E-SPORTS

(Special)

von Richard Olbrecht (03. August 2007)

Ist eSport nur für Freaks? Viele glauben es. Wir haben uns mit aktiven Zockern unterhalten, die dafür kämpfen, dass der elektronische Sport als ein echter anerkannt wird.

Die Ursprünge hat der eSport in asiatischen Ländern wie China und Korea. Von dort aus bestritt er dann seinen Siegeszug rund um den Globus. Mittlerweile gibt es sogar ganze Berufsgruppen, die mit dem Gaming ihre Brötchen verdienen: Der niederländische Painkiller-Spieler Sander Kaasjager gewann allein im Jahr 2005 Preisgelder im Wert von knapp 240.000$.

Vorreiter USA

Doch wie sieht es nun aus mit dem ewigen Streit, um den Standpunkt des eSports? Erst vor kurzem, am 17. April 2007, haben sich die USA dazu entschlossen, ihn als "richtige" Sportarten zu akzeptieren. Somit folgt sie Ländern wie Brasilien und Korea, in denen der Electronic Sport schon längst als so eine gilt. In Deutschland hingegen, weigern sich die Verantwortlichen ihn anzuerkennen.

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Intel Friday Night Game:

Was spricht also für und was gegen eine Anerkennung? Einerseits kombiniert eSport Fertigkeiten wie Koordination, Reflexe und Strategie, doch andererseits betätigt man sich nicht weiter körperlich. Dennoch kann es in spannenden und schwierigen Situationen, wie kurz vor einem entscheidenden Frag bei Counter Strike, zu Schweißausbrüchen kommen. Zudem besteht ein ständiger Wettkampfgedanke. Das ist es doch, was der Meinung vieler Menschen nach eine Sportart ausmacht. Sogar war dies der ursprüngliche olympische Gedanke, der folgendes besagt:

"Alle Völker in einem friedlichen Wettstreit zusammenführen. Immer der Beste sein und vor den anderen ausgezeichnet zu werden."

Die deutsche Sicht

Preisgelder im Wert von knapp 240.000$

Wir wollten es also genau wissen: Welche Argumente bringt der Deutsche Olympische Sportbund (nachfolgend DOSB) vor, um sein Handeln zu rechtfertigen? In einer Stellungnahme des DOSB uns gegenüber heißt es:

"In der Sportwissenschaft gibt es eine Vielzahl von Definitionsansätzen, was genau unter "Sport" zu verstehen ist. Der DOSB hat daher von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, in seiner Aufnahmeordnung näher zu definieren, welche Formen von "Sport" von ihm betreut werden sollen. Unter § 3 Ziffer 1 ist festgelegt, dass "die Ausübung der Sportart eine eigene, sportartbestimmende Aktivität eines Jeden zum Ziel haben muss, der sie betreibt. Diese eigenmotorische Aktivität liegt insbesondere bei Bewältigung technischen Gerätes ohne Einbeziehung der Bewegung des Menschen nicht vor. Die eigenmotorische Aktivität spielt bei Computerspielen nur eine untergeordnete Rolle; hier sind vielmehr in den meisten Fällen Fingerfertigkeit und Geschicklichkeit gefragt. Wir rechnen den eSport somit dem Freizeitbereich, nicht aber der Form von Sport zu, wie wir ihn betreuen wollen."

Was ist eigentlich mit Schach ?

Wie sieht es denn dann eigentlich bei Schach aus? Dort muss man ebenfalls keine eigenmotorische Aktivität erbringen. Doch genau dieser Paragraph (Aufnahmeordnung §3 Ziffer 1) ist es, der es dem eSport versagt, anerkannt zu werden.

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Profi-Spieler:

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