Test Tomb Raider 4 - Seite 2

Die Grafik ist brillant wie eh und je. Besonders in den Leveln im Freien merkt man, daß die Graphikengine schon leicht angestaubt ist, aber es stört kaum. Im Vergleich zu Teil 3 sind die Konturen noch ein wenig mehr verfeinert worden. Außerdem sind die Wölbungen besser strukturiert worden, was vor allem bei Lara sehr gut zu erkennen ist. Was mich am meisten begeistert hat, waren aber die Bewegungsmöglichkeiten, die die Frau hat. Sie kann springen wie eine Gazelle und dabei die Waffe ziehen. Sie kommt nie ins ruckeln sondern bleibt immer in Bewegung. Außerdem kann sie hangeln, schwimmen, tauchen, gehen und klettern. Natürlich wurde auch die 180° Drehung nicht vergessen!

Die Zwischensequenzen sind auch nicht ohne. Sie sind sehr stimmungsvoll und lassen durchaus das Gefühl aufkommen, im Kino zu sitzen - was man vom Sound aber nicht behaupten kann. Ist er im Intro und den Zwischensequenzen noch hervorragend, lässt er während des Spieles sehr zu wünschen übrig. Er wirkt eintönig und blas. Außerdem hätte man sich für die Mumien wirklich ein anderes Geräusch überlegen können als ein komisches grunzen, bei dem man meinen könnte, dass sie bei ihrem Ableben von ziemlichen Magenschmerzen geplagt worden sind.

Ein kleiner Tipp am Rand, lasst Lara einfach mal irgendwo tief hinunterstürzen, weil diesen Sound haben sie irgendwie cool hinbekommen, aber wirklich bloß diesen. Aber für echte Fans zählt so und so nur, dass Lara zurück ist. Und das ist sie wirklich. Das Spiel besteht aus 35 Level und zwanzig Videominuten - ein Garant für langen Spielspaß! Lara besitzt sechs Waffen und kann zwei verschiedene Fahrzeuge lenken. Allein die Fahrt in dem Jeep wäre schon ein eigenes Spiel Wert gewesen. Und da soll noch mal wer sagen, dass Frauen nicht Autofahren können.

Aber manchmal ist es schon komisch, dass die bösen Schergen manchmal tödlich getroffen zu Boden sinken, wenn man einen halben Meter an ihnen vorbei fährt. Aber ich will ja nichts sagen, so lange es zum Vorteil für die Spieler ist. Grundsätzliche Neuerungen gibt es in diesem Teil nicht, aber wer erwartet die auch bei Tomb Raider. Das wichtigste ist die Geschichte und die Spieltiefe - beides ist hervorragend geworden. Außerdem erfährt man einiges über die Jugend der kleinen Lara. Wie alles begann und woher der Rucksack kam.

Wobei ich hier doch anmerken möchte, dass es irgendwie ein komisches Gefühl ist, in einem Spiel, daß klar einen großen Reiz aus Laras Weiblichkeit bezieht, man am Anfang Lara als sechszehnjährige sieht. Eines möchte ich auf alle Fälle noch anmerken, muß man die Schachtel eigentlich als Postwurfsendungenbehältnis missbrauchen? Für was denn überhaupt noch die Schachtel, wenn das Spiel aus einer CD besteht und die dürftige Anleitung im Booklet ist? Der restliche Inhalt der Schachtel ist nur Werbung, die so und so gleich auf den Müll wandert. Also, ich war ziemlich genervt, als ich die Schachtel aufmachte und mir gleich Tonnen an Werbung entgegenschwappte!

Wer Lara noch nie mochte, wird sie auch jetzt nicht mögen. Für mich ist Tomb Raider 4 das Spiel des Jahres. Es macht schon nach wenigen Minuten (zumindest nach dem Tutorial) süchtig und lässt einem nicht mehr los. Ich bin mir sicher, daß das Spiel alte Lara Fans begeistern wird und eventuell auch neue Fans gewinnen wird. Lara ist einfach cool!

80

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Tags: Singleplayer  

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