Die Sims

(Special)

von Henning Ohlsen (21. Juli 2007)

Seifenoper! Langweilig! Keine Action! Kleinkind! Das sind die Sprüche, die ich mir von meinen Bekannten anhören muss, wenn ich "Die Sims" spiele. Sie haben damit zum Teil ja auch gar nicht so Unrecht. In "Die Sims" gibt es keine Action. Viele junge Mädchen spielen es und ja, es hat Seifenopern-Charakter. Aber: Langweilig ist das Spiel bestimmt nicht.

Der Start einer Erfolgsstory

"Die Sims" ist nicht nur irgendein altes Strategiespiel - es wirft einen ganz besonderen Blick auf "einen Tag in unserem Leben" und hat dabei neue Maßstäbe gesetzt in Bezug auf die Verkaufszahlen, die Reichweite, die Persönlichkeit, ja, in Bezug auf alles. Der erste Teil der Sims kam im März 2000 auf den Markt. Man konnte mit seinen Freunden Witze reißen, aber nichts ging über eine Partie Pool-Billard am 4000 Dollar teuren Tisch.

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"Die Sims" war in einem entscheidenden Punkt von Anfang an sehr gut: Die Balance im Zeitmanagement stimmte. Man hatte gerade genug Zeit an jedem Tag (und die Uhr tickte immer), sich um seine Bedürfnisse zu kümmern, Hygiene, soziale Kontakte, Komfort, Spaß und noch andere mussten stetig auf hohem Level gehalten werden. Außerdem konnte man seine Eigenschaften verbessern, man lernte besser Kochen, indem man ein Kochbuch las, durch das Malen oder Klavierspielen wurde man kreativer, um mehr Charisma zu bekommen, übte man Reden vor dem Spiegel und körperlich fitter wurde man durch das Benutzen vom Heimtrainer. Abends schlief der Sim dann meistens müde vor dem Fernseher ein und wachte alle Paar Minuten wegen dem Lärm wieder auf.

Das Geheimnis des Erfolges

Hier beginnt die Revolution des Spielegenres

Aber es war nicht nur die realistische Umsetzung, die "Die Sims" so erfolgreich machte. Es waren der Humor und die persönliche Bindung, die man zu seinem Sim aufbaute. Man verstand nicht, was die Sims sagten - sie redeten in ihrer eigenen Sprache - aber ihre Gesprächsthemen und ihre Launen waren trotzdem immer klar an den Gesten und Gedanken erkennbar. "Die Sims" war definitiv revolutionär, aber es ist nicht nur die Revolution, die es zu einem der besten Spiele aller Zeiten macht. Wie bei allen wirklich großen Spielen ist es das unendliche, durchgehend unterhaltende Spielprinzip, das uns so lange in seinen Bann zieht.

Normalerweise nutzt man Video- und Computerspiele dazu, dem Alltag ein klein wenig zu entfliehen. Wir steuern riesige Armeen, fahren heiße Autorennen oder kommen mysteriösen Rätseln auf die Spur. Immer mit dem Ziel vor Augen, das nächste Level zu erlangen, um schließlich als gestandener Held das Finale zu erreichen. Wie kann also ein Spiel so erfolgreich sein, in dem nichts dergleichen geschieht, sondern "nur" der reale Alltag simuliert wird?

"Wer mit den Sims spielt, sieht den eigenen Alltag plötzlich mit anderen Augen. Er bemerkt, wie sehr sein Leben einem Strategiespiel gleicht und wie viele Entscheidungen er unbewusst trifft", erklärt Will Wright, Erfinder der Sims.

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