skate

(Special)

von Oliver Hartmann (05. Oktober 2007)

Seit Jahren dominiert Activision mit der Tony-Hawk-Serie das Trendsportgenre. Electronic Arts hat davon nun genug und bringt mit skate einen direkten Konkurrenten in die Halfpipe. Doch hat dieser Neuling eine echte Chance gegen die Erfahrung einer Serie mit inzwischen mehr als zehn Episoden?

Mit Hang zum Realismus

Die Tony-Hawk-Reihe gilt nicht nur als beste Skateboard-Simulation sondern definierte über die Jahre das Trendsport-Genre. Sämtliche Genre-Ableger orientierten sich am großen Vorbild. Die meisten Spiele hatten dabei eins gemeinsam: Arcadelastiges Spielgefühl, bomastischer Soundtrack sowie eine einfache, einsteigerfreundliche Steuerung, die zahlreiche Buttons benötigt. Im Prinzip ist die Ausrichtung zum Mainstream dabei kein Wunder, denn die Produzenten wollen in der Regel ein größtmögliches Publikum ansprechen. Umso überraschender, dass es Electronic Arts komplett anders macht.

Im Gegensatz zum "Tony Hawk"-Franchise geht skate deutlich mehr in Richtung Simulation. Keine atemberaubenden Grinds durch ganze Levelabschnitte oder übertriebene Sprünge mit zahlreichen Drehungen zwischen Wolkenkratzern. Das geht zwar klar zu Lasten des Show-Faktors, dafür ist das Spielerlebnis deutlich realistischer. Handlungsort für skate ist die fiktive Stadt San Vanelona, eine schöne Mischung aus San Francisco und Vancouver. Diese Stadt kann im Spiel auch frei befahren werden. Damit das nicht zu langweilig wird, gibt es immer wieder mal Skate-Parks, die zu einem kleinen Trick-Festival einladen.

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Innovationen sind gefragt

Umso überraschender, dass es Electronic Arts komplett anders macht

Schon der Beginn des Spiels ist extrem clever in Szene gesetzt. Nach einer kleinen Videosequenz landet der Skater im Krankenhaus. Die Ärzte versichern, dass sie ihn schon wieder hinbekommen würden, er aber nicht wieder aussehen würde wie zuvor. Es folgt die Charaktergenerierung. So schön wurde das noch nie in ein Spiel eingebaut. Natürlich kann unser Alter Ego in Größe, Statur und Aussehen frei definiert werden. Und diese Entscheidungen wollen gut überlegt sein. Denn der Charakter, mit dem wir unsere Karriere beenden, behalten wir bis zum Ende des Spiels.

Richtig gelesen, es gibt keine Weiterentwicklung des Charakters. Während wir in Tony Hawk den Charakter immer weiter verbessern und dieser immer bessere Tricks beherrscht, läuft dies in skate anders. Hier hängt es einzig und allein von unseren Fähigkeiten ab. Da das Spiel über eine steile Lernkurve verfügt, macht dies auch Sinn. Schwierige Tricks sind erst nach längerer Spieldauer zu meistern, da gehört schon längeres Training dazu. Denn wie eingangs erwähnt ist skate eine ganze Spur realistischer und mehr in Richtung Simulation ausgelegt.

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