneherein den erweiterten Umfang genießen möchte, wird die angekündigten 8 Euro monatlich wahrscheinlich gerne investieren, denn er konnte sich vorher unverbindlich von der Qualität überzeugen.

Meinung von Daniel Frick

"World of Warcraft" ist unangefochtener Marktführer im Genre. Noch. Denn wenn ein Spiel das Potenzial hat, diese Position ernsthaft anzufechten, dann "Hellgate: London".

Spielmechanik, Optik, Szenario und nicht zuletzt das Abzielen auf ein äußerst breit gefächertes Zielpublikum durch die bisher nie da gewesene Verbindung von Single- und Multiplayerspiel machen das kommende Projekt zum ambitioniertesten Anwärter auf die Thronfolge.

7. Eine freiere Zeiteinteilung

Onlinerollenspiele neigen zu der Dynamik, viel Zeit investieren zu müssen, wenn man mithalten will. Für jemanden, der nicht die Zeit zur Verfügung hat, einer niemals ruhenden virtuellen Welt "hinterher zu laufen", kann dies durchaus ein Dilemma darstellen. Sicherlich gibt es die Casual-Gamer auch bei "World of Warcraft" in einer großen Zahl, aber ganz wird man sich diesem Mechanismus wohl selten entziehen können.

Anders bei "Hellgate: London", wo dem Spieler mehr Freiheit eingeräumt wird, seine Zeit so ins Spiel zu investieren wie er möchte. Im Zweifelsfall kann man als Singleplayer gänzlich unabhängig von anderen Spielern lange Pausen einlegen. Das bietet Azeroth nicht.

8. Das Preis-Leistungs-Verhältnis

Wenn man jemanden, der in großem zeitlichen Umfang "World of Warcraft" spielt, nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis fragt, wird man wohl sehr viel positives hören. Es gibt zwar immer noch Unverbesserliche, die der Meinung sind, mit dem Kaufpreis sollte der Service abgegolten sein. Doch technische Infrastruktur, der Support, neue Inhalte und regelmäßige Patches, das alles kostet Geld. Wenn man fair ist muss man anerkennen, dass Blizzard hier einen grandiosen Job macht und das Spiel auch die monatlichen Gebühren wert ist.

Mancher hat sich inzwischen allerdings daran gewöhnt, für die nicht geringe Gebühr auch Qualität und Quantität zu erhalten. "Hellgate: London" kündigt all das für den Multiplayermodus mit Gebühren ebenfalls an. Wenn das Ergebnis überzeugt, dürfte man Kritiker schnell zum Schweigen bringen.

9. Umfangreiche Erweiterungen locken

Flagship kündigt einen erweiterten Umfang exklusiv für den kostenpflichtigen "Elitemodus" an. Alles, was ein Rollenspielerherz bis zum Hals zum Klopfen bringt, ist angekündigt: Neue Instanzen, neue Charakterklassen, Gilden und Gildenhäuser und viele weitere Features, die den ursprünglichen Spielumfang erweitern. Auch hier gilt: Wer es kennt, wird es lieben, mehr noch, es wird für den einen oder anderen sogar ein weiteres Argument für den kostenpflichtigen Spielmodus sein. Man will sich ja schließlich auch vom "08/15 Newbie" abgrenzen und zur "Elite" gehören. Für den vergleichsweise niedrigen angekündigten monatlichen Preis von 8 € klingt das fair.

10. Umfang ist Pflicht

Flagship ist so gesehen auch im Zugzwang ständig den Spielumfang zu erweitern und zu verbessern, wenn man Kunden binden oder gar von "World of Warcraft" abwerben will. Man kann davon ausgehen, dass die angekündigten Inhalte auch tatsächlich kommen müssen, damit man es mit dem potenten Konkurrenzprodukt aufnehmen will. So steht besonders im Zusammenhang mit dem beschriebenen Elitemodus zu erwarten, dass das Spiel um die Höllentore es beim Umfang wohl schon sehr bald mit Azeroth aufnehmen können wird. In einem Interview kündigte Roper einen "erstaunlichen Umfang" an und verteidigte das kritisierte Bezahlsystem.

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