Test FIFA Street 3

von Jan Höllger (22. Februar 2008)

Zum dritten Mal versucht es EA Sports mit einem Spin-Off der beliebten FIFA-Serie. Während das Original in den letzten Jahren immer weiter an der Realismusschraube drehte, widmet sich "FIFA Street 3" ganz dem trickreichen Straßenfußball. Auf eure Stars müsst ihr dennoch nicht verzichten, denn Ronaldinho, Ballack & Co. machen auch auf dem rauen Pflaster eine gute Figur

Kicken auf einer Bohrinsel  - der Wind spielt hier aber keine Rolle.Kicken auf einer Bohrinsel - der Wind spielt hier aber keine Rolle.

Wozu Regeln?

Statt San Siro, Allianz Arena oder Olympiastadion heißen die Spielstätten schlicht Bohrinsel, Mittelmeer oder Hinterhof. Wie der Bolzplatz um die Ecke sind die Spielfelder eng eingezäunt und lassen somit die Bande als taktische Möglichkeit zu. Da die Plätze recht klein sind, spielt ihr pro Team lediglich mit vier Feldspielern plus einem Torwart. Fouls, Abseits oder gar Schiedsrichter gibt es nicht, was zählt ist einzig das Erzielen eines Tores. Allerdings kommt ihr mit normalen Pässen und Schüssen nicht sehr weit, denn die Keeper halten fast alles. Um Erfolg zu haben, müsst ihr stattdessen mit Tricks den Gegnern Knoten in die Beine spielen.

Peter Crouch mit eigenartig dünnen Armen und Beinen.Peter Crouch mit eigenartig dünnen Armen und Beinen.

Gekonnt ist gekonnt

Nahezu alle Tasten des Pads sind gut belegt und lassen euch neben normalen Pässen zahlreiche Tricks ausführen, darunter Wandläufe, Übersteiger oder das Hochhalten des Balles. Je nach aktuellem Spieler führt euer Kicker unterschiedliche Tricks aus. Nicht jeder ist schließlich so ballgewandt wie Ronaldinho oder Kaka. Je mehr Tricks ihr nacheinander abruft, ohne dass ein Gegner sein Bein dazwischen bekommt, desto schneller wächst die Gamebreaker-Anzeige. Ist diese voll, könnt ihr per Knopfdruck eure gesamte Mannschaft in eine Art kurzfristigen Rauschzustand versetzen, der alle Fähigkeiten exorbitant anhebt. Die Schüsse kommen dann beispielsweise so hart und platziert, dass der gegnerische Keeper fast mit der Pille ins Netz fliegt

Deutschland gegen Frankreich im coolen Straßenoutfit.Deutschland gegen Frankreich im coolen Straßenoutfit.

Netter Quickie

Unserer Meinung nach sind die Spieler mit aktivem Gamebreaker schon fast zu stark, während euch beim normalen Kicken kaum einmal Tore gelingen. Da könnt ihr noch so schöne Kombinationen aufs Parkett legen: der Ball will einfach nichts ins Tor. Allerdings hat die Gegner-KI mit demselben Problem zu kämpfen: Vor allem, je länger ein Spiel dauert, desto statischer wird das Gekicke. Zudem fehlt es einfach an Abwechslung. Die ersten zwei Stunden macht "FIFA Street 3" wahnsinnig Laune, da ihr einfach alle coolen Tricks und die herrlichen Animationen bewundert, die nicht allzu viel Übung verlangen. Dann geht dem Spiel aber schnell die Puste aus, was auch an den wenig motivierenden Spielmodi liegt. Einzig für ein zünftiges Mehrspielerduell dürftet ihr die Spieldisc später noch in eure Konsole legen.

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