Test Dark Messiah Of Might And Magic: Elements

von Philipp Schneider (17. Februar 2008)

Mit über einem Jahr Verspätung kommt das launige Actionspiel "Dark Messiah of Might & Magic" der Arkane Studios nun endlich auch für die Xbox360 in den Handel. Ob die Entwickler die lange zusätzliche Entwicklungszeit genutzt haben, um dem spaßigen Metzelspiel noch mehr Tiefgang zu verpassen ist die alles entscheidende Frage der Konsolenumsetzung. Das zusätzliche Wort "Elements" im Titel deutet zumindest schon mal an, dass die Xbox360-Fassung mehr bietet als das PC-Original.

Am Hafen müssen mehrere Feindwellen aufgehalten werdenAm Hafen müssen mehrere Feindwellen aufgehalten werden

Düstere Zeiten

"Dark Messiah of M&M Elements" spielt in einer interessanten Fantasywelt, in der ihr mit eurem Helden gegen Orcs, Zyklopen oder Trolle kämpft, um die Ausbreitung des dunklen Messiahs und seinen Gefolgsleuten zu verhindern. Wer auf eine spannend erzählte Story hofft, wird allerdings enttäuscht. Denn in ziemlich wild zusammengeschnittenen und technisch schwachen Rendersequenzen (Stichwort starke Artefaktbildung) erfährt man nur wenig Hintergrundwissen. Das Spiel lebt somit vor allem von der Atmosphäre der Levelumgebungen und des actionreichen Gameplays.

Gelegentlich gibt es Kämpfe gegen größere Gegner wie diese SpinneGelegentlich gibt es Kämpfe gegen größere Gegner wie diese Spinne

Rollenspielkastration

Vor Spielstart müsst ihr euch für eine von vier Klassen entscheiden. Je nachdem, ob ihr Krieger, Magier, Bogenschütze oder Assassine auswählt, ändert sich das Spielgefühl nachhaltig. Denn während ihr als Magier mit Zaubersprüchen beispielsweise mit Feuerbällen euren Gegnern einheizt, spielt sich "Dark Messiah of M&M" mit einem Kämpfer wie ein schnörkelloses Hack&Slay-Spiel aus der Ego-Ansicht, letzteres macht eindeutig mehr Laune. Leider wurden für die Konsolenumsetzung die wenigen Rollenspielaspekte des PC-Originals komplett gestrichen. Statt nach einem Stufenaufstieg selbst neue Fertigkeiten auszuwählen, wird euch nun eine neue Fähigkeit einfach zugewiesen, was die Motivation des Stufenaufstiegs merklich drückt.

Die Umgebung sieht zwar hübsch aus, ist aber recht unspektakulärDie Umgebung sieht zwar hübsch aus, ist aber recht unspektakulär

Physik-Note: 1

Auch sonst ist die Xbox360-Version alles andere als optimal gelungen. Mal ganz davon abgesehen, dass die Grafik, die immerhin auf Valves Source-Engine basiert, inzwischen nicht mehr wirklich konkurrenzfähig ist, ist vor allem die Performance mangelhaft. Zusammen mit der oft ungenauen Steuerung bleibt die Grafik immer wieder kurz hängen und auch die Ladezeiten sind sehr lang. Dank der netten Lichteffekte sehen aber zumindest die Höhlen und Innenräume noch recht schick aus. Das Highlight der Technik ist aber wie schon auf dem PC die Physikengine, die dafür sorgt, dass getroffene Feinde realistisch zu Boden gehen. Zudem könnt ihr die Umgebung für die Kämpfe ausnutzen. Steht ein Gegner unter einem wackligen Holzvorbau, reicht ein Schlag gegen den Ständer und der Holzbalkon begräbt den Troll unter sich. Alternativ tretet ihr die Feinde ins Feuer oder eine Dornenwand oder schubst sie einen Abgrund hinunter.

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