Test Total Overdose - Seite 2

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Dennoch deutliche Unterschiede zu "GTA"

Die Unterschiede zum "Cousin" "GTA" liegen neben dem deutlich geringeren Umfang und der weniger lebensechten Welt vor allen Dingen beim Ablauf der Kämpfe. Hier fühlt man sich gelegentlich unweigerlich an die "Tony Hawk"- Reihe und das Mafia-Epos "Max Payne" erinnert. Der Reiz der Kämpfe liegt nämlich darin, durch möglichst coole und effektive Moves Punkte zu sammeln, die wiederum neue Spezialangriffe und - Fähigkeiten freischalten. Während man von Anfang an in "Bullet-Time" mehrere Gegner in Sekundenbruchteilen ausschaltet, an der Wand entlang läuft oder radschlagend kopfüber feuert, können später 2 Waffen gleichzeitig geführt werden und unser Held erhält z. B. lebensverlängernde Fähigkeiten wie Extra-Leben in Form einer "Rückspulfunktion", die sich vor allem dann bezahlbar macht, wenn man mal in eine Falle getappt ist. Der Spielfluss beim Fließband-Ballern bleibt so erhalten, denn an Gegner mangelt es zu keinem Zeitpunkt. Eine Besonderheit sind die sogenannten "Loco-Moves", die durch ein weiteres Minigame erspielt werden können und jederzeit im Kampf für mehr Luft zum Atmen, mehr Raum für Blei und mehr Anlass für breites Grinsen geben. So stehen neben nützlichen Moves wie dem "goldenen Colt", der immer trifft, dem "Sombrero-Mann", der einem mit qualmenden Rohren unterstützt oder dem "El Mariachi", bei dem man aus zwei Gitarrenkoffer-MG's ballert (Robert Rodriguez lässt grüßen!), vor allem verrückt-witzige Moves zur Verfügung. Beim "Toro" verwandelt man sich in einen Stier, der mit gesenktem Kopf alles umrennt oder aber in einen verrückten Wrestler in höchstamüsantem Kostüm, als der man sich mit möglichst vielen Passanten anlegen muss und so weiter.

Einer der sogenannten Loco-MovesEiner der sogenannten Loco-Moves

Eine zwiespältige Sache: Die Bedienung und Präsentation

Mit der Bedienung von "Total Overdose" ist das so eine Sache. Eigentlich wurde im Sinne eines Arcade-Action-Spiels auf viel Realismus zugunsten des Komforts verzichtet. Zu den Quests kann man direkt springen, ohne sich durch zahllose Stadtteile zu schlagen. Gespeichert werden kann sowohl zwischen, als auch während der Missionen. Die Steuerung während der Kämpfe ist so simpel wie effektiv und Sorge über zu wenig Munition kommt auch nie auf. Das alles hat durchaus seinen Effekt und hält das sinnfreie Geballer und Geprügel fließend. Auf der anderen Seite hat das Spiel hier auch seine Tücken: Die KI der Fahrphysik ist echt grauenhaft ausbalanciert, auch wenn während der Fahrt in Bullet-Time aus dem Auto ausgestiegen werden kann und man, während das Auto ein Hindernis platt macht, schon wieder die nächsten Gegner aufs Korn nehmen kann. Coolness geht vor! Bei der grafischen Präsentation wurde auf eine ästhetische Comic-Grafik gesetzt, die ohne zu ernst und realistisch zu wirken, durchaus seine Reize hat. Untermalt wird das stimmige Flair von erstklassig-überzogenen Sprechern und in den Kämpfen mit brachialer Mexiko-Mucke von Bands wie "Molotov". Wenn man sich die Grafik dann im Detail ansieht, werden allerdings Schwächen sichtbar: Verwaschene, grobe Texturen sind häufig und das Ganze wirkt diesbezüglich nicht zeitgemäß. Allerdings trifft das auch auf die Hardware-Anforderungen zu, die recht niedrig sind.

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