Test Agon: The Lost Sword of Toledo - Seite 2

Stfufenweises Laufen durch die tollen KulissenStfufenweises Laufen durch die tollen Kulissen

Eine eigentümliche Steuerung

Als ich nach dem einführenden Vorspann die ersten Schritte machen wollte, stand ich erstmal mit gerunzelter Stirn vor einem Torbogen und fragte mich, wie ich denn nun weiterkommen würde. Erst nach der Konsultation des Handbuchs fand ich heraus, was sich hinter der eigentümlichen Steuerung des Spiels verbirgt: Hält man die Maustaste gedrückt, kann man sich mittels Maus umsehen, erst so ergeben sich neue Handlungsmöglichkeiten. Möglicherweise erwuchs diese besondere Steuerung aus der First-Person-Perspektive, aus der das Spiel gesteuert wird. Doch dann hätte man ja auch gleich eine klassische Maus-Tastatur-Steuerung wie in einem Shooter in das Spiel einbinden können. Die Bewegungsfreiheit eines Shooters wird man allerdings vermissen: Man läuft "stufenweise" auf fest vorgegebenen Wegen, was mich mit nostalgischem Schmunzeln an Rollenspielklassiker der frühen 90er Jahre erinnerte. Wie auch immer man es dreht und wendet: Man kann sich zwar recht schnell an die Bedienung gewöhnen, ihr Sinn erschloss sich mir aber nicht. Fazit: Zu umständlich!

Schicke Zwischensequenzen als ComicsSchicke Zwischensequenzen als Comics

Starke Grafik und Sound

Wo sich die Hand ärgert, freuen sich dagegen Auge und Ohr. Die Präsentation der Spielumgebungen ist wirklich gelungen, die Atmosphäre einer verschlafenen spanischen Kleinstadt Ende des 19.Jahrhunderts bis ins kleinste Detail realistisch eingefangen. Die Texturen gefallen, die vielen Bücher und Dokumente sind erstaunlich umfangreich und liebevoll gestaltet, hübsche Licht- und Schatteneffekte runden den lebensechten Eindruck glänzend ab. Ebenfalls sehr gut gefallen haben mir auch die charmanten kleinen Zwischensequenzen in erwachsenem Comic-Look. Auch für die Ohren ist "Agon: The Lost Sword of Toledo" ein echter Schmaus: Die Sprecher machen allesamt einen professionellen Eindruck und transportieren den Inhalt der zahlreichen Sprechpassagen passend. Lediglich der schiere Umfang der Informationen in gesprochener Form stellt ein Problem dar: Die überwiegend so zugänglich gemachten Rätsel sind auf die Dauer sicherlich nicht nach jedermanns Geschmack.

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