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Final Fantasy: Crystal Chronicles - Ring Of Fate (Nintendo DS)

Artikel veröffentlicht am 23.03.2008

Mit "Final Fantasy: Crystal Chronicles - Ring of Fates" bringt Square Enix ein vier Jahre altes Rollenspiel aus der Game Cube Ära für den DS neu heraus. Entgegen der serientypischen Art laufen die Kämpfe wie bei dem kürzlich erschienen "Revenant Wings" in Echtzeit ab. Inwieweit das den Spielspaß beeinträchtigt, erfahrt ihr in unserm Test. Von Salome Schüle

Ein Zwillingspaar

Mit dem Stylus wählt ihr die Magnets für die Spezialangriffe im unteren Bildschirm aus

Im Mittelpunkt der nicht besonderen, aber ordentliche Story von "Ring of Fates" stehen die Zwillinge Yuri und Chelinka. Ihre Welt wird durch die zeitweise Strahlung eines Mondes bedroht. Mit heiligen Kristallen schützen sich die Bewohner des friedlichen Dorfes, in dem die Geschwister mit ihrem Vater Ratov leben. Ihr ahnt es schon, eines Tages kommt es, wie es kommen muss, das Dorf wird von einem maskierten Fiesling angegriffen. Ratov wird dabei getötet, das Geschwisterpaar bleibt verwaist aber unversehrt zurück. Ja, ihr habt richtig geraten, Yuri und Chelinka machen sich auf um sich an dem Mörder ihres Vater zu rächen und dabei wollen sie gleich noch ihre ins Wanken geratene Welt wieder stabilisieren. Erweitert wird eure Party im Lauf des Spieles durch drei weitere Verbündete.

Gelungen

Den blauen, fliegenden Gegner gilt es mit vereinten Kräften zu besiegen

Obwohl auch in "Ring of Fates" die Recken recht süß gestaltet sind, fällt es mir hier leichter mich mit den Helden zu identifizieren als das bei "Revenant Wings" der Fall war. Ebenfalls leichter sind die actionlastigen Kämpfe zu handhaben. Die Steuerung ist dabei sehr einfach und leicht zu beherrschen. Ihr braucht lediglich zwei Knöpfe, einen zum Springen und einen für den Standard - Angriff. Bewegt wird euer Held dabei mit dem Steuerkreuz. Sobald ihr die rechte Schultertaste drückt, dürft ihr eine besonders starke Attacke ausführen. Das geschieht dann auf dem unteren Bildschirm mit dem Stylus. Da ich diese als etwas umständlich empfand und zudem meistens bei den Hack & Slay artigen Kämpfen auch mit dem Standard - Angriff hervorragend zurechtkam, habe ich allerdings kaum davon Gebrauch gemacht. Wesentlich wichtiger ist die Tatsache, dass ihr jederzeit zwischen den Charakteren wechseln könnt, da jeder der Helden spezielle Fähigkeiten besitzt. Yuri ist z. B. der typische Nahkämpfer während Gnash seine Gegner aus sicherer Entfernung angreift. Die anderen Partymitglieder agieren völlig selbstständig, aber nicht besonders klug.

Ein runder Zauber

Die knuddligen Charaktere bekommen es mit den Gefahren ihrer bedrohten Welt zu tun

Nicht umsonst hat das Spiel aber den Untertitel: "Ring of Fates" erhalten. Denn außer den Standard - Angriffen und der Spezial Attacke können eure Helden die Gegner auch mit wahrhaft runden Zauberkräften dezimieren, den sogenannten Magnit Kugeln. Außer in ihrer Farbe unterscheiden sie sich auch in ihrer Wirkung und sind vielfältig einsetzbar. Allerdings ist die Bedienung etwas fummelig. Auf dem Touschscreen wählt ihr euch eine Kugel aus und haltet dann den X Knopf fest. Dadurch erscheint ein Ring, den ihr dann mit dem Steuerkreuz wahlweise entweder unter ein Teammitglied - um zu heilen - oder einen Gegner - um diesen anzugreifen - schiebt. Sogar verschlossene Türen könnt ihr mit diesen Kugeln öffnen, was wirklich sehr praktisch ist. Schade finde ich nur die etwas unpräzise und umständliche Steuerung, die sich besonders in hitzigen Gefechten als Stolperstein entpuppen kann.

Speicherpunkte

Die kleinen Helden müssen sich beeilen

Wie bei japanischen Rollenspielen üblich, könnt ihr nur bei bestimmten Speicherpunkten einen neuen Spielstand anlegen. Diese Kristalle heilen dabei gleichzeitig euren Helden. Da der Schwierigkeitsgrad des Spieles nicht besonders hoch ist, fällt das aber auch nicht negativ ins Gewicht. Anders sieht das bei den zum Teil sehr dämlich agierenden Gegnern aus. Selbst die Bossgegner sind relativ unkompliziert zu besiegen. Auf ein gemeinsames Vorgehen der verschiedenen Helden seit ihr dabei leider nicht angewiesen, ja manche Endgegner lassen sich sogar mit flinkem Vorgehen aller durch gezielten Einsatz der Standard Attacke überwältigen. Neben der mit ca. 15 Spielstunden eher mageren Kampagne gibt es noch einen gelungenen Mehrspieler Modus, in dem ihr mit Freunden zusammen in den Kampf ziehen dürft, aber nur, wenn jeder ein Modul des Spiels besitzt.

Überzeugende Technik

Nicht überall lauert Gefahr

Die Gestaltung des Spiels kommt nicht ganz an "Final Fantasy 12 Revenant Wings" heran, kann aber trotzdem auf ganzer Linie überzeugen. Vor allem die Helden wurden liebevoll in Szene gesetzt. Die Sowohl die Dungeons als auch die Landschaften sind zwar teilweise etwas öde, aber sie können sich trotzdem sehen lassen, genauso wie die Zwischensequenzen mit gelungener englischer Sprachausgabe, was auf NDS sicherlich ein Novum ist. Wer die englische Sprache nicht beherrscht, braucht dank deutscher Untertitel nicht verzweifeln.

Fazit

von Salome Schüle

Mit "Final Fantasy: Crystal Chronicles - Ring of Fates" hat Square Enix ein klasse Action - Rollenspiel für den NDS herausgebracht, das mir trotz des genügsamen Schwierigkeitsgrades richtig Spaß gemacht hat. Es lädt geradezu ein eine gemütliche Gamesecion auf dem heimischen Sofa durchzuführen. Die Hack & Slay artigen Kämpfen haben mich schnell überzeugt und ich finde es Schade, dass dieses Vergnügen für Freunde des Soloparts nach schon 15 Stunden zu Ende ist. In diesem Punkt hat "Revenant Wings" deutlich mehr zu bieten, dafür ist das Spielerlebnis bei "Ring of Fates" meiner Ansicht nach etwas intensiver.

spieletipps meint: Tolles Action-Rollenspiel, das allerdings aufgrund des niedrigen Schwierigkeitsgrades zu schnell vorbei ist.
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