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Worms: Odyssee im Wurmraum

Mit "Worms" schufen die Programmierer von Team 17 im Jahr 1994 ein witziges Taktikspiel, dessen Gameplay unzählige Amiga-Besitzer begeisterte. Vierzehn Jahre und etliche "Worms"-Teile später scheint dem Spiel jeder Witz verlorengegangen zu sein. "Worms: Odyssee im Wurmraum" wartet zwar mit den gleichen Wurmgefechten des Originals auf, macht aber lange nicht mehr so viel Spaß. Warum ist das so? Von Mark Heywinkel

27. Mär 2008

Story? Nebensache!

Sprengladungen per Hand aktivieren: Mit der Wiimote ganz einfach

Nachdem die Würmer sich auf der Erde grün und blau geprügelt haben, peilen sie ein neues Schlachtfeld an - den Weltraum. Auf einem Trip durch die Schwärze des Alls verschlägt es die Wurmcrew in einen weit von der Heimat entfernten Teil des Universums, in dem allerlei neue Kontrahenten lauern ... Soviel zur Story von "Worms: Odyssee im Wurmraum", die ist ohnehin Nebensache. Was wirklich interessiert: Wie wurde der inzwischen vierzehnte Ableger des lustigen Taktikspiels auf Wii umgesetzt? Alle, die sich an "Worms 3D" gestört haben, können erst einmal erleichtert durchatmen: Die Kämpfe in "Odyssee im Wurmraum" finden wieder in zwei Dimensionen statt. Und alle begeisterten Wii-Spieler dürfen sich auch freuen, denn die Steuerung ist wirklich gelungen. Mit der Wiimote werft ihr nicht nur Granaten, sondern drückt auch die Zünder von Sprengsätzen herunter oder steuert Lenkraketen mit dem Curser auf eure Feinde zu. In Minispielen manövriert ihr kleine Raumschiffe durch enge Tunnel oder gebt grünen Tentakelviechern eins auf die Mütze. Wäre "Odyssee im Wurmraum" allein an der Steuerung zu bewerten - das Spiel würde gewiss hervorragende Kritiken erhalten.

36 Herausforderungen

Wichtigste Devise: Erst zielen, dann schießen.

Doch leider gibt es genug Mängel. Erster Kritikpunkt an "Odyssee im Wurmraum": Der Spielumfang des Singleplayer-Modus. Der Singleplayer umfasst eine Kampagne mit 36 Levels. Hier müsst ihr nicht nur gegen Computergegner im klassischen Gefecht antreten, sondern auch mal kleine Jump 'n' Run-Einlagen meistern, dabei Itemboxen einsammeln oder einen einzelnen Wurm über das Kampffeld in ein Wasserbecken kicken. Eine Reihe gerenderter 3D-Videosequenzen sorgt für ein bisschen Abwechslung zwischen den Missionen. Doch insgesamt fordert der Modus nicht einmal den Gelegenheitszocker. Nach ein paar Stunden habt ihr alle Missionen und Videos des Einzelspielermodus von "Odyssee im Wurmraum" gesehen und ebenso schnell wieder vergessen. Jeder Fortschritt im Singleplayer-Modus schaltet eins von sechs Minispielen frei, bei denen ihr euer Geschick und eure Schnelligkeit unter Beweis stellen müsst. So manövriert ihr im "Cavernia"-Spiel kleine Raumschiffe durch enge Tunnel oder flieht im Minispiel "Frostal" auf einem Schlitten vor Schneebällen. Die Minigames lassen sich mit der Wiimote gut steuern, machen alleine aber keinen Spaß.

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