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Agon: Lost Sword Of Toledo
Im vergangenen Herbst erschienen mit "Agon: The Mysterious Codex" die ersten 3 Episoden der zuvor über das Internet vertriebenen Adventure-Serie "Agon" beim deutschen Genreprimus CDV. Eine der Hauptfragen war, wie die Geschichte nach der dritten Episode auf Madagaskar weitergeführt werden würde. Ein guter Grund, sich die nächsten Kapitel, die dieser Tage unter dem Titel "Agon: The Lost Sword of Toledo" als Fortsetzung des Abenteuers erschienen sind, genau anzusehen. Von Daniel Frick
Forschung mit Brettspielen
Im Vorgänger entdeckte Dr. Samuel Hunt, seines Zeichens Altertumsforscher und Hauptperson des Spiels, das Rätsel um einige mysteriöse Brettspiele und den darin versteckten Codex im Britischen Museum in London. Das Abenteuer führte ihn weiter nach Lappland und auf Madagaskar. Briefe und andere zugespielte Informationen mussten interpretiert und die darin enthaltenen Rätsel gelöst werden. Mit der Ankunft in Toledo beginnt die Fortsetzung der Vorgeschichte, die den einen oder anderen überrascht haben dürfte, dem nicht klar war, dass dort nur die ersten drei Kapitel einer auf vierzehn Kapitel angelegten Story geliefert wurden. Die vorhergegangene Geschichte wird jedoch in einer Zusammenfassung im Menü nacherzählt, so dass auch für Neulinge ein nahtloser Einstieg bei "Agon" absolut möglich ist.
Ein Toter gleich zu Beginn
Gleich zu Beginn bei unserer virtuellen Ankunft in Toledo erfahren wir, dass unsere heißeste Spur, der Künstler Salvador Diez-Palencia, bereits vor einem Jahr verstorben ist. Im Gespräch mit seiner Tochter erhalten wir die ersten weiteren Hinweise und im uns zur Verfügung gestellten Gästezimmer die ersten Rätsel in Form einer Schatulle, dessen Schliessmechanismus wir knacken müssen. Solche Rätsel kommen zwar immer wieder vor, doch Hinweise in Briefen und anderen Dokumenten machen wie im Vorgänger den Grossteil der Kopfnüsse aus, aus denen wir Schlüsse ziehen müssen. "Agon: The Lost Sword of Toledo" ist daher ein enorm dialog- bzw. textlastiges Adventure. Ob einem das sehr entgegen kommt oder man es eher ermüdend langatmig findet, ist wohl eine Frage des persönlichen Geschmacks. Das Abenteuer führt uns schließlich auf die Spur eines verlorenen Schwerts, wie der Titel des Spiels unschwer erkennen lässt.
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