Test Ports of Call 2008

von Philip Ulc (06. März 2008)

Mit Fug und Recht darf sich die maritime Handelssimulation "Ports of Call" als eine der langlebigsten Spieleserien überhaupt bezeichnen. Das Original erschien 1987 für den Amiga und drei Jahre später auf Windows PC. In der neuesten Auflage macht sich Entwickler Astragon sprichwörtlich auf zu neuen Ufern - und präsentiert die Wirtschaftssimulation nun erstmals komplett in 3D.

Dieser Prachtkoloss darf nur im Trainingsmodus gesteuert werdenDieser Prachtkoloss darf nur im Trainingsmodus gesteuert werden

Auf den Spuren von Reeder Onassis

Eines vorweg: Kenner des Originals werden den Sprung in die Dreidimensionalität wohlwollend zur Kenntnis nehmen und sich schnell zurechtfinden. Neulinge werden dagegen zumindest anfangs mit den Augen rollen, was Ihnen denn hier für ein Stück Software geboten wird. Doch der Reihe nach. "Ports of Call" gilt als absoluter Klassiker im Genre der Handelssimulationen und setzt das bewährte Spielkonzept auch in der 2008er-Version konsequent um. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Reederei-Besitzers und hat nun die Aufgabe, eine Handelsflotte aufzubauen, Waren über die sieben Weltmeere zu transportieren und durch geschicktes Management den großen Reibach zu machen. Leichter gesagt als getan, denn zu Beginn des Spiels habt ihr nur Geld für einen eher schrottreifen Kahn und etwas Werbung übrig. Aus eurer Bürozentrale am frei wählbaren Heimathafen heraus werden die ersten Geschäfte abgeschlossen. Japanische Elektronik in das kalte Skandinavien oder Textilien von Australien in die USA? Dankend werden die ersten Transport-Aufträge angenommen. Selbst das Schmuggeln von Waffen für ein zusätzliches Handgeld wird auf dem Weg zur kapitalstarken Reederei nicht ausgelassen.

Im virtuellen Büro laufen alle Fäden zusammenIm virtuellen Büro laufen alle Fäden zusammen

Die Qual der unberechenbaren Wahl

Auf dem Weg zum zweiten Onassis legt das Programm einige Stolpersteine in den Weg und erfordert neben Organisations- und Koordinationstalent auch ein glückliches Händchen in der Wahl der Containerschiffe und der Frachtrouten. Einmal um die ganze Welt für einen Millionen-Auftrag oder doch lieber das schnelle Geld durch die Wahl möglichst kurzer Routen? Quantität vor Qualität oder doch eher ein bis zwei gigantische Hightech-Containerschiffe, die Unsummen nicht nur in der Anschaffung, sondern auch im Treibstoff kosten? Allerdings solltet ihr nicht allzu zögernd handeln, denn die gerissenen Computergegner schnappen einem auch schon einmal einen lukrativen Auftrag vor der Nase weg. Wenn der eigene Frachter dann auch noch in stürmisches Wetter gerät, auf Eisberge trifft oder gar Piraten die Schiffsladung stibitzen, sieht es in der Bilanz düster aus. Der Management-Teil des Spiels, der sich größtenteils in Menüs und einer animierten Weltkarte abspielt, rechnet jede Menge Unwägbarkeiten in die Jungunternehmer-Existenz ein.

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